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https://www.dresden.de/de/kultur/kulturfoerderung/kulturpreise/stadtschreiber.php 01.10.2021 14:29:01 Uhr 21.10.2021 13:48:08 Uhr

Dresdner Stadtschreiber

Allgemeine Informationen

  • Kategorie: Literatur
  • Donator: Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden
  • Gründungsjahr: 1996
  • Intention: Stifter und Organisatoren erwarten, dass der/die Stadtschreiber/in die Zeit weitgehend in Dresden verbringt, die literarischen Traditionen dieser Kulturstadt bereichert und durch eigene Veranstaltungen der Bedeutung von Sprachkultur und Literatur Impulse verleiht.
  • Verleihungsmodus: halbjährliches Stipendium für einen Arbeitsaufenthalt in Dresden von 1500 Euro pro Monat und kostenlose Bereitstellung von Wohnraum in diesem Zeitraum
  • Auswahlverfahren: Entscheidung durch eine unabhängige Jury
  • Ehrungstypus: eine Eröffnungslesung im Juni erfolgt im Rahmen des Stipendiums
  • Bewerbungsmodalitäten: Bewerbungen deutschsprachiger Autorinnen und Autoren, von denen eine eigenständige Publikation erschienen ist, sind mit folgenden Unterlagen in jeweils sechsfacher Ausfertigung an das Amt für Kultur und Denkmalschutz zu richten: Maschinenschriftliche Textprobe (8 bis maximal 12 A4-Seiten); Lebenslauf und künstlerischer Werdegang sowie eine Biobibliografie; Darlegung von Motiv, Zielen und Vorstellungen, die mit der Bewerbung verbunden sind; ggfalls. Beschreibung eines konkreten Arbeitsvorhabens. 

Antrittsvorlesung der Dresdner Stadtschreiberin 2021 Kathrin Schmidt

Den Auftakt ihres sechsmonatigen Aufenthaltes von Juni bis November als Dresdner Stadtschreiberin machte Kathrin Schmidt mit einer Lesung aus ihren Gedichten und Prosatexten. Anschließend gab es ein Gespräch mit der Literaturredakteurin der Sächsischen Zeitung, Karin Großmann, die Teil der Jury des Stipendiums Dresdner Stadtschreiberin ist.

Kathrin Schmidt

Geboren 1958 in Gotha, arbeitete als Diplompsychologin, Redakteurin und Sozialwissenschaftlerin. Seit 1994 ist sie freischaffende Schriftstellerin. Für ihre Romane und Gedichte erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Deutschen Buchpreis 2009, den Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 1998 und den Leonce-und-Lena-Preis 1993.

In Dresden ist sie bereits durch eine herausragende Dresdner Rede am Staatsschauspiel 2010 aufgefallen und als Finalistin beim Dresdner Lyrikpreis 2018. Kathrin Schmidt begründet ihre Bewerbung als Dresdner Stadtschreiberin mit den Worten: „Seit langem schon zieht mich Dresden in seinen (für mich niemals zwiespältig gewordenen) Bann.“

In der Begründung der Jury heißt es: „Kathrin Schmidt setzte sich mit herausragenden Gedichten durch, die ihre lyrische Kompositionskunst einmal mehr beweisen. Die Verse verbinden ungewöhnliche sprachliche Bilder mit Musikalität, jedes Gedicht offenbart hohe Konzentration und Tiefgründigkeit. Kathrin Schmidt versteht es, eine offene Dichte in ihren Texten herzustellen, mit der sie die Möglichkeiten des poetischen Schreibens auslotet. Des Weiteren überzeugte sie auch mit einem ausführlich und leidenschaftlich beschriebenen historisch grundierten Prosa-Vorhaben, an dem sie u. a. während ihrer Zeit in Dresden arbeiten möchte.“

Die Jury setzte sich zusammen aus: Michael Bittner (freier Autor), Karin Großmann (Sächsische Zeitung), Uta Hauthal (freie Autorin), Dr. Julia Meyer (SLUB), Juliane Moschell (Amt für Kultur und Denkmalschutz) und Jörg Scholz-Nollau (Buchhändler).

Antrittslesung Dresdner Stadtschreiberin 2021

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