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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2003/01/c_047.php 29.05.2015 00:03:16 Uhr 17.11.2019 03:02:10 Uhr
Meldung vom 13.01.2003

Dresdner Stadtarchiv bietet Podium für Geschichte und Gegenwart

"Die Montagsmaler" - Ausstellung und Kolloquium im Jahr der Behinderten 2003
In der heutigen Pressekonferenz informierte der Amtsleiter des Dresdner Stadtarchivs, Thomas Kübler, gemeinsam mit dem Direktor der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik der Universitätsklinik Dresden, über die Ausstellung "Die Montagsmaler" und das heute stattfindende Kolloquium " Die heilende Kraft der Bilder - Psychomatik und Kunst" im Dresdner Stadtarchiv.
Thomas Kübler: "Als Stadtarchiv leben wir nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch im Heute der Dresdner Bürger. Wir fühlen uns verpflichtet, Dresdnern für ihre Themen ein Podium zu geben und dies bewusst mit dem Blick auf Morgen."
Vor diesem Hintergrund ermöglicht das Stadtarchiv im Internationalen Jahr der Behinderten 2003 einer Gruppe ehemaliger Patienten der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik (PSO) an der Universitätsklinik Dresden, die Planung und Gestaltung einer eigen Ausstellung. Ergebnis ist die Ausstellung "Die Montagsmaler". Es entstanden, jeden Montagabend Reflexionen der Stadt, vom Alltag, der Umgebung und eigenen Entdeckungen von besonders erlebenden Menschen.
Das Dresdner Stadtarchiv möchte damit integrieren und aktivieren. Der Bürgermeister für Soziales, Tobias Kogge wird die Ausstellung heute Abend, 19.00 Uhr eröffnen. Musikalisch umrahmt wird die Vernissage von Mitgliedern der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Ausstellungen gibt es in den Räumen des ehemaligen Mehlspeichers auf dem Gelände der Elisabeth-Boer-Straße 1 seit 1994.
Dem Stadtarchiv und seinen Mitarbeitern ist es wichtig, gerade mit dem Blick des Archivars aktuelle Entwicklungen und Diskussionen zu begleiten und zu gestalten. Neben der Ausstellung organisierte Thomas Kübler gemeinsam mit dem Direktor der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik der Universitätsklinik Dresden und der Gruppe der "Montagsmaler" ein Kolloquium zum Thema: "Die heilende Kraft der Bilder - Psychosomatik und Kunst" (Psychosomatik- Wissenschaft von der Bedeutung seelischer Vorgänge für die Entstehung und den Verlauf körperlicher Krankheiten) Ärzte, Therapeuten aber auch Künstler und Architekten werden gemeinsam mit der Gruppe der "Montagsmaler" aus Dresden heute ab 14.00 Uhr diskutieren.
Unterstützt wird das Projekt u.a. von der AOK Sachsen und dem Universitätsklinikum "Carl Gustav Carus"der Technischen Universität Dresden.
Die Ausstellung im Stadtarchiv kann bis zum 28. Februar 2003, jeweils ab 9.00 Uhr dienstags und donnerstags bis 18.00 Uhr sowie mittwochs bis 16.00 Uhr und freitags bis 14.00 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.
Die Gruppe "Die Montagsmaler" gibt es seit dem Sommer 2001. Sie entstand als Antwort auf die praktische Frage: "Wie verbringt man die vielen Abende in einer Psychotherapeutischen Kinik?" Ein vorhandener Kunsttherapieraum und "freien" Malutensilien waren ein interessantes Experimentierfeld. Diese "Entdeckung" sprach sich herum, jetzt gehören der Gruppe ca. 12 Männer und Frauen an. Die Ausstellung im Stadtachiv ist für die Gruppe ein Riesenschritt in die Öffentlichkeit. Die "Montagsmaler selbst, zu ihren Intentionen: "Wir sind keine "echten" Künstler, sondern eher wie Sonntagsfahrer - die fahren auch nicht wie die Profis, haben aber Spaß dabei! Den Spaß beim Malen sieht man unseren Bildern an. Sie sind deshalb Kunst - nämlich LEBENSKUNST."

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