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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2015/10/pm_016.php 09.10.2015 09:33:23 Uhr 20.09.2020 13:39:55 Uhr
Meldung vom 05.10.2015

Straßenbahn in die Zukunft: Einsteigen, reinsetzen und mitmachen!

Gefragt sind Visionen für die Stadt Dresden

Am Donnerstag, 8. Oktober, können die Dresdnerinnen und Dresdnern mit zwei Straßenbahnen in die Zukunft fahren. In einer Bahn der Linie 2 und 7 werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Technischen Universität (TU) Dresden sowie der Stadtverwaltung Mitfahrende um ihre Visionen für die Stadt Dresden bitten. Die Fahrgäste sind eingeladen, ihre Zukunftsvorstellungen zu notieren und in der Bahn öffentlich anzubringen. In den Bahnen stehen jeweils fünf Betreuer für Fragen und Anregungen bereit. Das nötige Arbeitsmaterial – Stifte, Klebezettel und Erklärungen – bringen sie mit. Beide Bahnen starten 9.03 Uhr: Linie 7 ab Pennrich, Linie 2 ab Gorbitz. Für Interessierte heißt es: Einsteigen, reinsetzen und in die Zukunft fahren! Die Aktion ist Teil des Projekts Zukunftsstadt, das eine nachhaltige Zukunftsvision für Dresden erarbeiten will.

„Wir sammeln Zukunftsideen in der Straßenbahn, um ein möglichst breites Panorama von Dresdner Zukunftsvorstellungen zu bekommen", sagt Prof. Jörg Rainer Noennig, Leiter der Forschungsgruppe Wissensarchitektur an der TU Dresden. „Wir suchen nach neuen Formen, die Dresdnerinnen und Dresdner zu beteiligen. Die Zukunftsbahn ist da ein sehr spannendes Experiment." Oberbürgermeister Dirk Hilbert lädt ebenfalls ein, über die Zukunft Dresdens nachzudenken: „Mein Ziel ist es, dass wir in den kommenden Monaten und Jahren das Fundament für eine Dresdner Zukunftsstrategie legen. Diese Zukunftsbahn ist ein Puzzleteil von vielen, aus denen diese Gesamtstrategie entwickelt werden soll."
Die Linien 2 und 7 durchfahren die Stadt von Ost nach West sowie von Nord nach Süd. Damit durchqueren sie ein großes Stadtgebiet mit unterschiedlichen Bevölkerungsstrukturen. „Uns interessieren vor allem die Vorstellungen und Wünsche der Dresdner zur Mobilität der Zukunft", sagt Lars Seiffert, Vorstand für Betrieb und Personal der Dresdner Verkehrsbetriebe. „Gerade im Stadtverkehr wird das Auto immer häufiger stehen gelassen. Für diese Fälle möchten wir eine schnelle, zuverlässige und bequeme Alternative bleiben.“
  
Was passiert mit den Zukunftsvisionen aus der Straßenbahn? Die Ideen werden statistisch ausgewertet und zusammengefasst online gestellt. Außerdem sind sie Inspirationen für die Veranstaltungen, die bis Anfang 2016 zum Thema „Zukunftsstadt“ in Dresden stattfinden. Dabei geht es um visionäre Ideen zu verschiedensten Themen: Wohnen&Bauen, Mobilität, Smart City, Unternehmertum und Bürgerbeteiligung. Die Termine für die einzelnen Veranstaltungen stehen auf der städtischen Webseite unter www.dresden.de/zukunftsstadt. Ein Flyer informiert ab kommender Woche zusätzlich, der bei den Gastgebern und in den öffentlichen Verwaltungsgebäuden der Stadt ausliegen wird.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat Dresden neben 50 anderen Städten zur Zukunftsstadt gekürt. Ziel ist es, nachhaltige Zukunftsvisionen für die jeweilige Stadt zu erarbeiten. Dies geschieht in offenen Veranstaltungsformaten, die von Akteuren aus der Mitte der Stadtgesellschaft organisiert werden. Die Ergebnisse fließen in die zweite Antragsphase des BMBF-Städtewettbewerbs ein, dienen Stadtrat und Verwaltung als Inspiration. Ansprechpartner für das Projekt ist Norbert Rost, E-Mail: nrost@dresden.de, Telefon (03 51) 4 88 21 72.

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