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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2023/02/pm_005.php 03.02.2023 14:11:19 Uhr 21.02.2024 20:33:44 Uhr

Seit 2021 wurden zahlreiche häufige Unfallstellen in Dresden entschärft

Straßen- und Tiefbauamt plant weitere Maßnahmen für 2023

Die Unfallkommission hat in den vergangen zwei Jahren zahlreiche Stellen in Dresden entschärft, an denen sich häufig Unfälle ereignet haben. „Dank der Zusammenarbeit von Experten und Entscheidungsträgern ist die Umsetzung von kleinen verkehrsorganisatorischen Maßnahmen zur Unfallbekämpfung in kurzer Zeit möglich. Aber auch langfristige Maßnahmen, etwa die Ausrüstung einer Kreuzung mit einer Lichtsignalanlage oder bauliche Anpassungen, werden auf den Weg gebracht“, erläutert Simone Prüfer, Leiterin des Straßen- und Tiefbauamts. 

2022 wurden unter anderem folgende Unfallhäufungsstellen entschärft:

Lichtsignalanlage Radeburger Straße/Autobahn-Anschlussstelle Dresden-Hellerau
Unfallsituation: Unfälle zwischen parallel abbiegenden Kraftfahrzeugen 
Maßnahme: Anpassung der Markierung innerhalb der Kreuzung zur besseren Führung der Abbieger
Kosten: 900 Euro

Scharfenberger Straße/Sternstraße: Erweiterung des Kreisverkehrs mit Fußgängerüberwegen 
Unfallsituation: Unfälle beim Einbiegen/Abbiegen 
Maßnahmen: Einrichtung von Fußgängerüberwegen in den Zu- und Abfahrten des Kreisverkehrs
Kosten: 90.000 Euro

Lichtsignalanlage Fetscherstraße/Fiedlerstraße: 
Unfallsituation: Unfälle beim Einbiegen/Kreuzen zwischen Kraftfahrzeugen aus der Fiedlerstraße und Kraftfahrzeugen auf der Fetscherstraße
Maßnahmen: Erweiterung der Fußgänger-Lichtsignalanlage zu einer Knotenpunkt-Lichtsignalanlage
Kosten: 185.000 Euro

Straße des 17. Juni/Reisstraße: 
Unfallsituation: Unfälle beim Einbiegen/Kreuzen zwischen Kraftfahrzeugen aus der Reisstraße und Kraftfahrzeugen auf der Straße des 17. Juni
Maßnahme: Ausrüstung der Kreuzung mit einer Lichtsignalanlage 
Kosten: 240.000 Euro

Lohrmannstraße/Enno-Heidebroek-Straße
Unfallsituation: Unfälle beim Einbiegen zwischen Kraftfahrzeugen aus der Enno-Heidebroek-Straße und Radfahrern auf der Lohrmannstraße
Maßnahmen: Tausch des Verkehrszeichens 205 StVO „Vorfahrt gewähren“ in das Zeichen 206 StVO „Halt. Vorfahrt gewähren“ mit Markierung einer Haltelinie, Einengung der Zufahrt Enno-Heidebroek-Straße durch Markierung sowie Hinweis „STOP in 100 m“ 
Kosten: 1.700 Euro

Schneebergstraße/Heynahtsstraße
Unfallsituation: Unfälle beim Einbiegen zwischen Kraftfahrzeugen aus der Heynahtsstraße und Radfahrern auf der Schneebergstraße
Maßnahmen: Tausch des Zeichens 205 StVO „Vorfahrt gewähren“ in das Zeichen 206 StVO „Halt. Vorfahrt gewähren“ mit Markierung einer Haltelinie und Einengung der Zufahrt Heynahtsstraße durch Markierung von Sperrflächen
Kosten: 1.400 Euro

Lichtsignalanlage Schweriner Straße/Könneritzstraße: 
Unfallsituation: Unfälle zwischen Linksabbiegern in Richtung Könneritzstraße und aus der Schweriner Straße 
Maßnahme: Einrichtung einer gesicherten Signalisierung für den Linksabbieger im Rahmen der Modernisierung der Lichtsignalanlage
Kosten: 9.000 Euro

Altenberger Straße/Kipsdorfer Straße 
Unfallsituation: Unfälle zwischen Linksabbiegern in Richtung Könneritzstraße und aus der Schweriner Straße 
Maßnahme: Ausrüstung des Knotenpunktes mit einer Knotenpunkt-Lichtsignalanlage
Kosten: 220.000 Euro

Bereits 2021 umgesetzt:

Reisewitzer Straße zwischen Kesselsdorfer Straße und Mohorner Straße: Reduzierung der maximal zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h 

Lichtsignalanlage Könneritzstraße/Ostraallee: Signalprogramme wurden im Rahmen der Modernisierung der Lichtsignalanlage mit dem Ziel, Fußgängern mehr Grünzeiten zu geben, angepasst

Königsbrücker Landstraße/Grenzstraße: Einengung der Zufahrt Grenzstraße durch Sperrfläche 

Karlsruher Straße/Mannheimer Straße: Anpassung der Markierung im Bereich der Gleisquerung, Anbringen einer Hinweistafel „Sturzgefahr im Gleisbereich“ (Alleinunfälle von Radfahrern im Bereich der Haltestelle (stadteinwärts) beim Befahren der Gleise)

Radeberger Straße/Stolpener Straße: bessere Sichtverhältnisse durch Beschilderung und Leitpfosten

Bertolt-Brecht-Allee/Laubestraße: bessere Sichtverhältnisse durch Beschilderung, Markierung der Fahrbahnränder

Geplante Maßnahmen ab 2023:

Strehlener Straße/Franklinstraße: Umplanung des Knotenpunktes

Karcherallee/Winterbergstraße: Anlage eines Radfahrstreifens in Mittellage in der Zufahrt Winterbergstraße einschließlich Einrichten eines konfliktfreien Rechtsabbiegens in der Zufahrt Winterbergstraße durch den Ersatz des Grünpfeils durch eine gesicherte Signalisierung (durch die Lichtsignalanlage) für den Rechtsabbieger

Theresienstraße/Hainstraße: Markierung einer separaten Linksabbiegerspur, perspektivisch Bau einer Lichtsignalanlage

Blasewitzer Straße/Augsburger Straße: Erweiterung der Fußgänger-Lichtsignalanlage zu einer Knotenpunkt-Lichtsignalanlage

Winterbergstraße/Dobritzer Straße: Ausrüstung des Knotenpunktes mit einer Knotenpunkt-Lichtsignalanlage

Fetscherstraße/Waldschlößchenbrücke Rampen zum Käthe-Kollwitz-Ufer: Umbau mit dem Ziel einer gradlinigen Zufahrt in den Nebenrichtungen

Lichtsignalanlage Fetscherstraße/Wormser Straße/Dürerstraße: Anordnung von Spursignalen für Linksabbieger aus der Fetscherstraße

Die Unfallkommission der Landeshauptstadt Dresden

Die Unfallkommission setzt sich aus Vertretern der Straßenverkehrsbehörde, der Straßenbaubehörde, der Polizeidirektion und der TU Dresden zusammen. Sie hat die Aufgabe, Unfallhäufungsstellen in der Stadt zu erkennen und diese zu beseitigen oder zu entschärfen. Das können Umbaumaßnahmen, Markierungsanpassungen wie die Rotmarkierung von Radspuren oder Änderungen an Schaltungen von Ampeln sein. In den letzten Jahren tagte die Kommission jeweils sechs Mal.