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08.09.2017

In Klotzsche entsteht eine Einrichtung für wohnungslose Menschen

Die Stadtverwaltung Dresden richtet das Objekt Zur Wetterwarte 34 als Wohnheim für 51 wohnungslose Menschen ein. Das neue Heim soll im Sommer 2018 fertig sein.

„Die neue Einrichtung bietet Menschen ein Zuhause, bei denen eine Abhängigkeitserkrankung mit chronischer Mehrfachschädigung vermutet wird oder bereits festgestellt wurde. Dafür bietet das Gebäude, das früher als Lazarett genutzt wurde, optimale bauliche und räumliche Voraussetzungen. Bislang war das Haus als Übergangswohnheim für Flüchtlinge vorgesehen. Die Unterbringungskapazitäten für Asylbewerber reichen jedoch aus. Anders verhält es sich mit Angeboten für wohnungslose Menschen. Ihr Platzbedarf ist innerhalb der letzten fünf Jahre um 20 Prozent gestiegen. Es gilt, die Notfallinfrastruktur behutsam dem Bedarf anzupassen. Die dezentrale Lage des Objekts bietet sich dafür an“, begründet Dresdens Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann die Standortentscheidung.

Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen ihren Alltag möglichst selbstbestimmt gestalten können. Dafür erhalten sie professionelle Hilfen und Begleitung von sozialpädagogischen und medizinischen Fachkräften, zum Beispiel bei der Tagesstrukturierung und bei der Bewältigung ihrer gesundheitlichen Schwierigkeiten. „Das wird nur mit viel Geduld, Schritt für Schritt, und mit guter Netzwerkarbeit gelingen. Wir setzen deshalb auf einen Betreiber mit starken Partnern in der Region“, kündigt Kaufmann an. Die Stadt wird die Betreibung der Einrichtung im ersten Quartal 2018 ausschreiben.

In das Gebäude und die Außenanlagen werden bis Sommer 2018 rund 150 000 Euro investiert.
Die Stadt verzeichnet aktuell 320 wohnungslose Menschen (Stand 31. Juli 2017) in einer städtischen Unterkunft. Bis zu 331 Unterbringungsplätze stehen derzeit zur Verfügung. Davon entfallen 295 Plätze auf sieben Wohnungslosenheime und 36 Plätze auf 16 Gewährleistungswohnungen. Eine Wohnungslosenunterkunft kann prinzipiell nur mit Zustimmung des Sozialamts aufgesucht werden. Dazu prüfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den konkreten Unterbringungsbedarf (z. B. Schlafplatz oder Wohnung). An Schließtagen des Sozialamts nimmt das Übergangswohnheim in der Hubertusstraße 36c Wohnungsnotfälle auf. Neben dem Sozialamt bieten unter anderem das Diakonische Werk - Stadtmission Dresden e. V. und die Gemeinnützige Gesellschaft Striesen Pentacon e. V. Auskunft und Beratung für wohnungslose Menschen an.

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