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29.06.2004

Straße in Blasewitz erhält den Namen Hans Böhm

Am Donnerstag, 1. Juli 2004 erhält die Nicodéstraße in Dresden- Blasewitz den Namen des Dresdner Musikkritikers Hans Böhm. Die Landeshauptstadt würdigt damit das Lebenswerk dieses rastlosen Musikliebhabers- und kritikers, der in über 55 Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen seine Liebe zur Musik mit Kritik und Lob beschrieb.

Der Erste Bürgermeister Dr. Lutz Vogel und Ortsamtsleiter Dieter Brunow enthüllen das neue Namensschild der Straße feierlich 10:00 Uhr an der Ecke Nicodéstraße/ Goetheallee. Musikalisch begleiten werden den feierlichen Akt die Dresdner Rathauspfeiffer. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen dabei zu sein.

Dresden war Jahrzehnte die Heimat des 1909 geborenen Sohn eines Pfarrers. In Dresden hat er studiert. Mit 20 schrieb er hier seine erste Kritik. Dann unterbrach der Krieg seinen Berufsweg. 1950 kehrte er aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und begann seine freischaffende Tätigkeit als Musikkritiker. Hans Böhm entwickelte sich zu einem geschätzten und sachkundigen Musikkenner. Die Zahl der erschienenen Artikel dürfte bei etwa 14.000 liegen. An über 200 Rundfunksendungen war er beteiligt. Im Deutschlandsender begründete Hans Böhm die Reihe der Galerie-Konzerte. Er war Mitbegründer der Dresdner Musikfestspiele. Die Dresdner kennen Hans Böhm als Chefkritiker der Zeitschrift „Union“, für die er weit über das Rentenalter hinaus schrieb. Themen waren für ihn die Konzerte und Aufführungen aller wichtigen Dresdner Musikeinrichtungen und Klangkörper. Hans Böhm starb im Dezember 1999 in Dresden.

Der Komponist und Dirigent Jean Louis Nicodé der von 1853 bis 1919 in Dresden und Langebrück gelebt hat, erfährt an seinem Wohnort Langebrück weiterhin die Ehrung der Landeshauptstadt Dresden. Auf der Langebrücker Nicodéstraße steht sein Wohnhaus. Mit der Eingemeindung von Langebrück nach Dresden 1999 gab es die Nicodéstraße doppelt.

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