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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2015/07/pm_084.php 31.07.2015 09:11:40 Uhr 15.11.2018 10:34:59 Uhr
27.07.2015

Asylbewerberheim in Stetzsch öffnet planmäßig am Mittwoch

Bürgermeister Winfried Lehmann zeigt sich bestürzt über die Anschläge auf das neue Übergangswohnheim für Asylbewerber in Stetzsch: „Solche Eskalationen verurteile ich auf das Schärfste. Sie sind widerwärtig und menschenverachtend. Wir wollen in Dresden den Flüchtlingen Schutz und Hoffnung bieten und keine Gewalt.“ Das Asylbewerberheim wird trotz der Anschläge wie geplant am Mittwoch, 29. Juli, eröffnen und 33 Flüchtlinge aufnehmen.

Bei dem Anschlag am Sonntag, 26. Juli, wurden sechs Fensterscheiben an der Hofseite des Gebäudes eingeschlagen. Die Stadt hat die Reparatur der Scheiben bereits veranlasst, so dass die Schäden bis morgen, 28. Juli, beseitigt sind. Die Höhe des Schadens kann noch nicht beziffert werden. „Das Sozialamt hat sofort reagiert, so dass die Einrichtung planmäßig am Mittwoch ans Netz gehen kann. Wir tun alles dafür, um den Flüchtlingen ein sicheres und menschenwürdiges Zuhause auf Zeit bieten zu können“, so Bürgermeister Lehmann weiter.

Für das Übergangswohnheim für Flüchtlinge war von vornherein eine Überwachung durch die Heimleitung und ein Wachschutz mit 24-stündiger Präsenz ab dem 29. Juli vorgesehen. Aufgrund des Anschlags hat das Sozialamt den Wachschutz bereits ab Nacht, 27. Juli, beauftragt. Die Initiative „Willkommen in Löbtau“ und eine sich in Bildung befindliche Initiative der Heilandskirche Cotta haben ihre Hilfe für die neuen Asylbewerber angekündigt. „Wir danken jedem Unterstützer ganz herzlich für die Hilfe“, betont Bürgermeister Lehmann.

Der Stadtrat hatte im Dezember 2014 nach intensiver Diskussion dem Vorschlag des Sozialamtes zugestimmt, im ehemaligen Hotel „Lindenhof“ 40 Unterbringungsplätze für Flüchtlinge einzurichten. Mit dem neuen Wohnheim im Dresdner Westen verfügt die Landeshauptstadt Dresden über insgesamt 13 Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber mit dann insgesamt 787 Plätzen.

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