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Meldung vom 15.04.2015

Bundesministerium erklärt Dresden zur Zukunftsstadt 2030+

Mit der Vision „Open City Dresden – Gemeinsame Verantwortung für eine Nachhaltige Stadtentwicklung“ hat sich Dresden beim Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) beworben. Zum heutigen Tourstart der MS Wissenschaft in Dresden kürte Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka die sächsische Landeshauptstadt offiziell zur „Zukunftsstadt 2030+“. Damit hat Dresden die erste Hürde in einem dreistufigen Wettbewerb genommen. Nun gilt es, eine Vision für Dresden mit dem Zeithorizont 2030+ zu entwickeln.

 

Zukunftsstadt ist Gemeinschaftsaufgabe für alle Dresdner

Eine Besonderheit des Projekts wird die innovative Methode der Einbindung der Dresdner Bevölkerung in die Entwicklung einer Vision 2030+ sein. In sogenannten „Barcamps“ wirken die Dresdnerinnen und Dresdner aktiv mit. Insgesamt drei Etappen soll es hierbei geben: 3-Minuten-Barcamps in den Straßenbahnen, ein Barcamp-Monat und ein finales öffentliches Barcamp über ein gesamtes Wochenende.

 

“Wir wollen wissen, was die Dresdner wollen und brauchen. Bei Entscheidungen, die alle angehen und die wichtig für die gesamte Stadt sind, sprechen die Bürger mit! Wir werden die Wünsche zum Leben mit den neuen Technologien der Megatrends verbinden und hier vor Ort umsetzen“, fasst Dirk Hilbert, Erster Bürgermeister der Landeshauptstadt, das Projekt zusammen.

 

Nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweisen sollen Alltag werden

Dresden ist eine dynamische, wachsende Stadt und ein Hochtechnologiestandort mit hoher Lebensqualität. Diese positive Entwicklung stellt die sächsische Landeshauptstadt jedoch vor die Herausforderung, sich zu einer nachhaltigen Stadtregion zu wandeln. „Dresden hat eine starke Bürgerschaft. Gemeinsam wollen wir unsere Stadt gestalten. Es gilt, einen Wandel zu nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweisen Alltag werden zu lassen. Dafür wurden die Grundlagen gelegt“, erklärte Dirk Hilbert. „Dazu gehören das intelligente Verkehrssteuerungsmodell VAMOS oder das Energie- und Klimaschutzprogramm. Zahlreiche lokale Initiativen gründeten sich, die ihr Leben nachhaltig gestalten, wie z. B. Verbrauchergemeinschaften für regional erzeugte Lebensmittel, Energiegenossenschaften, repair-cafes oder Open Hardware Produktionsstätten“, ergänzt Hilbert.

 

„MS Wissenschaft“ startet Tour in Dresden

Zum Start des „Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt“ in Dresden zeigt das Schiff des Bundesministeriums für Bildung und Forschung – die „MS Wissenschaft“ – eine Ausstellung rund um die nachhaltige Stadt von morgen.

Thematisiert werden Mobilität, Energie und Klima, aber auch soziale und wirtschaftliche Entwicklungen. Mehr Grün in der Stadt ist ebenso Thema wie die „Smart City“, in der alles vernetzt ist. In einem Simulationsspiel können Ausstellungsbesucher beispielsweise eine Fahrstunde im Elektroauto nehmen und dabei lernen, möglichst energieeffizient zu fahren. Sie können im Modell ihr eigenes nachhaltiges Haus gestalten und auch Wünsche äußern, wie sie sich die Stadt der Zukunft vorstellen.

„Wir freuen uns besonders, dass die ‚MS Wissenschaft’ ihre Tour in Dresden startet“, erklärt Beate Langholf, Projektleiterin MS Wissenschaft bei Wissenschaft im Dialog (WiD). „Die Besucher können sich in der Ausstellung Gedankenanstöße holen, welche Themen für eine nachhaltige Stadtentwicklung wichtig sind. Zudem haben wir gleich zwei Exponate aus Dresdener Wissenschaftseinrichtungen an Bord“, so Langholf weiter. Mit dabei sind: das Exponat "Die Grüne Stadt" des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) sowie ein Modell zum Thema „Wohnen im Wandel“ der Technischen Universität Dresden. Die „MS Wissenschaft“ liegt vom 15. bis 19. April an der Albertbrücke, Terrassenufer, Anleger 17, vor Anker und öffnet heute ab 15.30 Uhr ihre Türen. Nächste Anlegestellen sind Dessau-Roßlau, Magdeburg und Schönebeck.

 

Wettbewerb Zukunftsstadt

Bundesweit konnten sich bis zum 27. März 2015 Städte, Gemeinden und Landkreise mit einem Konzept für die Entwicklung einer nachhaltigen Vision 2030+ bewerben. 52 Kommunen wurden von einer unabhängigen Expertenjury aus 168 Bewerbungen ausgewählt. In der ersten Phase des Wettbewerbs während des „Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt“ werden die Kommunen im Bürgerbeteiligungsprozess eine Vision mit dem Zeithorizont 2030+ für ihre Kommune entwickeln und Handlungs- bzw. Umsetzungsvorschläge erarbeiten. 1,75 Millionen Euro stellt das BMBF dafür insgesamt bereit. In der zweiten Phase ab 2016 prüfen bis zu 20 ausgewählte Kommunen diese Vorstellungen wissenschaftlich und erarbeiten ein umsetzungsreifes Konzept. In der dritten Phase ab 2018 werden schließlich bis zu acht ausgewählte Kommunen erste innovative Ideen in sogenannten „Reallaboren“ in die Praxis umsetzen.

Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ zeigt, wie Bürger und Forschung schon heute dazu beitragen können, Städte nachhaltig und lebenswert zu gestalten. Bürger, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung entwickeln gemeinsam Visionen für die Zukunft ihrer Kommunen und erproben diese vor Ort: Es geht um sichere Energie, um klimaangepasstes Bauen, bezahlbares Wohnen, um Arbeiten, Freizeit, Kultur, Bildung, Mobilität und vieles mehr. Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ startet im Rahmen des „Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt“, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).

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