Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/02/pm_016.php 09.02.2026 12:19:39 Uhr 09.02.2026 13:51:28 Uhr

13. Februar: Gemeinsam Haltung zeigen - Gäste aus der Partnerstadt Coventry reihen sich in Menschenkette ein

Gemeinsame Presseinformation mit der Technischen Universität Dresden

Am Freitag, 13. Februar 2026, begeht Dresden in der Auseinandersetzung mit den Folgen von Diktatur und Krieg den 81. Jahrestag seiner Bombardierung im Zweiten Weltkrieg. Wie auch in den letzten Jahren ist die Menschenkette ein zentrales Element, um an diesem Tag gegen Krieg, Gewalt und Zerstörung zu protestieren und einer politischen Instrumentalisierung des Tages entgegenzutreten.

„Reihen Sie sich am 13. Februar in die Menschenkette ein! Lassen Sie uns gemeinsam aus Dresden ein starkes Zeichen für den Schutz der Menschenrechte, für Demokratie und für ein lebendiges Gedenken setzen. Dieser Tag vereint Mahnung, Erinnerung und Hoffnung. Niemals dürfen wir die Opfer von Krieg und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft vergessen. Zugleich steht der 13. Februar für Versöhnung, wenn wir in der Menschenkette Hand in Hand mit Gästen aus unserer Partnerstadt Coventry stehen.“

Oberbürgermeister Dirk Hilbert

Bürgersingen und Auftakt zur Menschenkette

Die Auftaktkundgebung für die Menschenkette findet gemeinsam mit dem Bürgersingen ab 17 Uhr vor dem Kulturpalast statt. Die Versammlungsleitung hat die Rektorin der Technischen Universität Prof. Dr. Ursula M. Staudinger übernommen. 

„Die Menschenkette ist ein starkes Zeichen dafür, dass wir angesichts der Verbrechen des Nazi Regimes gemeinsam Verantwortung übernehmen: für eine offene Gesellschaft, für Solidarität und für ein respektvolles Miteinander in Vielfalt. Indem wir uns die Hände reichen, zeigen wir Haltung – und machen deutlich, dass Demokratie vom Einstehen für ihre Werte und vom Mitmachen lebt.“

Prof. Staudinger

Unter dem Motto „Gemeinsam Haltung zeigen. Jeden Tag.“ sind alle eingeladen, gemeinsam mit den Philharmonischen Chören am 13. Februar, 17 Uhr bis 17.45 Uhr, auf dem Vorplatz des Kulturpalastes ihre Stimme zu erheben und Lieder zu singen. Gunter Berger, Chordirektor der Dresdner Philharmonie, moderiert und leitet die Veranstaltung. Der Eintritt ist frei. Liedzettel gibt es vor Ort und online unter: www.dresdnerphilharmonie.de

„In unserem Gedenkkonzert unter der Leitung unseres ehemaligen Chefdirigenten Michael Sanderling verbinden wir in diesem Jahr zeitgeschichtliche Positionen des südafrikanischen Künstlers William Kentridge mit Dmitri Schostakowitschs Sinfonie Nr. 10. Kentridges Film „Oh, to Believe in Another World“, den er zu dieser Musik schuf, illustriert und verstärkt Schostakowitschs künstlerisches Ringen mit den fatalen Folgen von Intoleranz, Ausgrenzung und Repression und steht damit im Zusammenhang mit der Mahnung des 13. Februars in Dresden. Bereits zuvor laden wir wieder dazu ein, gemeinsam mit unseren Philharmonischen Chören die Stimme zu erheben gegen Gewalt und Intoleranz, für Frieden und Versöhnung." 

Frauke Roth, Intendantin der Dresdner Philharmonie

Zum Auftakt der Menschenkette sprechen der Oberbürgermeister Dirk Hilbert, die Lord Mayor der Partnerstadt Coventry, Councillor Rachel Lancaster, und die Rektorin der TU Dresden, Prof. Dr. Ursula M. Staudinger. Um 18 Uhr formiert sich schließlich die Menschenkette, die sich über die gesamte Altstadt erstreckt. Mehrere tausend Menschen umschließen dabei Hand in Hand, begleitet vom Glockengeläut der Dresdner Kirchen, die Innenstadt.

Coventry: Gesichter erzählen Geschichte – Ausstellungseröffnung am 6. Februar

Die Bürgermeisterin von Coventry, Councillor Rachel Lancaster wird auf Einladung von Oberbürgermeister Dirk Hilbert zwischen 12. und 14. Februar in Dresden zu Gast sein und sich auch in die Menschenkette einreihen. Das gemeinsame jährliche Gedenken an den Jahrestagen der Zerstörung beider Städte am 13. Februar in Dresden sowie am 14. November zum Rememberence Day in Coventry ist zur Tradition geworden. Der Besuch soll sich allerdings nicht nur der Vergangenheit, sondern auch den aktuellen Projekten zwischen den Partnerstädten widmen. Dementsprechend ist ein Besuch der Ausstellung „Coventry Begegnungen“ mit Fotografien von Günter und Christine Starke im Kunsthaus Raskolnikow e. V. geplant. Beide Fotografen waren im Oktober 2025 im Rahmen des „Coventry Arts Exchange“ in der Partnerstadt und zeigen nun ihre gesammelten Eindrücke. 

Die Ausstellung ist bis Dienstag, 3. März zu sehen auf der Böhmischen Straße 34 in 01099 Dresden. Präsentiert werden eindrucksvolle fotografische Arbeiten, die Geschichte durch Gesichter erzählt. Im Zentrum steht der Mensch – geprägt von Arbeit, Zeit und Erinnerung – eingebettet in die materielle Kultur der industriellen Moderne. Die Fotografien entstanden im Coventry Transport Museum und zeigen ehemalige und aktive Arbeiter der britischen Automobilindustrie, porträtiert neben Fahrzeugen, die sie über Jahrzehnte hinweg begleitet oder selbst mitgebaut haben. Die Fotografien schlagen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen individueller Erinnerung und kollektiver Geschichte. 

Dezentrales Gedenken und weitere Veranstaltungen

Bereits am Vormittag des 13. Februar finden Gedenkveranstaltungen auf dem Nordfriedhof und dem Heidefriedhof statt. Außerdem lädt die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e. V. auf den Neumarkt zum Stillen Gedenken vor der Frauenkirche ein.