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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2015/11/pm_054.php 13.11.2015 14:21:41 Uhr 28.11.2021 22:13:24 Uhr
Meldung vom 13.11.2015

Konzertsaalakustik Dresdner Kulturpalast

"Die Akustik ist das Wesen des neuen Konzertsaales, und eine gute Akustik gehört zu den entscheidenden Bedingungen für die erfolgreiche Arbeit eines jeden Dirigenten. Ich freue mich sehr, dass die Arbeiten am Saal so gut vorangehen und dass die Zusammenarbeit mit den Architekten und Akustikplanern so konstruktiv und reibungslos verläuft. Ich bin ganz sicher, dass die Besucher unserer Konzerte im neuen Haus die exzellente Klangkultur der Dresdner Philharmonie ganz neu und in höchster Qualität hören werden", so der Chefdirigent der Dresdner Philharmonie Michael Sanderling.

Mit der Neukonzeption des Konzertsaales im Kulturpalast, soll dem 1969 eröffneten Gebäude wieder seine ursprüngliche zentrale Rolle als kultureller städtischer Treffpunkt zuteilwerden. Die originäre Raumfolge um den zentralen Konzertsaal mit den Foyer-Flächen zum Altmarkt, dem Chorprobensaal und den zentralen Treppenhäusern werden denkmalgerecht erneuert, die Fassaden energetisch saniert. Im zentralen Innenbereich des Hauses wird ein neuer Konzertsaal implementiert. Er ist die Hauptspielstätte der Dresdner Philharmonie und bietet gleichzeitig auch die Möglichkeit einer multifunktionalen Nutzung. Ergänzt werden die Nutzungen durch die städtische Zentralbibliothek, den Kabarettsaal „Herkuleskeule“. 

Der neue, weinbergförmige Saal ist das Herzstück des Projektes Kulturpalast und wir Platz für 1785 Besucher bieten. Die Bühne steht im Zentrum, das Publikum rückt nah an das Podium heran. Die Architekten verringern die Breite des neuen Saales im Vergleich zum Bestand und setzen auf komplex orientierte Saaloberflächen. Die neuen Dimensionen des Raumes und die differenzierte Struktur der Saaloberfläche sind wesentliche Voraussetzungen für die Realisierung der hohen Erwartungen an den neuen Philharmonischen Konzertsaal. Ein Reflektor oberhalb der Bühne unterstützt das gegenseitige Hören der Musizierenden. Das Podium selbst erhält mobile, elektrisch steuerbare Hub-Podeste, mit denen verschiedene Veranstaltungsformen in kurzer Zeit eingerichtet werden können. 

Optisch prägen klare geometrische Strukturen den neuen Konzertsaal. Den Höhepunkt bildet eine fest installierte Orgel, die mit 55 Registern besonders für das sinfonische Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts geeignet ist und damit einmalig in der Dresdner Orgellandschaft sein wird. 

Im Bühnengeschoss werden unter anderem Stimmzimmer für verschiedene Instrumentengruppen, Einzelgarderoben für Gastkünstler, ein Lager für Tasteninstrumente, ein internes Bistro und Büros für die Angestellten des Hauses und der Dresdner Philharmonie eingerichtet. Im Erdgeschoss befinden sich ein Probensaal, die Garderoben für die Orchestermitglieder und Lager- und Archivräume. Weitere Lager für Equipment und die Proberäume für Schlagzeug sind im Keller untergebracht. Ein großer Lastenaufzug mit direktem Außenzugang verbindet alle drei Ebenen des Backstage-Bereiches. Der Bühneneingang an der Nordseite ist als zentraler Eingang für Künstler und Personal vorgesehen.

Den Auftrag für den Ausbau des Konzertsaales erhielt die Firma Lindner AG. Referenzen des Unternehmens sind u. a. Konzertsäle in Kopenhagen und Paris. Die Ausbau des Konzertsaales hat im August diesen Jahres begonnen und wir bis Ende 2016 abgeschlossen sein. 

Derzeit werden an einer mehr als über fünf Meter langen Musterachse im Originalmaßstab letzte Abstimmungen für Oberflächen, Materialien wie z. B. die Furniere und Stühle des neuen Konzertsaales vorgenommen. Gleichzeitig werden die neuen Leuchten des Hauses am Modell hinsichtlich ihrer Lichtqualität und der Revisionsmöglichkeiten getestet. Die Konstruktion erhält darüber den akustische „Feinschliff“. Alle Fügungen werden nochmals am Muster durch die Architekten und Akustiker begutachtete. Dann folgen letzte Anpassungen zwischen Bauherren, Architekten und Baufirmen hinsichtlich Technologie, Kosten und Terminplan. 

Die ersten Deckenelemente des zukünftigen Konzertsaales sind bereits auf die neue Stahlunterkonstruktion gesetzt. Hierzu ist unterhalb der zukünftigen Decke des Konzertsaales, auf einem Raumgerüst, eine Arbeitsebene installiert, die es ermöglicht die erforderlichen Arbeiten in dieser Höhe auszuführen. 

Im Mai 2017 soll das erste Konzert stattfinden und der modernisierte Kulturpalast am Altmarkt eröffnen. Damit belebt die Landeshauptstadt die Idee eines Kulturzentrums neu, das viele Menschen begeistern und dem internationalen Rang Dresdens entsprechen wird. Ein Haus der Künste und des Wissens, ein Ort der Begegnung, ein Raum für Kommunikation: der neue Dresdner Kulturpalast führt diese Vision in die Zukunft.

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