Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/kultur/nachhaltigkeit.php 26.11.2020 11:48:55 Uhr 28.11.2020 02:30:11 Uhr

Kultur und Nachhaltigkeit

Die Dresdner Kulturverwaltung hat sich gemeinsam mit den nachgeordneten Kultureinrichtungen zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit als Strategiethema im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung anzugehen. Bis 2030 sollen alle Dresdner Kultureinrichtungen mit einer erfolgreich implementierten Nachhaltigkeitsstrategie in die Gesellschaft wirken, indem neben einem vielfältigen und qualitativ hochwertigen künstlerischen Programm umfassende Bildungsangebote für alle Generationen greifen sowie Partnerschaften mit Wissenschafts- und Umweltinstituten übergreifendes Denken und Handeln fördern. Jeder Kulturbetrieb hat seit 2020 erfolgreich eine Nachhaltigkeitsstrategie implementiert, die einerseits Maßnahmen zum Klimaschutz enthält und die andererseits innere soziale und wirtschaftliche Strukturen zukunftsfähig aufgestellt hat.

Dies impliziert einerseits Maßnahmen zum Klimaschutz – wie ressourcenschonende Produktion, umweltfreundliche Energie und Technik oder Kommunikation ohne Print-Produkte – und andererseits den Wandel von inneren sozialen Strukturen - etwa Geschlechter- und Altersgerechtigkeit, faire Löhne bei fairen Arbeitsbedingungen. Dabei spielt die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eine zentrale Rolle.

Für den kommunalen Kultursektor muss in diesem Zusammenhang in den nächsten Jahren vor allem der Handlungsrahmen definiert werden, in welchem sinnvolle Maßnahmen etabliert werden können.

Im Mai 2020 initiierte das Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden mit einer digitalen Tagung zum Thema „Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur“ den Auftakt für die Umsetzung dieser Vision. Gemeinsam mit externen Partnern wurden ausgehend von der Metaebene einzelne Arbeitsbereiche in Kulturbetrieben in Augenschein genommen.

Aktuelles

Kulturamt gewinnt bei bundesweitem Ideenwettbewerb

Projekt „Culture for Future“ durch Rat für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet

Die Landeshauptstadt Dresden, das Amt für Kultur und Denkmalschutz, ist eine der zehn Gewinnerinnen des Ideenwettbewerbs „Kultur + Nachhaltigkeit = Heimat“ des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE), einem von der Bundeskanzlerin berufenen Gremium. Gemeinsam mit dem Umweltzentrum Dresden e.V. überzeugte das Amt für Kultur und Denkmalschutz mit dem Projekt „Culture for Future“ die Expertenjury. Insgesamt hatten sich 268 Projekte beworben. Das auf zwölf Monate angelegte Projekt wird mit maximal 50.000 Euro gefördert. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines Leitfadens für nachhaltige Kultur, der die Implementierung von nachhaltigem Handeln anhand konkreter Maßnahmen im Dresdner Kultursektor aufzeigen und ermöglichen soll.

„Wir freuen uns sehr, unter den Gewinnern zu sein. Das zeugt davon, dass wir mit unseren Bestrebungen, die Dresdner Kulturlandschaft bis 2030 anhand der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN zu denken und auszubauen, einen wichtigen Impuls setzen. Dresden kann und wird in diesem Feld eine bundesweite Vorreiterrolle einnehmen“, bekräftigt Annekatrin Klepsch, Zweite Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus.

„Mit dieser Förderung und dem einhergehenden Zuspruch durch den Rat für Nachhaltige Entwicklung können wir nun ganz praktisch die nachhaltige Entwicklung der Dresdner Kulturlandschaft voranbringen. Nicht nur die Kulturinstitutionen und Akteure, sondern auch das Publikum und die Stadtgesellschaft werden davon profitieren“, ergänzt Dr. David Klein, Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz.

Die Expertenjury und der Wettbewerb

Die Entscheidung über die Gewinner traf eine Jury aus den Ratsmitgliedern Ulla Burchardt, Jörg-Andreas Krüger, Lisi Maier, Hubertus Paetow und Gunda Röstel. Da der Ideenwettbewerb auf einer Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturrat beruht, war zudem Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Teil der Jury. Voraussetzung für eine Teilnahme am Wettbewerb war, dass mindestens eine Institution aus dem Bereich Natur- und Umweltschutz und eine aus dem kulturellen Sektor in dem antragstellenden Projekt zusammenarbeiten. Ziel des Wettbewerbs ist es, durch den Austausch von Kulturschaffenden und Naturschutzakteuren neue Perspektiven auf Kultur und Umwelt zu fördern.

Rat für Nachhaltige Entwicklung

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung fördert mit dem Fonds Nachhaltigkeitskultur Ideen gesellschaftlicher Akteure, die unsere Alltagskultur nachhaltiger machen. Der Fonds Nachhaltigkeitskultur besteht seit 2017. Auf Initiative des Bundestages stellte das Bundeskanzleramt über einen Zeitraum von vier Jahren ein Fördervolumen von 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der Fonds soll bewährte Ansätze stärken und auch neue Wege gehen, um eine gesellschaftliche Transformation zu mehr Nachhaltigkeit anzustoßen.

"Kulturpolitik der Nachhaltigkeit"

Wir waren zu Gast in der Web-Talk-Reihe "Kulturpolitik der Nachhaltigkeit" der Kulturpolitischen Gesellschaft. Dabei ging es um "Fördersysteme und Unterstützungsbedarfe für eine nachhaltige Kulturpraxis".

Programm

  • "Zwingt uns bitte" – Kulturförderung und Klimaschutz (Kirsten Haß, Kulturstiftung des Bundes)
  • Strategien und Umsetzungen von Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur als Aufgabe der Kulturverwaltung (Dr. David Klein, Stadt Dresden)
  • Nachhaltigkeitsberatung für Kulturorganisationen (Maximilian Kromer, EnergieAgentur.NRW)
Fördersysteme und Unterstützungsbedarfe für eine nachhaltige Kulturpraxis

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