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09.01.2008

Unternehmensansiedlung ermöglicht Entwicklung der ehemaligen Heeresbäckerei

Mit dunkelgraubraunen Mauern und schwarzen Fensterhöhlen begrüßen die Speicher auf der Brache der ehemaligen Heeresbäckerei die Besucher Dresdens, die von Norden oder vom Flughafen kommend in die Innenstadt fahren. Für die Entwicklung des gesamten Gebietes hat die Landeshauptstadt Dresden jetzt einen städtebaulichen Masterplan aufgestellt, der es ermöglicht, die Brache in ein attraktives Eingangstor für Dresden zu verwandeln und Raum für verschiedenartige Nutzungen zu schaffen. Die südliche Teilfläche wurde bereits 1998 städtebaulich neu entwickelt: Seit 1999 ist dort ein Einkaufszentrum angesiedelt und in der ehemaligen Heeresbäckerei hat das Stadtarchiv seinen Sitz. Mit dem neuen Masterplan wird der 1998 begonnene innerstädtische Wiederbelebungsprozess in diesem Gebiet fortgesetzt.

„Mit diesem Masterplan können wir nicht nur ein Signal für die Attraktivität Dresdens als Wirtschaftsstandort setzen, sondern auch einen städtebaulich wichtigen Impuls für die Entwicklung der Brache der ehemaligen Heeresbäckerei geben," fasst der Erste Bürgermeister Dr. Lutz Vogel zusammen.

Geplant sind folgende Nutzungen:

Auf rund 5.000 Quadratmeter Fläche sollen der Getreidespeicher und die Getreidemühle saniert werden, um dem Stadtarchiv die dringend notwendige Erweiterung für die gesetzlich vorgeschriebene Archivierungspflicht zu ermöglichen.

Weitere 8.500 Quadratmeter der jetzigen Brachlandschaft sollen als Baufläche für Gewerbeansiedlungen und Unternehmenserweiterungen entwickelt werden. Dieses Vorhaben entspricht der Strategie der kommunalen Wirtschaftsförderung, innerstädtische Gewerbebrachen für die Entwicklung von Gewerbeflächen zu nutzen.

Der seit 2000 im kommunalen Gewerbepark Technopark Nord angesiedelte Dresdner Pharmazieanlagenhersteller Pharmatec GmbH, eine 100prozentige Tochter der Bosch-Gruppe, will sich erweitern und plant im Norden der Stadt - vorrangig auf dem Gelände der ehemaligen Heeresbäckerei - ein pharmazeutisch-biotechnologisches Kompetenzzentrum (pbK). Vorgesehen dafür ist einen Fläche von etwa 18.000 Quadratmetern. Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert begrüßt diese Entscheidung: „Die Erweiterungsabsichten dieser renommierten Firma unterstreichen auch im neuen Jahr die Attraktivität Dresdens für Zukunftstechnologien. Die Pharmatec GmbH wird ihre Kompetenzen im Bereich pharmazeutischer Anlagenbau weiter ausbauen. Qualifizierte Fachkräfte und die dynamische Entwicklung des Unternehmens in Dresden sind die Basis für den Erfolg des Projektes."

Die nördliche Spitze des Gesamtgebietes ist für eine Parkfläche mit etwa 150 Stellplätzen vorgesehen. Damit wären der seit langem diskutierte Parkplatzbedarf sowohl für die Unternehmen im Industriegelände als auch für die Kultur- und Veranstaltungsszene im Industriegebiet gedeckt. Außerdem bietet der Parkplatz Dresden-Besuchern aus dem Umland attraktive Umsteigemöglichkeit zu S-Bahn und Straßenbahn.

Die Stadtverwaltung hat das Ansiedlungs- und Erweiterungsvorhaben in enger Abstimmung mit dem Freistaat Sachsen, den Eigentümern und Genehmigungsbehörden vorbereitet. Für die Herrichtung, Erschließung und Verwertung der Brache soll die Stadt eine Fläche von insgesamt ca. 33.300 Quadratmetern erwerben und unter Einwerbung von GA-Fördermitteln (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur") ab 2008 entwickeln. Im Interesse der Rettung des Gesamtareals ist vorgesehen, den südlichen Speicher abzureißen. Über die entsprechende Vorlage soll der Stadtrat am 24. Januar entscheiden.

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