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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2003/01/c_011.php 29.05.2015 00:02:50 Uhr 15.09.2019 10:55:29 Uhr
04.01.2003

Weiteres Ansteigen des Pegelstandes der Elbe

Dresdner Pegel um 21 Uhr bei 6,27 Metern

Amtliche Verlautbarung:Seit heute früh 9 Uhr arbeitet ein Krisenstab der Landeshauptstadt Dresden, um Vorsorge für die Stadt bei steigendem Hochwasser der Elbe zu treffen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden bereits in der Nacht ins Universitätsklinikum gerufen. Im Neubau der Kinderklinik an der Pfotenhauer Straße sickerte Grundwasser in die Kellerräume. Ebenfalls betroffen war das Haus 19. Bis in die heutigen Mittagstunden waren Feuerwehrleute mit Pumparbeiten beschäftigt. Restliche Arbeiten konnten mit betriebsinternen Pumpen erledigt werden.Die ab Hochwasser-Alarmstufe II (fünf Meter Pegelstand) notwendigen Kontrollen wurden ausgeführt. Schwerpunkte waren dabei: Laubegaster Ufer; Wilhelm-Weitling-Straße; Friedrich-Wieck-Straße und die Umgebung; Gohlis (Deichbereiche). Inzwischen ist die Alarmstufe III (sechs Meter Pegelstand) ausgerufen.

An den Sandsacklagerplätzen werden von Stadtteilfeuerwehren Säcke gefüllt, an Bürger ausgegeben bzw. auch durch die Feuerwehren an gefährdeten Bereichen verbaut. Die Sandsackfüllplätze sind an folgenden Stellen eingerichtet:
- Straßenmeisterei Hansastraße (neben Shell-Tankstelle)
- Fa. Nestler, Henningsdorfer Straße 7
- Bauhof Cossebaude, Bahnhofstraße 19
- Freiwillige Feuerwehr Lockwitz, Am Plan
Die Sandsackabfüllplätze sind heute bis 23 Uhr und morgen ab 9 Uhr geöffnet. Der Platz in Lockwitz hat durchgehend geöffnet. Insgesamt wurden bisher etwa 4 200 Sandsäcke ausgegeben. Die Anwohner gefährdeter Gebiete bekamen Informationen über Vorsorgemöglichkeiten durch Lautsprecherwagen der Polizei (siehe Pressemitteilung von 13:45 Uhr). Der Gohliser Deich erfuhr eine Verstärkung mit Planen und Sandsäcken durch die Freiwillige Feuerwehr und das Technische Hilfswerk. Das Straßen- und Tiefbauamt hat Straßensperrungen vorgenommen, die bis zu einem Pegelstand von sieben Metern Vorsorge treffen. Seit 14 Uhr ist das Bürgertelefon 488 7666 geschaltet. Auf Grund des vom Sächsischen Staatsministerium des Innern heute Nachmittag ausgerufenen Katastrophen-Voralarms ist der Katastrophenstab der Stadt rund um die Uhr besetzt, damit auch das Bürgertelefon. Weitere Telefone: - Dresdner Verkehrsbetriebe Tel. 857 10 11 - Feuerwehr Tel. 8 15 50

Die vom Sächsischen Landesamt für Umwelt und Geologie herausgegebenen Prognosen für morgen 7 Uhr mit 6,50 bis 6,70 Meter und für 19 Uhr mit 6,65 bis 6,85 Meter sind inzwischen auf die unteren Werte orientiert worden. Damit ist bei aller Sensibilität ratsam, Ruhe und Augenmaß zu bewahren. Oberbürgermeister Ingolf Roßberg bittet alle Bürgerinnen und Bürger, die nahe der Elbe wohnen, trotz der verständlichen Ängste nicht in Panik auszubrechen. Zurzeit gibt es keinerlei Anzeichen für eine Wiederholung des August-Hochwassers.

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