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10.08.2010

Einweihung Denkmal für Kreuzkantor Ernst Julius Otto

Nachlass der Familie Sprung ermöglichte Sanierung

Bürgermeister Dr. Ralf Lunau weiht heute auf dem neu gestalteten Platz zwischen Kreuzkirche und neuem Hotel am Altmarkt das kulturhistorisch wertvolle Julius-Otto-Denkmal ein. Das Denkmal für den 22. Evangelischen Kreuzkantor wurde restauriert und neu gestaltet. Der Künstler Niklas Klotz orientierte sich an den historischen Vorlagen von Gustav Kietz (1824-1908) sowie den noch vorhandenen Gipsabgüssen und fügte der ursprünglichen Gruppe als zeitgenössischen Kommentar eine neue Figur hinzu. Diese Plastik hebt sich in Bearbeitung, Material und Farbe von der historischen Figurengruppe ab und stellt damit diesen aktuellen Zeitbezug her.

Ernst Julius Otto war ein bedeutender Musiker, der von 1828 bis 1875 den Dresdner Kreuzchor leitete. Das ursprüngliche Denkmal wurde 1886 vor der ehemaligen Kreuzschule am Georgplatz enthüllt. Gustav Kietz war ein Schüler des Bildhauers Ernst Rietschel. 1942 wurden die Bronzeteile des Denkmals zu militärischen Zwecken eingeschmolzen. Die Gipsabdrücke blieben erhalten, konnten 1945 geborgen und in den 80er Jahren konservatorisch behandelt werden.

Der Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden beschloss 1998 das Denkmal wieder aufzustellen. Mit dem Übergang des Nachlasses von Prof. Dr. Hans Bernhard Sprung (Direktor der Chirurgischen Klinik an der Medizinischen Akademie „Carl Gustav Carus“ von 1946 bis 1963) an die Landeshauptstadt Dresden standen dankenswerterweise die erforderlichen Mittel zur Verfügung. Die Kommission für Kunst im öffentlichen Raum der Landeshauptstadt Dresden lobte daraufhin 2007 einen Gestaltungswettbewerb aus. Der Entwurf des Künstlers Niklas Klotz ging daraus als Preisträger hervor. Das Projekt kostet  ca. 154 000 Euro. Aus dem Nachlass konnten 80 000 Euro dafür genutzt werden.

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