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Meldung vom 27.01.2003

Ab Mai 2003 Ausstellung "Feuer !" in den Technischen Sammlungen Dresden

Am 24. Mai 2003 eröffnen die Technischen Sammlungen Dresden die Ausstellung "Feuer!", eine Schau über die Geschichte von Feuergefahr und Feuerwehr. In den vergangenen Monaten ist im Ernemannbau auf der Junghansstraße für diesen Zweck eine moderne Ausstellungsetage entstanden. Auf 600 Quadratmetern werden künftig über 400 Objekte zur Geschichte und zur Gegenwart von Feuerwehr und Feuergefahren gezeigt. Eine der größten und ältesten deutschen Sammlung zur Technik- und Kulturgeschichte des Brandschutzes bekommt damit ein repräsentatives Domizil. Diese in ihrem Kern erhaltene und bis heute einzigartige Sammlung, konnte von der Öffentlichkeit bisher nur teilweise in einer kleinen Ausstellung des Dresdner Stadtmuseums besucht werden. Im vergangenen Jahr zogen alle Exponate in die Technischen Sammlungen Dresden um.
Die Gestaltung der Ausstellung und die dafür nötige Sanierung finanzierte die Stadt Dresden gemeinsam und zu gleichen Teilen mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 800.000 Euro.
Die Technischen Sammlungen gehen davon aus, dass die neue Ausstellung jährlich zusätzlich bis zu 20.000 Besucherrinnen und Besucher anziehen wird.
Mit der Ausstellung "FEUER!" richten sich die Technischen Sammlungen Dresden ebenso an die Freunde der Feuerwehr, wie an die vielen jungen Besucher des Museums. In einer von flammenähnlichen Metallkörpern geprägten Raumarchitektur, die von den Dresdner Architekten Rolf Klinkenbusch und Daniel Kunze entworfen wurde, wird die Ausstellung den Bogen schlagen von den katastrophalen Feuersbrünsten in den alten Städten bis zum Untergang Dresdens im Frühjahr 1945 und von den Eimerketten vergangener Jahrhunderte bis zu hochgerüsteten Lösch- technik der Gegenwart. Präsentiert wird auch das erste bürgerschaftliche Engagement der Freiwilligen Löschcorps damals bis hin zum hochqualifizierten Rettungsprofi heute.
Im Zentrum des Ausstellungsraumes und durch Glaswände gegen die übrigen Bereiche abgeschirmt ist ein modernes Feuer-Laboratorium eingerichtet. Begleitend zur ständigen Ausstellung werden hier regelmäßig Brand- und Lösch-Experimente vorgeführt. Die Besucher sind dazu eingeladen, die Natur des Feuers zu entdecken und sich selbst im Umgang mit Feuergefahren zu erproben. Die Präsentation von Versuchen bietet vor allem jungen Museumsbesuchern Gelegenheit zu praktischer und doch ungefährlicher Erkundung der faszinierenden und der gefahrvollen Potenziale des Feuers. Raum für weitere begleitende Veranstaltungen bietet ein Studiensalon. Geplant sind hier u.a. Vorführungen und Vorträge zur aktuellen Risikoforschung. Ganz besonders wird die Ausstellung Familien und Schulklassen von der Grundschule bis zur gymnasialen Oberstufe ansprechen. Mit speziellen Angeboten für vertiefende Führungen und Seminare wird sich das Museum an die Freiwilligen Feuerwehren und die Jugendfeuerwehren Sachsens wenden.
Die Geschichte des Brandschutzes und der Brandbekämpfung wird auf eindrucksvolle Weise in einer Sammlung dokumentiert, die seit nahezu einhundert Jahren von der Dresdner Berufsfeuerwehr zusammengetragen worden ist. Mit Originallöschfahrzeugen, Geräten und Schutzanzügen, mit detailgetreuen Modellen und einer reichen fotografischen Dokumentation nicht nur der Dresdner Feuerwehrgeschichte zeigt die Stadt seit den 1920er Jahren ihren Bürgern in mehreren großen Ausstellungen die stolze Geschichte und die tatsächlich auch im nationalen Maßstab häufig führenden Leistungen in Technik und Organisation der eigenen Feuerwehr. Die Ausstellung wird berichten vom Leben in den alten Städten mit der ständigen Bedrohung durch vernichtende Brände, von der allmählichen technischen Ausrüstung der Städte gegen die Brandgefahren und von den neuen Brandherden in den Theatern, Kinos, Warenhäusern und Lagerhallen der Großstätte.

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