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09.08.2001

Marie-Gey-Brunnen sprudelt wieder

Pressemitteilung

9. August 2001 / l / r / Skre

Marie-Gey-Brunnen sprudelt wieder

Hunde können wieder ihren Durst löschen


Ab heute sprudelt der Brunnen am Friedrich-List-Platz wieder. Detlef Thiel, Leiter des Grünflächenamtes, nimmt den Marie-Gey-Brunnen, auch bekannt als Marienbrunnen, nach abgeschlossener Sanierung wieder in Betrieb.

Im letzten viertel Jahr musste sich der Marienbrunnen einer Verschönerung unterziehen. Damit das Wasser nicht mehr aus der Trinkwasserleitung eingespeist werden muss, ließ das Grünflächenamt eine moderne Wasserumwälzanlage installieren. Auch Natursteinarbeiten waren nötig. Zudem wurde ein Pumpenraum errichtet und die Aphrodite, die Bronzefigur, die in einer Muschelschale posiert, restauriert. Bislang hatte der Brunnen ein Fassungsvermögen von 2,7 Kubikmetern Wasser, das nicht umgewälzt wurde, sondern aus der Trinkwasserleitung floss. Während der Sanierung hob die Baufirma die Beckensohle an, so dass nur noch rund 1,6 Kubikmeter Wasser in das Becken passen. Dadurch werden die Betriebskosten erheblich gesenkt.

Die Kosten für die Sanierung stehen mit 84.000 Mark zu Buche, Sponsorengelder ermöglichten dafür einen Zuschuss von 12.000 Mark. Allein die DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH stellte 10.000 Mark zur Verfügung.

Den Brunnen schuf Georg Wrba in den Jahren 1908 bis 1910. Er erhielt den Auftrag vom Vater der Malerin und Grafikerin Marie Gey-Heinze. Die Künstlerin lebte von 1881 bis 1908 und erhielt in Dresden ihre Ausbildung. Das Marienbrunnen besteht aus einem achteckigen Sandsteinbecken. In der Mitte befindet sich ein massiver Sockel, auf dem die überlebensgroße bronzene Aphrodite-Figur mit erhobenen Armen thront. Sie wird von vier Putten, die auf Bronzesockeln sitzen, gestützt. An dem steinernen Sockel in der Brunnenmitte sind an jeder Seite jeweils ein Wasserspeier, ein Fischkopf aus Sandstein, angeordnet. Die vier Hundetränken an den außenliegenden Ecken des Brunnens werden durch Überläufe aus dem großen Brunnenbecken gespeist. Für die Aphrodite stand die Frau des Malers Otto Westphal, Margarete, Modell.



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