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Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/02/pm_017.php 09.02.2026 15:29:11 Uhr 09.02.2026 17:45:08 Uhr |
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Dresdner Architekturbüro plant die Revitalisierung der Robotron-Kantine
Reduzierter Umbau als zeitgemäßes Beispiel nachhaltigen Bauens und flexibler Nutzung
Das Architekturbüro KNERER UND LANG Architekten GmbH, Prof. Thomas Knerer, hat im Rahmen eines Realisierungswettbewerbes den 1. Preis für den Umbau der Robotron-Kantine in Dresden gewonnen. Das denkmalgeschützte Gebäude, gelegen zwischen der Dresdner Altstadt und dem Großen Garten, soll ein offenes und flexibel nutzbares Kunst- und Kulturzentrum werden.
Insgesamt beteiligten sich zwölf Büros an diesem nicht offenen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil, den die Landeshauptstadt Dresden ausgelobt hatte. Der Wettbewerb ist mit der Förderung des Projektes im Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ in Höhe von vier Millionen Euro verknüpft. Das Projekt war 2024 als eines von nur 17 insgesamt für die Förderung ausgewählt worden. Mit dem Investitionsprogramm fördert der Bund seit 2024 zukunftsweisende Vorhaben im Bereich Städtebau und Stadtentwicklung in Deutschland.
Das Preisgericht unter Vorsitz der Architektin Susanne Wartzeck, Mitglied der Gestaltungskommission der Stadt, überzeugten bei dem Entwurf des Büros KNERER UND LANG Architekten die flexible Raumkonstellationen im Grundriss sowie dass ein Entwurf gelungen ist, der das Prinzip der Wieder- und Weiterverwendung ernst nimmt und dabei Lust zum Mitmachen weckt.
In ihrer Begründung für den Siegerentwurf hob die Jury hervor: „Das Vorhandene soll sowohl mit seiner ursprünglichen Entwurfsidee, dem architektonischen Konzept, der Materialität und den Erinnerungen an die Zeit der Kantinennutzung weiterleben, als auch die „kulturelle Energie“ der Zeitschicht danach nicht vergessen.“
Überzeugend sei hierbei auch die Auseinandersetzung mit der gesetzten Kostengrenze. Die finanziellen Mittel setzen sich aus Geldern des Bundesprogramms „Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus 2024“ in Höhe von vier Millionen Euro, einer privaten Spende der Familie Arnhold in Höhe von 1,5 Millionen Euro und 612.000 Euro Eigenmitteln der Stadt Dresden zusammen.
Das Preisgericht sieht in dem Entwurf einhellig ein überaus zufriedenstellendes Ergebnis eines komplexen und für alle Beteiligten herausfordernden Verfahrens. Die Wettbewerbsergebnisse stellen die Grundlage für die weitere Planung zur Revitalisierung der Robotron-Kantine dar. In einem ersten Schritt hinzu zur dauerhaften Nutzbarkeit des Denkmals startet im Sommer 2026 die Dachsanierung der Robotronkantine.
Nachhaltigkeit
Mit dem Kunst- und Kulturzentrum entsteht ein ganzjährig bespielbares Gebäude, das auch durch die Nutzung vorhandener technischer Ausstattung agieren will.
(Zitat): „Dazu zählen u. a.: das zirkuläre Bauen, Suffizienz (1) mittels thermischer Zonierung, Low-Tech-Prinzipien, Klimaresilienz und die Gewinnung erneuerbarer Energien.“ (1)Der Begriff Suffizienz geht auf „sufficere“ zurück und kann übersetzt werden mit „ausreichen“ oder „genug“. Suffizienz ist eine Nachhaltigkeitsstrategie, bei der die Frage „Wieviel (Konsum) brauchen wir und warum? “ im Vordergrund steht.
Mit der Umnutzung der Robotron-Kantine wird ein langjähriger Raumbedarf der Kunst- und Kulturszene und weiterer Nutzer erfüllt und an einer Adresse vereint. Eine Optimierung organisatorischer und fachlicher Abläufe erhöht die wirtschaftliche Bilanz.
Weitere Preisträger
Den 2. Preis des Wettbewerbs gewinnt das Berliner Büro Hütten & Paläste, Schönert Grau Architekten PartG mbB mit Alexander Poetzsch Architekturen BDA aus Dresden.
Mit dem 3. Preis ist die Arbeitsgemeinschaft von Heine Mildner Architekten PartG mbB, Dresden, mit Architekten Kunze Reisnecker PartG mbB, Dresden, prämiert.
Eine Anerkennung geht an meyer-bassin und partner, freie architekten bda PartG mbB aus Dresden.
Die zweite Anerkennung erhält AUKETT + HEESE GmbH, Berlin.
Die Jury lobt die insgesamt sehr hohe Qualität der eingereichten Beiträge.
Entwürfe sind im Stadtforum zu sehen
Alle Entwürfe sind von Dienstag, 10. Februar, bis Freitag, 20. Februar 2026, in der Agora des Stadtforums zu sehen: von Montag bis Freitag jeweils 9 bis 18 Uhr, Waisenhausstraße 14, 01069 Dresden.