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21.03.2011

Musikalische Preisträger 2011

Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden an Jazzmusiker Günter „Baby“ Sommer
Förderpreis der Landeshauptstadt Dresden für das Ensemble „El perro andaluz“



Der Erste Bürgermeister Dirk Hilbert überreichte am Samstag, den 19. März im Dresdner Kulturrathaus in feierlichem Rahmen den Kunstpreis und den Förderpreis der Landeshauptstadt Dresden an die Preisträger 2011.

Mit dem Kunstpreis 2011 der Landeshauptstadt Dresden wurde der Jazzmusiker und Perkussionist Günter „Baby“ Sommer geehrt. Gewürdigt werden damit die künstlerischen und pädagogischen Verdienste des Musikers, der zu den bedeutendsten Vertretern des zeitgenössischen europäischen Jazz zählt und dessen Schaffen eng mit Dresden verbunden ist.

Sommer wurde 1943 in Dresden geboren und studierte an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“. Seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten Jazzgruppen der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowsky-Trio, dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten Sommer den Einstieg in die internationale Szene. So arbeitete Sommer nicht nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald, sondern traf mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred von Hove, Alexander von Schlippenbach, Evan Paker und Cecil Taylor zusammen. Als außergewöhnlich ist Sommers Werk mit Schriftstellern wie Günter Grass, Christa Wolf und Christoph Hein zu bezeichnen, die er seit 1985 regelmäßig begleitet. Sommers Diskografie umfasst mittlerweile über 90 Tonträger. Als Professor an der Musikhochschule Dresden nimmt er Einfluss auf die professionelle Vermittlung des zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden Generationen. (Quelle: Oliver Schwerdt).

Den Förderpreis 2011 der Landeshauptstadt Dresden erhielt das Ensemble „El perro Andaluz“. Dresden zeichnet damit eine Gruppe junger Instrumentalisten aus, die sich innerhalb kürzester Zeit einen beachtenswerten Ruf auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik erarbeitet haben.

„El Perro Andaluz“ ist das jüngste Ensemble für zeitgenössische Musik in Dresden. Der Blick über bestehende Grenzen hinweg ist ein bereits in der Besetzung des Ensembles sichtbares, wesentliches Merkmal: aus sechs Ländern stammen die Musikerinnen und Musiker. Vor diesem breiten kulturellen Hintergrund findet die Auseinandersetzung mit musikalischen, künstlerischen und gesellschaftlichen Prozessen der Gegenwart statt.

Das Ensemble realisierte Projekte in Kooperation mit Komponisten wie Brian Ferneyhough, Isabel Mundry, Steffen Schleiermacher, Martin Smolka, Bernhard Lang, Friedrich Schenker, Vladimir Tarnopolski und Rebecca Saunders. Hervorgegangen aus einem Portraitkonzert mit Werken Brian Ferneyhoughs in der Hochschule für Musik Dresden verbindet El Perro Andaluz seit 2007 in seinen Konzerten die beständige Neugier auf möglichst vielfältige Formen musikalischen Agierens mit dem Wissen um die notwendige eigene Standortbestimmung. So gehören Oper, musikalisch-theatrale Performance, Installationen und musikpädagogische Projekte zu den Aktivitäten genauso wie klassische Konzertformen. 2010 gab „El Perro Andaluz“ sein Debüt bei den Dresdner Musikfestspielen und wird mehrere Projekte im europäischen Ausland realisieren können. 2011 ist eine Teilnahme an den Festivitäten zum 100. Jahrestag der Eröffnung des Festspielhauses Hellerau, wo das Ensemble bereits zweimal zu Gast war, geplant. Geleitet wird das Ensemble von dem Dirigenten Lennart Dohms und dem Komponisten Carsten Hennig.

Die Preise sind mit jeweils 5000 Euro Preisgeld dotiert und werden jährlich verliehen. Der Preis selbst besteht aus einer Bronzeplastik in Form eines geteilten Apfels, die von Peter Götz Güttler gestaltet wurde.

Für 2011 lagen der Jury insgesamt 13 Vorschläge für den Kunstpreis und zehn Vorschläge für den Förderpreis vor. Seit 1993 ehrt die Landeshauptstadt Dresden Künstlerinnen und Künstler mit dem Kunstpreis und dem Förderpreis. Ausgezeichnet werden sie für ihr Werk und für künstlerische Leistungen von herausragender Bedeutung. Die Vorschläge für die Ehrungen kommen aus Dresdner Vereinen, Verbänden, Kultureinrichtungen und dem Kulturausschuss.

Jurymitglieder: Beigeordneter für Kultur Dr. Ralf Lunau, Amtsleiter Kultur und Denkmalschutz Manfred Wiemer, Stadträte: Gunild Lattmann, Christiane Filius-Jehne, Sebastian Kieslich und Jan Kaboth, sechs Fachjuroren: Roderich Kreile, Andrè Eckhardt, Gabriele Gorgas, Andrea O`Brien, Felicitas Loewe, Prof. Christian Sery.

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