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https://www.dresden.de/de/kultur/nachhaltigkeit.php 17.06.2020 10:40:48 Uhr 15.07.2020 02:47:34 Uhr

Kultur und Nachhaltigkeit

Digitales Symposium „Zukunftskunst! Wert und Wirkung nachhaltiger Kunst und Kultur“

Im Jahr 2030 wirken alle Dresdner Kultureinrichtungen als starke Institutionen in die Gesellschaft, indem neben einem vielfältigen und qualitativ hochwertigen künstlerischen Programm, umfassende Bildungsangebote für alle Generationen greifen sowie Partnerschaften mit Wissenschafts- und Umweltinstituten übergreifendes Denken und Handeln fördern. Jeder Kulturbetrieb hat seit 2020 erfolgreich eine Nachhaltigkeitsstrategie implementiert, die einerseits Maßnahmen zum Klimaschutz enthält und die andererseits innere soziale und wirtschaftliche Strukturen zukunftsfähig aufgestellt hat.

Mit „Zukunftskunst! Wert und Wirkung nachhaltiger Kunst und Kultur“ will das Amt für Kultur und Denkmalschutz das oben skizzierte Zukunftsszenario in Bezug auf Nachhaltigkeit weiter ausbauen. Das digitale Symposium bildet dazu den Auftakt für die gemeinsame Entwicklung einer Strategie zur Implementierung ausgewählter Nachhaltigkeitsziele in den Kulturbetrieben Dresdens.

Gemeinsam mit Dresdner Kultureinrichtungen sowie nationalen und internationalen ExpertInnen wird in unterschiedlichen digitalen Gesprächsformaten zu Themen wie nachhaltige „Struktur und Verwaltung“, „Kommunikation und Vertrieb“, „Produktion - Technik und Werkstätten“, „Künstlerischer Bereich“ und „Bildung und Vermittlung“ gearbeitet.

Im Anschluss an das Symposium werden in einem bottom-up-Prozess beteiligte Kultureinrichtungen gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus dem Umwelt- und Wissenschaftsbereich an spezifischen Nachhaltigkeitsthemen arbeiten. Diese sollen jeweils in den Arbeitsbereichen von und mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermittelt werden, um anschließend Strategien zur Erreichung spezifischer Nachhaltigkeitsziele zu entwickeln. Gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige Strategien in den Kulturbetrieben umsetzen zu können.

Harald Welzer | „Kunst & Kultur als New Deal für die Gesellschaft“

Programm

Öffentliche Veranstaltung

  • 24. Mai 2020, 18 - 19.30 Uhr
    • Grußwort Annekatrin Klepsch (Zweite Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus)
    • Prof. Dr. Harald Welzer | „Kunst & Kultur als New Deal für die Gesellschaft“

      Welzer entwirft konkrete Zukunftsbilder für den Kulturbereich und für eine lebenswerte sowie nachhaltige Zukunft und zeigt, dass die vielbeschworene „Alternativlosigkeit“ in Wahrheit nur Phantasielosigkeit ist. Gerade jetzt durch die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens braucht es für Kunst und Kultur einen Neustart.

      Moderation: Gunda Röstel

Die folgenden Veranstaltungen sind nicht öffentlich. Eine Anmeldung ist erforderlich.

  • 27. Mai 2020

    • 10 – 12 Uhr

      Juliane Moschell | Einführung

      Prof. Dr. Uwe Schneidewind | „Zukunftskunst – Die große Transformation“

      Anschließend ist er im Gespräch mit Dr. Annett Baumast (Moderation), Dr. Markus Egermann und Juliane Moschell

    • 13 – 15 Uhr

      „Für eine urbane, menschliche und nachhaltige Kultur - die Charta der kulturellen Zusammenarbeit und die Oper Lyon mit dem Zentrum für kulturelle Entwicklung"
      Best Practice Oper Lyon und die kulturelle Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt (FR) mit Naïs Bédiat & Marc Villarubias

      Moderation: Ulrike Cadot-Knorr
      Das Gespräch findet in englischer Sprache statt.

      Die Charta für kulturelle Zusammenarbeit mobilisiert die großen Kultureinrichtungen von Lyon angesichts ihrer Solidaritätsverpflichtungen gegenüber Stadtgebieten und Menschen mit besonderen Bedarfen. Sie ist ein Arbeitsdokument, das sich an die Akteure in den Bereichen Vereinswesen, Soziales, Bildung, Kultur und Kunst richtet. In diesem Zusammenhang entstand das Zentrum für kulturelle Entwicklung an der Oper Lyon. Die Abteilung ist damit beauftragt, kulturelle Aktionen in Partnerschaft mit anderen assoziativen oder öffentlichen Akteuren der Region im Dienste der Bürger zu konzipieren und durchzuführen. Jede Saison entwickelt das Team in Zusammenarbeit mit mehr als 250 Partnern und 30.000 Teilnehmenden "maßgeschneiderte" Projekte, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Oper.

  • 28. Mai 2020

    • 10 -12 Uhr

      „Die 17 Nachhaltigkeitsziele im Rampenlicht der Berlinale“
      Best Practice: Berlinale (DE) mit Adrienne Boros

      Moderation: Valentina Marcenaro

      In einem bottom-up-Prozess gestartet, arbeitet die Berlinale bereits seit einigen Jahren an der Umsetzung nachhaltiger Projekte. Das Festival stellt die besondere Verantwortung von Kultur und Filmindustrie zur Erreichung von nachhaltigen Entwicklungen in den Fokus und bekannte sich im Rahmen der 70. Ausgabe im Februar entsprechend zu den 17 Nachhaltigkeitszielen. Dabei zeigt sich das Engagement der Internationalen Filmfestspiele Berlin insbesondere an vier Zielen: SDG 4 Hochwertige Bildung / SDG 5 Geschlechtergleichheit / SDG 9 Industrie, Innovation und Infrastruktur / SDG 12 nachhaltige/r Konsum und Produktion.

    • 13 – 15 Uhr

      "Kunst & Ökologie – Ausstellungen mit dem Fokus Nachhaltigkeit, Klimawandel, Recycling, Urbanistik"

      Best Practice: Kunsthaus Wien (AUT) mit Eva Engelberger

      Moderation: Sophia Kontos

      Ausgehend von den zukunftsweisenden Ideen Friedensreich Hundertwassers zu Umwelt- und Gesellschaftspolitik schafft das KUNST HAUS WIEN einen einmaligen Ort, der Kunst und Ökologie verbindet. Seit 2014 mit der Übernahme von Bettina Leidl als Direktorin präsentiert das Haus als Wiens erstes Grünes Museum KünstlerInnen, die sich mit Themen wie Nachhaltigkeit, Klimawandel, Recycling, Urbanistik oder generationenübergreifender Verantwortung aus heutiger Sicht kritisch und visionär auseinandersetzen. Mit ihrer künstlerischen Herangehensweise arbeiten sie gesellschaftspolitische Zusammenhänge heraus und regen den Diskurs darüber an. Ein Museum ist auch ein Werteproduzent, der als öffentliche Institution eine gesellschaftspolitische Haltung zu vermitteln hat. Aus diesem Grund legt das KUNST HAUS WIEN neben der inhaltlichen Ausrichtung ebenfalls im operativen Betrieb und im Arbeitsalltag auf ein nachhaltiges Handeln Wert. Sichtbare und unsichtbare Prozesse im Museumsbetrieb werden nach höchstmöglichen ökologischen Standards durchgeführt: 1) Mit Ressourcen wird sorgsam umgegangen, 2) Reparaturen sind das Mittel erster Wahl, 3) Beim Kauf neuer Produkte wird auf lange Lebensdauer, wiederverwertete Rohstoffe, Recycelbarkeit und Umweltverträglichkeit geachtet. Im Jahr 2018 wurde das KUNST HAUS WIEN als erstes Museum mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet.



  • 29. Mai 2020

    • 10 - 12 Uhr

      "
      Mobilising Arts and Culture for the Green Transition - with Julie's Bicycle"
      Best Practice: Julie´s Bicycle (GB) mit Lucy Latham

      Moderation: Valentina Marcenaro
      Das Gespräch findet in englischer Sprache statt.

      Climate change is a defining challenge for the 21st Century. Rapid urban population growth and diminishing natural resources combined with the effects of extreme weather and sea- level rise are already straining city infrastructure and creating societal discontent.
      Culture and creativity are tools for transformative change and are needed to achieve a circular and sustainable economy – from the products we design; the festivals, plays and artwork we create; to the stories we share about our material world. The arts are inspiring new behaviours and practices and contributing to innovations in material, economic, and social design. Artists and cultural professionals have important yet chronically underexploited potential to leverage – even lead – public engagement with sustainability.
      This talk from Julie’s Bicycle will focus on the principles of creative climate leadership and movement-building for a resilient sector with sustainability ethics at its core. The talk will introduce our flagship partnership programme with Arts Council England – and what we have learned over the last 8 years - and also introduce how organisations can start building and embedding environmental literacy and good practice. The talk will focus on the importance of policy in galvanising transformational change – at organisation, funder, and city levels.
      Julie’s Bicycle is a London-based charity that supports the creative community to act on climate change and environmental sustainability. Founded over a decade ago by the UK music industry, we now work across arts and culture to reduce environmental impacts and inspire environmental ambition and leadership.


  • 2. Juni 2020

    • 10 – 12 Uhr

      „Erste Schritte der Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung am Deutschen Hygiene Museum Dresden – ein Umsetzungsbeispiel der Sächsischen Landesstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 
      Best Practice aus Sachsen mit Albrecht Handke und Dr. Carola Rupprecht

      Moderation: Ulrike Cadot-Knorr

      Das Sächsische Staatsministerium für Kultus stellt die 2019 verabschiedete Sächsische Landesstrategie BNE und deren Ziele vor. Anknüpfend daran führt das Deutsche Hygiene-Museum Dresden in die Implementierung von BNE in die Vermittlungsarbeit am Museum ein.

      Das Deutsche Hygiene-Museum als ‚Museum vom Menschen‘ lädt seit vielen Jahren dazu ein, sich mit Nachhaltigkeitsthemen auseinanderzusetzen. So zum Beispiel in den Sonderausstellungen Reichtum. Mehr als genug (2013), Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode (2016), Von Pflanzen und Menschen. Ein Streifzug über den grünen Planeten (bis März 2020) und, ganz aktuell, Future Food. Essen für die Welt von morgen“. Darüber hinaus finden hier seit 2011 zahlreiche Veranstaltungsreihen zum Thema statt, so u.a. die in Kooperation mit dem Zukunftsstadtbüro der Landeshauptstadt, dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung und der Friedrich-Ebert-Stiftung eigens entwickelte Reihe Zurück oder Zukunft. Wie wir in Dresden leben wollen?.
      Die Abteilung für Bildung und Vermittlung ist nun erste Schritte gegangen, um die „Sächsische Landesstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2019) auch in die Vermittlungsarbeit zu implementieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Angebote kultureller Bildung so konzipiert werden können, dass sie Impulse geben für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung. Diese Überlegungen sowie konkrete Umsetzungsideen werden vorgestellt.

    • 13 – 15 Uhr

      Kultur nach der Krise" | Diskussion und online-fishbowl Format

      Die Covid-19-Krise stellt den Kulturbetrieb vor existentielle Herausforderungen. Welche Folgen wird der Ausnahmezustand der letzten Monate für die Kultur haben? Wie steht es tatsächlich um die viel beschworene „Systemrelevanz“ von Kunst und Kultur? Bietet die Krise auch eine Chance für einen Systemwechsel hin zu nachhaltigeren, entschleunigten und kreativeren Produktions- und Förderstrukturen? Oder wird sie angesichts knapper Ressourcen die Verteilungskämpfe verschärfen und soziale Desintegration fördern?
      Wir laden Sie ein diese Fragen mit uns zu diskutieren. In einem experimentellen online-fishbowl Format können Sie sich an der Diskussion beteiligen. Melden Sie sich zu Wort und nehmen Sie den virtuellen freien Videostuhl in der Diskussion ein.

      mit Annekatrin Klepsch, Jasmin Vogel sowie Thomas Ostermeier

      Moderation: Stephan Hoffmann


  • 3. Juni 2020

    • 14 - 16 Uhr

      Im Dreiklang - Bund, Land, Stadt
      „Aktivitäten, Leitfäden, Vernetzung und Kulturentwicklungsplanung"

      mit Dr. Sebastian Brünger und Dr. Lutz Nitsche (Kulturstiftung des Bundes),
      Dr. Manuel Frey (Kulturstiftung des Freistaates Sachsen),
      Dr. David Klein (Amt für Kultur und Denkmalschutz, Landeshauptstadt Dresden) sowie
      Jacob Sylvester Bilabel (Green Music Initiative)

      Moderation: Juliane Moschell

      Im Anschluss Zusammenfassung des Smyposiums und Ausblick | Dr. David Klein

  • 4. Juni 2020

    Working Groups mit lokalen Experten (Teilnahme nur auf Einladung)

 

Hintergrund

Das gesamte Symposium findet aufgrund der momentan vorherrschenden Allgemeinverfügung zur Corona-Pandemie digital statt. Technischen Hinweise und Links zu den Streams folgen in Kürze.

Bei inhaltlichen Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen aus dem Amt für Kultur und Denkmalschutz zur Verfügung

Juliane Moschell (Programmleitung) via jmoschell@dresden.de

Ulrike Cadot-Knorr via ucadotknorr@dresden.de

Sophia Kontos via skontos@dresden.de

Interessierte können sich bei Valentina Marcenaro via vmarcenaro@dresden.de anmelden.


Die Veranstaltung wird von der Lokale Agenda 21 für Dresden e. V. durchgeführt, inhaltlich konzipiert und organisatorisch vorbereitet wurde sie durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden.

Referentinnen und Referenten

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