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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2007/01/pm_043.php 29.05.2015 01:12:54 Uhr 18.11.2019 10:40:19 Uhr
Meldung vom 22.01.2007

Zukunft für sächsische ÖKOPROFIT-Projekte

Betriebe zum Energiesparen, Umweltschutz und Kostensenken angeleitet

Für das erste Projekt ÖKOPROFIT in Sachsen beginnt jetzt der Endspurt. Seit knapp einem Jahr nehmen 15 kleine und mittelständische Unternehmen aus verschiedenen Branchen am Projekt „Ökoprofit Dresden“ durch. Dabei wurden die Unternehmen durch Umweltberater in Workshops und bei Beratungen im Betrieb dazu angeleitet, Maßnahmen zum Umweltschutz und der Ressourceneinsparung umzusetzen und gleichzeitig ihre Betriebskosten zu senken. Im letzten Workshop, der gestern (18.01.07) bei der Industrie- und Handelskammer stattfand, stellten die Unternehmen ihre Umweltprogramme und die Maßnahmen vor, die sie bis zur Kommissionsprüfung realisieren möchten.

Die Maßnahmen für Energie- und Ressourceneinsparungen, Verbesserung des Umwelt-, Rechts- und Arbeitsschutzes sind so vielfältig wie die teilnehmenden Betriebe. Doch was das ökologische Kinderhaus mit der SBS Metalltechnik und allen anderen Teilnehmern gemeinsam hat: Durch das Projekt wurden alle dazu gezwungen, sich direkt mit dem „Öko“-Anteil des Projektes auseinander zu setzen, um den „Profit“-Anteil zu erreichen. „Die teilnehmenden Betriebe wurden zu einer ‚Leidensgemeinschaft’, die sich aber gegenseitig zu neuen Ideen inspirieren liessen“, wie ein Teilnehmer beim Abschlussworkshop kommentierte. Wie sehen die Maßnahmen aus? Die Abfalltrennung wird verbessert, Produktionshallen bedarfsgerecht verkleinert, Gebäude nach Wärmeverlusten untersucht und entsprechend abgedichtet, Heizungsrohre isoliert, Beleuchtungstechnik überprüft und erneuert, Stromspitzen ermittelt und durch veränderte Arbeitsabläufe verringert, die Rechentechnik auf energiesparende Geräte umgerüstet. Technische und organisatorische Veränderungen mit unterschiedlichem Investitionsaufwand verschaffen den Betrieben Kosteneinsparungen bis zu mehreren tausend Euro. Wichtiges Fazit neben den finanziellen Einsparungen: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen sind stärker für Umweltschutz und Energieeinsparungen sensibilisiert und motiviert. So wachen die Kinder des „Waschraum-Teams“ im Ökologischen Kinderhaus darüber, dass die Wasserhähne nicht mehr tropfen und die Lichter ausgeschaltet sind und die Mitarbeiter in den „großen“ Unternehmen beachten die Mülltrennung im Pausenraum besser, schalten zum Feierabend auch wirklich alle Geräte aus und überlegen gemeinsam mit ihren Umweltteams, welche Verbesserungen in den Arbeits- und Produktionsabläufen möglich sind.

Im März werden die Industrie- und Handelskammer gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden und den Umweltberatern die Prüfungen der teilnehmenden Betriebe durchführen. Nach erfolgreicher Prüfung werden die Unternehmen dann bei der Abschlussveranstaltung am 14. Juni 2007 im Rathaus als Ökoprofit-Betrieb ausgezeichnet.

ÖKOPROFIT wurde Anfang 1990 im österreichischen Graz konzipiert und mit den Arbeitsmaterialien, die die Landeshauptstadt München für die Verwendung in Deutschland aufbereitet hat, bereits in zahlreichen deutschen Städten erfolgreich umgesetzt. Nach dem Pilotprojekt ÖKOPROFIT Dresden startete auch im Landkreis Löbau-Zittau ein ÖKOPROFIT Durchgang. Ein erstes Zusammentreffen der beiden Projekte wird am 24. Januar 2007 im Dresdner Rathaus stattfinden, um Erfahrungen auszutauschen und vor allem über die Zukunft von ÖKOPROFIT in Sachsen zu sprechen. Dieser ‚Ökoprofit-Gipfel’ wird vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. organisiert. Teilnehmen werden Vertreter der Landeshauptstadt Dresden, der Kreisentwicklungsgesellschaft Löbau-Zittau, der IHK Dresden und des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft.

Das Projekt ÖKOPROFIT Dresden wird im Rahmen des INTERREG III C-Projektes „enercy’ regio“ durchgeführt und vom Freistaat Sachsen und der Europäischen Union unterstützt. Die Regionen Südschweden und die italienische Region Emilia Romagna sind Partner in dem INTERREG III C-Projekt, bei dem die beteiligten Regionen unterschiedliche Methoden der Energieeinsparung durchführen und diese sowie die damit gemachten Erfahrungen untereinander austauschen.

Die folgenden Unternehmen nehmen an dem ersten ÖKOPROFIT Projekt in Dresden teil: Deutsche Werkstätten Hellerau GmbH, Dresdner Gardinen- und Spitzenmanufaktur M. + S. Schröder GmbH Co. KG, Jacobi Systemtechnik GmbH, Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Krankenhaus Dresden-Neustadt, Eigenbetrieb Kindertagesstätten (Ökologisches Kinderhaus), Li-il GmbH Arzneimittel und Arzneibäder, März Menü, Pentacon GmbH, Michel Sandstein GmbH, SBS Metalltechnik GmbH, Schlosshotel Pillnitz, Vandemoortele Deutschland GmbH, WPG Wellpappenwerk Gittersee GmbH und die ZAMEK Nahrungsmittel GmbH.

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