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https://www.dresden.de/de/rathaus/dienstleistungen/amerikanische-faulbrut-bienen.php 07.07.2021 08:34:39 Uhr 23.01.2022 16:37:36 Uhr

Amerikanische Faulbrut der Bienen

Allgemeine Infos Amerikanische Faulbrut

Das Ausbruchsgeschehen der anzeigepflichtigen Tierseuche Amerikanischen Faulbrut der Bienen (AFB) hält in Dresden weiter an. Trotz der Aufhebung von sechs Sperrbezirken seit dem Jahr 2018, gibt es zum aktuellen Zeitpunkt zwei Sperrbezirke (s. Karte rechts), welche große Teile der Stadt Dresden betreffen. Die genauen Ausdehnungen der aktuellen Sperrbezirke finden Sie im Themenstadtplan unter der Rubrik Themen/Aktuelles. Die Bildung der Sperrbezirke erfolgte durch Allgemeinverfügungen (diese sind weiter unten auf der Seite zu finden) und es wurden entsprechende Anordnungen getroffen. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Dresden (VLÜA) hat als zuständige Behörde die Seuchenbekämpfung aufgenommen.

Die Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung zur Festlegung eines gefährdeten Bezirkes im gesamten Stadtgebiet Dresden wurde 2019 aufgehoben. Zur Überwachung der AFB und Identifizierung unbekannte Seuchenherde wird im Zeitraum vom 01.02.2019 bis 31.12.2022 im Freistaat Sachsen erstmals ein flächendeckendes Monitoringprogramm durchgeführt. Im gesamten Untersuchungszeitraum von 4 Jahren sollen alle Bienenvölker beprobt werden. Die amtliche Probennahme wird durch das VLÜA durchgeführt. Mit dem jeweiligen Bienenhalter wird dazu vorab Kontakt aufgenommen. Sowohl die Probennahme als auch die Untersuchung der Proben sind für den Imker kostenfrei.

Das VLÜA weist hiermit nochmal auf die gesetzliche Verpflichtung aller Bienenhalter hin, unabhängig davon ob die Bienenvölker ihren Standort in einem Sperrbezirk haben oder nicht, ihren jeweils aktuellen Tierbestand und die Standorte mit Völkerzahl dem zuständigen Veterinäramt zu melden. Nur so kann gewährleistet werden, dass eine möglichst flächenhafte Kontrolle und Bekämpfung der Seuche erfolgen kann.

Die AFB ist eine für Bienen hochansteckende Seuche. Sie führt dazu, dass ältere verdeckelte (ERIC I) bzw. jüngere unverdeckelte (ERIC II) Bienenmaden absterben und so eine Fortpflanzung des Bienenvolkes unmöglich wird. Einmal in ein Bienenvolk eingetragen, können die Sporen in der Bienenbrut wieder aktiv werden und die Larven töten. Während geringe Mengen an Sporen für ein Bienenvolk nicht bedrohlich sind, kommt es bei einem hohen Sporeneintrag schnell zu einem Zusammenbruch und Absterben des Volkes. Es sind dann in den Brutwaben weder Larven noch Puppen anzutreffen, sondern nur eine kaffeebraune, fadenziehende Masse. Da der Erreger sich hartnäckig in der Umwelt halten kann, sind auch alte, verlassene für Bienen zugängliche Bienenstände und achtlos zurückgelassene Gerätschaften, an denen noch Wachs, Waben oder Honig anhaften, mögliche Infektionsquellen, die es zu vermeiden gilt.

Für Menschen ist die Faulbrut ungefährlich und auch Honig kann bedenkenlos verzehrt werden.

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