Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/leben/stadtportrait/europa/dresden-hilft/bildungsarbeit.php 05.10.2018 13:57:37 Uhr 26.05.2019 10:31:59 Uhr

Globales Lernen

Die Landeshauptstadt Dresden unterstützt die Bildungsarbeit von arche Nova in Schulen, in der Jugendarbeit und bei der Fortbildung von Lehrenden und Multiplikatoren. Bei der Dresdner Hilfsorganisation liegt sie in kompetenten Händen, denn die arche-Teams erleben die Probleme in den Krisen- und Katastrophengebieten der Erde hautnah. Vor diesem Hintergrund entstand der Wunsch, die Erfahrungen aus der Auslandsarbeit hier vor Ort in Dresden mitzuteilen. So wurde 2003 die Bildungsstelle des Vereins eingerichtet. Heute stellt arche noVa eine breite Palette von Angeboten zum Globalen Lernen für verschiedene Zielgruppen bereit. In über 2.200 Veranstaltungen wurden bislang mehr als 32.000 Teilnehmende erreicht (Stand 2018).

Der Verein ist einer der wichtigsten Partner für entwicklungspolitische Bildung in den neuen Bundesländern. Seit 2013 ist der Verein Träger der Fachstelle „Globales Lernen in Sachsen“.

15 Jahre Bildungsarbeit

2018 kann arche noVa auf 15 Jahre Globale Bildungsarbeit zurückblicken - eine Erfolgsgeschichte. Das betonte auch Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, der in Vertretung von Oberbürgermeister Dirk Hilbert den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Teams Globales Lernen für ihr Engagement in der Bildungsarbeit dankte: 

"Es wird immer wichtiger, dass junge Menschen dazu ermuntert werden, sich mit globalen Zusammenhängen unseres Daseins zu beschäftigen. Und es ist gut so, dass Sie, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des arche noVa – Bildungsteam, ihnen dabei helfen. Junge Menschen sind immer stärker gefordert, globale Zusammenhänge zu verstehen und mitzugestalten. Doch wie können wir es schaffen, dass Globalisierung greifbar wird? Wie kann das Interesse Jugendlicher geweckt werden, sich damit zu beschäftigen? Wie knüpfen wir an die Lebenswelt Jugendlicher an und wie verleihen wir ihren lokalen Themen eine globale Perspektive? Diesen Fragen widmet sich arche noVa in der Bildungsarbeit seit 15 Jahren sehr nachhaltig und leistet damit einen ganz besonderen Beitrag in unserer Stadtgesellschaft und darüber hinaus."

(Auszug aus der Rede von Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain bei der Jubiläumsfeier 15 Jahre Globales Lernen von arche noVa am 31.8.2018 in Dresden.)   

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Global Camp „Stadt-Land-Welt“– wie wir in Zukunft leben wollen

Vom 9. bis 15. Juli 2018 hat arche noVa Jugendliche zum Globalen Camp nach Dresden eingeladen. 24 Mädchen und Jungen aus Tschechien und Deutschland sind der Einladung ins Feriendorf Dresden/ Langebrück erfolgt.

Wie können wir gemeinsam unsere Zukunft in Deutschland, Tschechien, Europa und der Welt gestalten, so dass sie für alle gerecht und auch umweltverträglich ist? Dieser Frage gingen sie im „Global Camp“ auf verschiedenen Wegen nach. Ziel des Projektes war zunächst einmal der Abbau von Vorurteilen und das Kennenlernen der Jugendlichen aus dem verschiedenen Ländern, das mit bewährten Methoden der Sprachanimation und Erlebnispädagogik begleitet wird. Erste Effekte waren schon nach zwei Tagen zu bemerken: „Wir haben die Aufgaben als Team gelöst und bemerkt, dass wir uns auch ohne Worte verständigen können.“ – wie eine tschechische Teilnehmerin betonte.

Für die Teilnehmenden im Alter von 13 bis 18 Jahren war das Projekt eine willkommene Gelegenheit, einen Blick über den Tellerrand zu werfen, in entspannter Atmosphäre etwas Neues zu lernen, Freunde zu finden und sich bei Sport und Spiel zu erholen. Inhaltlich wurden die Themen Nachhaltigkeit, europäische Werte und globale Gerechtigkeit auf interaktive, spielerische Weise angegangen. So zeigte bspw. dass „Weltspiel“, dass viel weniger Menschen weltweit nach Europa flüchten, als die Jugendlichen annahmen, und dass der weltweite Reichtum sehr ungleich verteilt ist – ein echter „AHA-Effekt“.

Eine Stadtrallye zu nachhaltigen Projekten in der Dresdner Neustadt und ein Besuch der Ausstellung „Rassismus“ im Deutschen Hygienemuseum brachte weitere Erkenntnisse für die jugendlichen Teilnehmenden, die sie schließlich in den letzten Camptagen in Kreativwerkstätten umsetzten. Hier waren die Jugendlichen aufgefordert mit den Medien Theater, Minecraft, Upcycling und Modellbau ihre eigenen Ideen einer zukünftigen Welt künstlerisch darzustellen.

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