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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2003/01/c_103.php 29.05.2015 00:03:58 Uhr 22.11.2019 14:13:07 Uhr
Meldung vom 29.01.2003

Dresdens Grundwasserstand bei Hochwasser bald vorhersagbar

Bundesministerium erteilte Zusage für ein Forschungsprojekt
Während sich die Fluten der Weißeritz und der Elbe längst verlaufen haben und die Schäden mit aller Kraft beseitigt werden, hält die Hochwassersituation im Untergrund noch an. Grundwasserstände, die gebietsweise mehr als vier Meter über den langjährigen Mittelwerten liegen, gefährden bestehende Gebäude und zukünftige Investitionen.
Grundwasserspezialisten des Dresdner Umweltamtes und Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert, trafen sich gestern mit Grundwasserexperten des Sächsischen Umweltministeriums, des Landesamtes für Umwelt und Geologie und des Staatlichen Umweltfachamtes im Rathaus. Auf Initiative des Bürgermeisters stimmten die Projektpartner in einem ersten Workshop ab, wie sie das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 400.000 Euro unterstützte Forschungsprojekt "Hochwassernachsorge Grundwasser Dresden" umsetzen. Das Projekt läuft voraussichtlich bis Februar 2004.
Ziel der Forschung ist es, konkrete Vorhersagen für die Grundwasserentwicklung in Dresden zu treffen. Damit können Bauherren verlässlich planen und Maßnahmen zum Schutz vor Grundwasser einleiten. Mehr als zehn Sächsische Ingenieurbüros bringen dabei ihre Fachkompetenz ein, koordiniert vom Dresdner Grundwasserforschungszentrum. Die Projektleitung liegt beim Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden und wird von einer seit zehn Jahren mit den Grundwasserverhältnissen Dresdens vertrauten Hydrogeologin wahrgenommen. Die Stadt Dresden übernimmt mit diesem Projekt eine Pilotfunktion für andere hochwassergefährdete Städte bundesweit. Begleitet und unterstützt werden die Arbeiten durch das Sächsische Umweltministerium, das Landesamt für Umwelt und Geologie und das Staatliche Umweltfachamt. So ist eine enge Verzahnung der unterschiedlichen Behördenebenen sichergestellt. Der Verantwortliche des Forschungszentrums Jülich GmbH, der vom BMBF als Projektträger eingesetzt wurde, zeigte sich gestern beeindruckt von der Kompetenz und Konstruktivität der Workshopteilnehmer.
Unmittelbar nach dem Hochwasser war allen Beteiligten schnell klar, dass der erhöhte Grundwasserspiegel eine Gefahr für die Landeshauptstadt darstellt. Der Geschäftsbereich Wirtschaft und Umwelt, unter Leitung von Dirk Hilbert organisierte bereits Anfang September 2002 eine breite Allianz zwischen Umweltbehörden, Forschungseinrichtungen und Ingenieurbüros, um eine wirksame Strategie zur Lösung der Probleme zu entwickeln. Im Oktober 2002 stellte die Landeshauptstadt Dresden den Antrag beim BMBF zur Finanzierung des wissenschaftlich anspruchsvollen und unmittelbar praxisbezogenen Forschungsprojektes "Hochwassernachsorge Grundwasser Dresden".

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