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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2023/09/pm_087.php 21.09.2023 14:06:59 Uhr 24.05.2024 15:44:12 Uhr

Verkehrsversuch für Radwege auf dem Blauen Wunder wird durchgeführt

Die geplante Markierung eines Radstreifens auf dem Blauen Wunder im Rahmen eines Verkehrsversuches hat in den vergangenen Tagen für erhebliche Diskussionen gesorgt. „Alleine die heftige Debatte hat gezeigt, dass es ein Informationsdefizit gegeben hat und sowohl Stadträte als auch Stadtbezirksbeiräte mehr Erklärungen seitens der Verwaltung erwartet haben. Ich habe den zuständigen Fachbereich ausdrücklich gebeten, das nachzuholen und so wird dies unter anderem im Stadtbezirksbeirat Blasewitz am 27. September geschehen“, erklärt Oberbürgermeister Dirk Hilbert. „Es ist völlig unstrittig, dass die Situation für Radfahrende rund um das Blaue Wunder verbessert werden muss. Ein Verkehrsversuch kann hier Klarheit über den richtigen Weg geben. Klar muss aber auch sein: Sollte sich herausstellen, dass der ÖPNV unverhältnismäßig benachteiligt wird, muss man den Versuch auch wieder abbrechen.“  

Sowohl Stadtratsbeschlüsse als auch das Radverkehrskonzept der Landeshauptstadt Dresden sehen eine Verbesserung der Situation für den Rad- und Fußverkehr auf dem Blauen Wunder vor. Gegenwärtig sind zwischen Körner- und Schillerplatz keine vom übrigen Verkehr getrennten Radverkehrsanlagen vorhanden, sodass Radfahrende oftmals gefährdet sind. Trotz fehlender Radverkehrsanlagen ist die Radverkehrsmenge auf dem Blauen Wunder seit 2018 um 46 Prozent gestiegen. Der Kfz-Verkehr hat im selben Zeitraum um 13 Prozent abgenommen.

Um Radfahrstreifen auf dem Blauen Wunder und in der Zufahrt zum Schillerplatz einrichten zu können, ist der Wegfall eines Fahrstreifens des Kfz-Verkehrs notwendig. Im Vorfeld wurden durch die Spurreduktion erhebliche Verlustzeiten für die Buslinie 61 und 84 aus Richtung Grundstraße in der Spitzenstunde früh berechnet. Durch die Anpassung der Ampel-Steuerung am Schillerplatz konnten diese reduziert werden. 

Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn: „Wir möchten evaluieren, welche Auswirkungen die Markierung der Radverkehrsanlage auf den ÖPNV, Auto-, Rad- und Fußverkehr hat. Deshalb werden die Radfahrstreifen als Verkehrsversuch markiert. Erst nach dessen Auswertung kann entschieden werden, ob die Radstreifen beibehalten werden. Die Dresdner Verkehrsbetriebe unterstützen den Verkehrsversuch, um die realen Auswirkungen auf die Fahrtzeiten der Busse zu ermitteln.“

Die Markierungen für den Verkehrsversuch werden, sofern die Witterungsverhältnisse es zulassen, am 15. Oktober 2023 aufgebracht. Bis dahin sind auch Deckensanierung und die Markierungsarbeiten auf der Bautzner Straße abgeschlossen. Der Verkehrsversuch soll maximal ein halbes Jahr dauern.