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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2006/03/c_094.php 29.05.2015 00:56:13 Uhr 19.11.2019 16:17:40 Uhr
Meldung vom 29.03.2006

In Dresden gilt jetzt die Hochwasser-Alarmstufe 3

Die untere Wasserbehörde im Dresdner Umweltamt hat soeben für die Elbe im Stadtgebiet Dresden die Hochwasser-Alarmstufe 3 ausgerufen. Mit ihr ist zusätzlich zum Melde- und Kontrolldienst ein Wachdienst auf den Deichen und an gefährdeten Gewässerabschnitten verbunden. Am Pegel Dresden (Augustusbrücke) wurde zuletzt 12 Uhr ein Wasserstand von 6,03 Meter registriert. Die Richtwertüberschreitung erfolgte damit deutlich später als vorhergesagt, denn noch gestern hatte das Landeshochwasserzentrum sie für die letzte Nacht erwartet.

Trotzdem gibt es keine Entwarnung. Die Pegelstände an der Elbe werden weiter steigen. Vom Tschechischen Hydrologischen Institut in Prag wird bis morgen am Pegel Usti ein weiterer Anstieg um 1,50 Meter prognostiziert. Ein Hochwasser-Scheitel ist bisher nicht erkennbar.

Das Landeshochwasserzentrum rechnet für die sächsischen Elbpegel mit einem weiteren Anstieg. Für Dresden prognostizieren die Fachleute bis heute 19 Uhr 6,20 Meter bis 6,30 Meter. Morgen früh 7 Uhr steht der Pegel voraussichtlich bei 6,75 Meter bis 6,85 Meter. Im Verlauf des morgigen Nachmittages oder Abends könnte die 7-Meter-Marke überschritten werden.

Großen Einfluss hat die Entwicklung der Wetterlage. Nach den Vorhersagen begünstigen milde Temperaturen und Regen in den Einzugsgebieten von Elbe und Moldau den Tauprozess in den Kammlagen. Das Umweltamt hält die Alarmstufe 1 für den Lockwitzbach und die Vereinigte Weißeritz aufrecht. Am Lockwitzbach steht das Wasser derzeit bei 37 Zentimetern am Pegel Kreischa. Am Pegel Hainsberg wurden für die Vereinigte Weißeritz zuletzt 74 Zentimeter registriert.

Wegen Überflutung an der Elbe ist das Terrassenufer im Dresdner Zentrum zwischen Schloßplatz und Hasenberg gesperrt, außerdem die Böcklinstraße in Dresden-Pieschen. Voraussichtlich heute Nachmittag muss die Pieschener Allee gesperrt werden. Das Messegelände im Ostragehege, wo von Donnerstag bis Sonntag die Messe „Dresdner Ostern“ stattfindet, wird nur noch über die Schlachthofstraße erreichbar sein. Ebenfalls nicht nutzbar sind Teile des Elbradweges, ufernahe öffentliche Parkplätze, Zufahrten, Gehwege und Treppen.

Aktuelle Informationen über Hochwassergefahren, Pegelstände und Prognosen gibt es im Internet unter www.hochwasserzentrum.sachsen.de. Außerdem kann man die automatischen Meßwertansager über Telefon abhören — für die Elbe unter (03 51) 1 94 29, für den Lockwitzbach unter (03 52 06) 2 21 16 und für die Vereinigte Weißeritz unter (03 51) 4 27 13 43. Hinweise zum Verhalten bei Hochwasser können einem Merkblatt, das in den Bürgerbüros und Ortsämtern ausliegt, entnommen werden. Es ist auch im Internet unter www.dresden.de/hochwasser abzurufen. Elb-Anlieger können sich anhand von Karten, die im Internet unter www.dresden.de/umweltauskunft abrufbar sind, über die konkrete Überschwemmungsgefahr für ihre Grundstücke informieren.

Natürlich ist auch jeder, der durch Hochwasser betroffen sein kann, im Rahmen seiner Möglichkeiten und des Zumutbaren verpflichtet eigene Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor Hochwasser und der Schadensminimierung zu treffen. Die Landeshauptstadt Dresden kann für den Eigenbedarf keine Sandsäcke bereitstellen. Das Brand- und Katastrophenschutzamt verfügt über folgende Informationen, wo Bürger Sandsäcke erhalten können:
Firma Nestler, Straße des 17. Juni, 01237 Dresden, Tel. 207 85 31,
Euro Planen GmbH Sachsen, Niederlassung Dresden, Carrierastr. 17/19, 01139 Dresden, Telefon 85 21 80, Fax. 852 18 19, Öffnungszeiten: Mo bis Do 7.30 bis 16 Uhr und Fr 7.30 bis 15 Uhr
Sandsacklager Fa. Seidel und Zwirne, über Fa. Gabionen und Wegebau Rabis, 08393 Meerane, Telefon 037 64 / 476 26, Fax. 037 64 / 40 14 97.
Der Sand ist über den Baustoffhandel oder Baumärkte zu beziehen.

Die Stadt schaltet ab sofort ein Bürgertelefon. Unter der Nummer 4 88 76 66 ist es heute bis 17 Uhr und morgen zwischen 7 und 18 Uhr erreichbar. Die Mitarbeiter geben Auskunft zu hochwassergefährdeten Gebieten, geeigneten Schutzmaßnahmen und weiteren Infor-mationsmöglichkeiten.

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