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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2015/05/pm_067.php 28.05.2015 22:59:25 Uhr 28.10.2020 10:34:13 Uhr
Meldung vom 19.05.2015

Klimafreundlich unterwegs

Weitere neue Elektrofahrzeuge für Ämter der Stadt Dresden

 

Der Erste Bürgermeister Dirk Hilbert hat heute, 19. Mai 2015, zwei neue BMWi3 Fahrzeuge an das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft und den Eigenbetrieb Friedhofs- und Bestattungswesen übergeben. Die Fahrzeuge, welche im Rahmen des Projektes Elektromobilität in Dresden angeschafft wurden, werden für die täglichen Dienstwege genutzt. Gefahren werden sie im Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft vom Amtsleiter Detlef Thiel und fünfzig weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit dem Fahrzeug des Eigenbetriebes Friedhofs- und Bestattungswesen ist der Leiter des Heidefriedhofes, Mario Fischer, mit seinen Kollegen unterwegs. Die Fahrzeuge sind bereits die ersten Kilometer im Einsatz gewesen. „Die Vorteile von Elektrofahrzeugen liegen für die Stadt auf der Hand. Sie sind lokal emissionsfrei, leise, haben geringere Betriebs- und Wartungskosten, sind unabhängig von Öl bwz. Benzin und der Elektromotor hat einen hohen Wirkungsgrad. Außerdem stoßen sie während der Fahrt kein Kohlendioxid aus und können damit einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Dirk Hilbert.

 

Hier die Parameter des BMW i3: Das Fahrzeug hat eine elektrische Reichweite von bis zu 150 Kilometern. Die können auf 300 Kilometer erweitert werden mit einem Range Extender. Der Zwei-Zylinder Verbrennungsmotor treibt einen Generator an, um den Ladezustand der Batterie zu halten. Das Auto verbraucht 15 Kilowattstunden (kWh) auf 100 Kilometer. Das entspricht etwa vier Euro pro 100 Kilometer. Kapazität des Akkus 18,8 kWh. Ein Ladevorgang an einer haushaltsüblichen Steckdose dauert sechs bis acht Stunden, die Schnellladung mit Wechselstrom etwa drei bis sechs Stunden. Das Gewicht des BMWi3 wird verringert durch eine innovative Leichtbaukonstruktion aus Carbon beim Fahrzeuggestell sowie einem Unterbau des Fahrwerks aus Aluminium. Damit hat das Fahrzeug mehr Reichweite und braucht eine kleinere Batterie als vergleichbare Elektrofahrzeuge. Ein BMWi3 kostet 39 000 Euro.

 

Auf Dresdens Straßen sind heute etwa 130 Elektroautos und über 1000 Hybridfahrzeuge unterwegs. An 28 Ladesäulen mit 85 Ladepunkten im Stadtgebiet können die Akkus gefüllt werden. Auch die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) setzen auf Strom statt Benzin. 2007 fuhr hier der europaweit erste Serien-Hybridbus im Linienverkehr. Mit insgesamt 18 Hybrid-Fahrzeugen rollt heute schon jeder achte DVB-Bus teilweise elektrisch durch Dresden. Ab Mitte 2015 soll der erste rein elektrische Bus im Dresdner Linienbetrieb getestet werden.

Zur Erhöhung der Präsenz elektrisch angetriebener Pkw im Stadtbild engagiert sich die Landeshauptstadt Dresden im Projekt „Elektromobilität in Dresden". Unter Leitung des Fraunhofer Institutes für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI nutzen die Projektpartner eine 16 Fahrzeuge umfassende Flotte. Wissenschaftler der TU Dresden analysieren die Nutzungsdaten und wollen mit den gewonnen Erkenntnissen Nutzungshemmnisse der Elektromobilität mindern. Das soll sich vor allem für Einrichtungen und Unternehmen auszahlen, die einen größeren Fahrzeugpool betreiben. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen, ein passgenaues Flottenmanagement aufzubauen, mit welchem die Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur optimal ausgelastet werden. Das Projekt ist eines von insgesamt rund 40 Projekten im Schaufenster Bayern Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET und wird mit rund zwei Millionen Euro vom Freistaat Sachsen im Rahmen der Schaufensterinitiative der Bundesregierung gefördert.

Als Stadt mit hoher Reputation in Wissenschaft und Hightech-Industrie leistet Dresden auch einen Beitrag, um die technologischen Grundlagen der Elektromobilität weiter zu verbessern. Nur ein Beleg sind die 8,3 Millionen Euro Fördermittel des Bundes, die bis 2016 nach Dresden fließen, um die materialwissenschaftliche und prozesstechnische Forschung und Entwicklung für mobile elektrische Energiespeicher voranzutreiben. Vielleicht sind es solche Forschungsprojekte aus Dresden, die es der eTourEurope in einigen Jahren erlauben, den Zwischenstopp in Sachsens Landeshauptstadt noch durch einen Ausflug ins Elbsandsteingebirge zu ergänzen – natürlich ohne vorher nachzuladen.

 

Chassis= Fahrzeuggestell

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