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12.01.2004

Erster Dresdner Markt der Geschichte und Geschichten

Historiker, Heimatforscher und Freunde der Geschichte und von Geschichten sind am 24. und 25. Januar 2004 in das Stadtarchiv Dresden auf der Elisabeth-Boer-Straße 1 eingeladen. Stadtarchiv, Stadtmuseum und die Geschichtswerkstatt des Bürgervereins “Hans-Richter-Siedlung” Dresden Trachau e. V. bereiten für dieses Wochenende das 9. Dresdner Kolloquium zur Dresdner Stadtgeschichte vor. Das Kolloquium begleitet in diesem Jahr erstmals ein „Markt der Geschichte und der Geschichten“.
Die Geschichte der ehemaligen Dörfer, der Vorstädte und Stadtteile, der Betriebe, Schulen und Institutionen stehen im Mittelpunkt. Vorgestellt werden Forschungen über Dresdner Persönlichkeiten, Familien, über Dresdner Lebensweise und Traditionen. Es gibt Dokumentationen, Chroniken und Sammlungen zu sehen. Konsultationen mit Fachleuten, Kurzvorträge und Diskussionen bieten Raum für persönliche Gespräche und Fachsimpeleien. Ob organisiert in Vereinen, in Interessengemeinschaften oder als Hobbyforscher — der „Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten“ bietet die Möglichkeit eigene Forschungsergebnisse zu präsentieren. Über 60 Anmeldungen von Heimatforschern, Bürgervereinen und Stadtteilinitiativen liegen zur Zeit vor, und noch immer gehen Anmeldungen ein. Interessenten melden sich bitte im Dresdner Stadtarchiv unter Telefon 03 51/ 4 88 15 24.

9. Dresdner Kolloquium der Dresdner Stadtteilgeschichte am 24. und 25. Januar
Seit 1996 wurden jährlich Arbeitskolloquien zur Dresdner Stadtgeschichte und zur Dresdner Stadtteilgeschichte organisiert, ein Betrag der Historiker und Dresdner Bürger, das 800-jährige Stadtjubiläum 2006 vorzubereiten.
Das diesjährige Kolloquium beschäftigt sich mit Themen wie: „Verbunden durch den Kaitzbach“, „Kleinzschachwitz - vom Dorf zum Villenvorort“, „Stadtgeschichte in Straßennamen“ und „ Widerspiegelung von Stadtteilleben auf Ansichtskarten“. Der Direktor des Stadtmuseums und Intendant des Stadtjubiläums 2006, Dr. Werner Barlmeyer wird über die „Mitwirkung der Stadtteilhistoriker beim Stadtjubiläum 2006“ referieren.

Von 1866 bis 1999 wurden 65 Landgemeinden, zwei Gutsbezirke und eine Stadt nach Dresden eingemeindet und sieben größere Umgemeindungen vollzogen. Etwa 130 ehedem selbständige Territorien sind heute Teile von Dresden. Die Landeshauptstadt besteht seit den Großeingemeindungen 1997/99 aus 19 Gemeindeteilen: Altstadt, Neustadt, Blasewitz, Cotta, Klotzsche, Leuben, Loschwitz, Pieschen, Prohlis, Plauen, Altfranken, Cossebaude, Oberwartha, Gompitz, Langebrück, Mobschatz, Schönborn, Schönfeld-Weißig und Weixdorf. Die Kolloquien sind Treff- und Koordinationspunkt für Heimatforscher sowie Orts- und Heimatvereine dieser Stadtteile und werden vom Stadtmuseum der Landeshauptstadt organisiert.

Entstanden ist die Veranstaltungsreihe vor allem aus der Arbeit des Stadtmuseums, an den Straßennamenbüchern. Vielfältige Kontakte zu Heimatforschern, Vereinen und Ortsämtern entwickelten sich. Das Kolloquium ermöglicht regelmäßigen Austausch zur Stadtteilgeschichte in Dresden und bietet mit Vorträgen, Ausstellungen und Filmdokumentationen eine Basis für aktive Geschichte. Viele Beiträge aus dem Kolloquium werden in den Dresdner Geschichtsbüchern des Stadtmuseums publiziert. Die Beteiligung an den Kolloquien nahm ständig zu. Begann man 1996 noch mit 60 Teilnehmern, waren es im letzen Jahr bereits 150. Insgesamt wurden auf den acht bisherigen Kolloquien 64 Beiträge präsentiert.

Erster Marktplatz für Dresdner Geschichte und Geschichten
Diese Veranstaltung entstand in Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Institutionen und basiert auf einer vertraglichen Übereinkunft zwischen dem Stadtarchiv und dem Bürgerverein Dresden Trachau e. V. , der u. a. auch vorsieht, das Archivgut des Bürgervereins zu übernehmen, zu sichten und zu erschließen, um so bürgerschaftliches Engagement zu überliefern. In den letzten Jahrzehnten - insbesondere vor 1990 - gibt es hier große Überlieferungslücken dieser aus dem 19. Jahrhundert stammenden Tradition.
Ziel der Übereinkunft zwischen Stadtarchiv und Bürgervereinen ist, die heimatkundliche Forschung zu strukturieren und zu planen. Bei einer Übernahmekapazität des Stadtarchivs von ca. 0,5 Kilometern Archivgut pro Jahr ist eine solche Koordination unumgänglich. Dresden kann zurecht auf eine reiche Landschaft der Heimatforschung schauen. Es gibt eine Vielzahl von einzelnen Personen und Forschungsinitiativen, die Dresdner Stadt- und Alltagsgeschichte erforschen. Fast alle Sparten werden hierbei abgedeckt. Jedoch wurde im Stadtarchiv immer wieder festgestellt, dass viele Initiativen parallel laufen, Forschungen oft miteinander nicht abgestimmt sind und Möglichkeiten des Zusammenwirkens verloren gehen. Der „Markt“ ist eine Möglichkeit, dies zu ändern und Synergien und Forschungskooperationen entstehen zu lassen. Letzteres ist gerade im Hinblick auf das Stadtjubiläum 2006 unabdingbar, um bürger-chaftliches Engagement der Dresdnerinnen und Dresdner für die Heimatforschungen zu nutzen.

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