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https://www.dresden.de/de/rathaus/dienstleistungen/amerikanische-faulbrut-bienen.php 15.07.2022 09:23:12 Uhr 01.12.2022 18:20:00 Uhr

Amerikanische Faulbrut der Bienen

Die Amerikanischen Faulbrut der Bienen (AFB) ist eine anzeigepflichtige Bienenseuche und wird durch ein sporenbildendes Bakterium verursacht. Eine Infektion führt zur Schädigung der Bienenbrut. Während geringe Mengen an Sporen für ein Bienenvolk nicht bedrohlich sind, kommt es bei einem hohen Sporeneintrag schnell zu einem Zusammenbruch und Absterben des Volkes. Es sind dann in den Brutwaben weder Larven noch Puppen anzutreffen, sondern nur eine kaffeebraune, fadenziehende Masse. Da der Erreger sich hartnäckig in der Umwelt halten kann, sind auch alte, verlassene für Bienen zugängliche Bienenstände und achtlos zurückgelassene Gerätschaften, an denen noch Wachs, Waben oder Honig anhaften, mögliche Infektionsquellen, die es zu vermeiden gilt. Für Menschen ist die Faulbrut ungefährlich und auch Honig kann bedenkenlos verzehrt werden. Seit dem Beginn des massiven Ausbruchsgeschehens im Jahr 2016 konnten zahlreiche Sperrbezirke nach erfolgreicher Faulbrutbekämpfung wieder aufgehoben werden. Zum aktuellen Zeitpunkt existiert noch der Sperrbezirk Friedrichstadt, in dem noch Sanierungen bzw. Nachuntersuchungen notwendig sind.

Die genaue Ausdehnung des Sperrbezirkes finden Sie im Themenstadtplan unter der Rubrik Themen/Aktuelles.

Die Bildung der Sperrbezirke erfolgte durch Allgemeinverfügungen und es wurden Anordnungen entsprechend der Bienenseuchen-Verordnung getroffen. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Dresden (VLÜA) ist die für die Seuchenbekämpfung zuständige Behörde. Zur Überwachung der AFB und Identifizierung unbekannte Seuchenherde wird im Zeitraum vom 1. Februar 2019 bis 31. Dezember 2022 im Freistaat Sachsen erstmals ein flächendeckendes Monitoringprogramm durchgeführt. Im gesamten Untersuchungszeitraum von vier Jahren sollen alle Bienenvölker beprobt werden. Die amtliche Probennahme wird durch das VLÜA sowie amtlich bestellte Bienensachverständige durchgeführt. Mit dem jeweiligen Bienenhalter wird vorab Kontakt aufgenommen. Sowohl die Probennahme als auch die Untersuchung der Proben sind für den Imker kostenfrei. In der Landeshauptstadt Dresden ist die Bienendichte hoch. Das VLÜA weist auf die gesetzliche Verpflichtung aller Bienenhalter hin ihren jeweils aktuellen Tierbestand und die Standorte mit Völkerzahl zu melden. Nur so kann gewährleistet werden, dass eine möglichst flächenhafte Kontrolle und Bekämpfung der Bienenseuchen erfolgen kann.

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