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23.11.2006

Appell für den Schutz des kulturellen und natürlichen Erbes unterzeichnet

Dresden bei internationaler Konferenz in Florenz zum Hochwasserjahrestag vertreten
Dresden hat gemeinsam mit den Städten Florenz, Venedig, Budapest und New Orleans in der vergangenen Woche den „Appell für den Schutz des Planeten und des kulturellen und natürlichen Erbes vor Naturkatastrophen aufgrund des Klimawandels“ unterzeichnet. Die Verabschiedung dieses Appells war der Höhepunkt der Gedenkveranstaltungen am 10. und 11. November anlässlich des 40. Jahrestages des verheerenden Hochwassers von Florenz am 4. November 1966. Zur gleichen Zeit fanden in der italienischen Partnerstadt Dresdens drei Symposien statt, die sich mit der Zukunft der Wasserversorgung und dem ungehinderten Zugang der Menschen zu dieser lebenswichtigen Ressource, mit dem Erhalt und der Restauration von gefährdeten Kunstschätzen und zum Dritten mit dem vorsorgenden Hochwasserschutz befassten.
Die Festveranstaltung im ehrwürdigen „Saal der Fünfhundert“ im Palazzo Vecchio wurde mit einer Grußadresse von US-Senator Edward Kennedy eröffnet. Kennedy, der 1966 selbst als freiwilliger „Angelo de Fango“, als „Schlammengel“ nach Florenz kam, zusammen mit Tausenden anderen Freiwilligen zu helfen, die unersetzlichen Kunstwerke und alten Handschriften aus dem Schlamm zu bergen. Edward Kennedy betonte in seiner Rede die Notwendigkeit, dass auch in den USA umgedacht und mit der Reduktion der Emission von Klimagasen ernsthaft begonnen wird.
In Vertretung der Stadtspitze der Landeshauptstadt Dresden nahm Umweltamtsleiter Dr. Christian Korndörfer, der auch die Projektgruppe Hochwasserschutz Dresden leitet, an den Veranstaltungen teil. Die von Dr. Korndörfer dargelegten Beschlüsse des Dresdner Stadtrates von 1994 zum Klimaschutz und die bisher erreichte CO2-Reduzierung um 70 Prozent gegenüber 1987 fanden großen Beifall. Es herrschte aber Einigkeit zwischen den anwesenden Oberbürgermeistern und Städtevertretern, dass die bisherigen Anstrengungen nicht ausreichen, um den nicht mehr aufzuhaltenden Klimawandel wenigstens so weit abzumindern, dass es nicht zu schlimmsten ökonomischen, sozialen und politischen Verwerfungen und Katastrophen kommt. Handlungsfelder für die Städte sind hier neben der Energie- und Verkehrspolitik Fragen der künftigen Siedlungsentwicklung, der sozialen Integration und der Immigration.
Große Anerkennung fand der Beschluss des Dresdner Stadtrates von 2004 an die Verwaltung, die Folgen des Klimawandels für das künftige Leben in der Stadt Dresden zu ermitteln und notwendige Maßnahmen zur Anpassung abzuleiten. Mit diesem Beschluss ist Dresden weltweit die erste Stadt, die ein solches Anpassungsprogramm ausarbeitet.
Anlage:
Appell für den Schutz des Planeten und des kulturellen und natürlichen Erbes vor Naturkatastrophen aufgrund des Klimawandels

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