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Meldung vom 08.03.2005

Nanotechnologie-Studie Region Dresden

Eine Studie zu den Potenzialen der Nanotechnologie und deren zielgerichtete Entwicklung für die Region Dresden gab das Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden in Auftrag. Das Projekt wird zu 75 Prozent gefördert, u. a. aus Mitteln der Europäischen Union.

Ziel der Studie
Mit der Studie sollen wissenschaftliche und unternehmerische Schwerpunkte der verschiedenen Teile der Nanotechnologie in der Region Dresden herausgefunden werden. Neben den Nutzern und Anwendern von Nanotechnologie und Nanotechnologieprodukten werden potenzielle Anwender identifiziert, die mittel- oder langfristig Forschungsergebnisse und Vorprodukte für eigene Produkte einsetzen können. Hierbei soll der Schwerpunkt auf weiteren Branchenclustern wie Mikroelektronik/IT, Biotechnologie, Maschinen- und Analgenbau, Fahrzeugbau sowie Luft- und Raumfahrttechnik gesetzt werden, in denen die Nanotechnologie erfolgversprechende Einsatzmöglichkeiten und Perspektiven in der Region Dresden aufweist.
Im nationalen und internationalen Vergleich sollen Quantität und Qualität der Grundlagenforschung und anwendungsbezogenen Forschung, Unternehmensbestand sowie Ausbildung untersucht sowie Standortvorteile und hemmende Faktoren aufgezeigt werden.

Mit den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen erarbeitet, um zu zeigen, welche Kräfte mobilisiert werden müssen, um ein „Nanotechnologie-Cluster Dresden“ mit europäischer Ausstrahlung zu entwickeln. Geklärt werden dabei folgende Fragen: Welche spezifischen Rahmenbedingungen braucht ein Nanotechnologie-Unternehmen? Wie können Lücken in den Wertschöpfungsketten z. B. durch gezielte Ansiedlungen oder Erschließung neuer Anwendungsfelder geschlossen werden? Wie sollte eine gezielte Förderpolitik aussehen? und Wie kann der Transfer von der Innovation in die Praxis beschleunigt werden?
Wichtiges Instrument dafür ist eine Unternehmensbefragung im März 2005. Die Landeshauptstadt Dresden bittet die Unternehmen und Forschungseinrichtungen um rege Beteiligung, damit eine aussagefähige Datenbasis für die Handlungsempfehlungen entsteht.

Partner
Damit Ergebnisse der Studie schnell konkrete Projekte werden können, sind Partner wie das Nanotechnologie-Kompetenzzentrum „Ultradünne funktionale Schichten“ Dresden, das Sächsische Wirtschaftsministerium, die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, die Ostsächsische Sparkasse Dresden und die IHK einbezogen.
Auftragnehmer ist ein Team, dem namhafte Experten der Zukünftige Technologien Consulting von der VDI Technologiezentrum GmbH sowie der Nano&Micro Technology Consulting angehören. Das Team besitzt große Erfahrungen bei der Beratung junger Technologie-Unternehmen sowie Unternehmensgründer und ist in eine Vielzahl internationaler Nanotechnologie-Gremien eingebunden.

Hintergrund
In Deutschland gibt es gegenwärtig ca. 450 Unternehmen mit insgesamt 60.000 Beschäftigten, die mit der Nanotechnologie aktiv sind. Über 80 Unternehmen davon sind im Raum Dresden angesiedelt, und hier forschen ca. 50 wissenschaftliche Einrichtungen erfolgreich für die Nanotechnologie.
Nanotechnologie wird viele Technologiefelder grundlegend verändern. Der Wissensvorsprung, den die Region auf diesem Gebiet aufbaut, sichert Unternehmen in einer Zeit, in der Arbeitsplätze aus Kostengründen ins Ausland verlagert werden. Aufgrund der besonderen Kompetenzen am Standort sind die Ausgangsbedingungen für weitere Standortentscheidungen internationaler Nanotechnologie-Unternehmen zugunsten Dresdens in den kommenden Jahren erfolgversprechend. Die Zukunftstechnologie ist aber nicht nur für Großunternehmen, sondern auch für kleine und mittlere Firmen interessant. Diese Potenziale gilt es gezielt zu erschließen.

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