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12.10.2009

Dresden startet den Rückkauf der Stadtwerke DREWAG

Die Stadt Dresden hat die Verträge mit den Miteigentümern der Stadtwerke DRE-WAG fristgerecht zum 31. Dezember 2012 gekündigt und startet damit den Rückkauf der DREWAG. „Der Stadtrat hat die Verwaltung im März beauftragt, die Verträge zu kündigen. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt dafür, um ein klares Signal beim Bieterverfahren um die GESO zu setzen“, sagt Oberbürgermeisterin Helma Orosz. Die Kündigung der Verträge mit der GESO (diese hält 35 Prozent an der DREWAG) und der Thüga (10 Prozent Anteil) sind für den ostsächsischen Energiemarkt von besonderer Bedeutung. Das Un-ternehmen EnBW wird nach einer Entscheidung des Bundeskartellamtes voraussichtlich seine 100-prozentige Tochter GESO veräußern. Es ist der erklärte politische Wille der Stadt Dresden, dass ausschließlich die Stadt Dresden Zugriff auf die DREWAG hat. Hierüber herrscht ab sofort auch in dem GESO-Verkaufsverfahren Klarheit. Die Stadt Dresden und weitere 163 ostsächsische Kommunen (KBO) haben sich kürzlich entschlos-sen gemeinsam als Bieter beim Verkauf der GESO aufzutreten. „Für Ostsachsen bedeutet dies die einmalige Chance ein Unternehmen zu bilden, welches die Energieversorgung unter kommunaler Regie vereinigt“, so Orosz weiter. Um das Bieterverfahren für den GESO-Kauf zu begleiten, hat die Stadt Dresden eine Lenkungsgruppe installiert. In dieser Lenkungsgruppe werden Vertreter aller Fraktionen ständig strategische Fragen beraten. Man kann davon ausgehen, dass der GESO-Verkauf noch im Jahr 2009 abgeschlossen sein wird. Durch den GESO-Verkauf entsteht die Chance, den beschlossenen Rückkauf der DREWAG quasi vorzuziehen und mit der KBO einen großen kom-munalen Unternehmensverbund in Ostsachsen zu formen. Dies ist das Alleinstellungsmerkmal des kommunalen TWD-KBO-Bieterkonsortiums, denn kein anderer Bieter hat Zugriff auf die DREWAG. Orosz: „Auch wenn diese gesamten Vorgänge im ersten Augenblick kompliziert erscheinen mögen, so haben sie doch eine starke Bedeutung für die Bürgerinnen und Bürger. So würden sich Investitio-nen bei der Energieversorgung viel stärker an kommunalen Interessen orientieren, als an denen pri-vater Großkonzerne. Selbstverständlich kämen auch die Gewinne den kommunalen Haushalten zu Gute.“

Zur Erklärung: Die GESO ist eine 100-prozentige Tochter des Energiekonzerns EnBW und hält selbst Anteile an acht Stadtwerken und zwei Regionalversorgern in Ostsachsen, darunter an der ENSO und den Dresdner Stadtwerken DREWAG. Mit ihren regionalen Vertriebsfirmen deckt sie ca. 50 Prozent der Fläche Sachsens sowie fast den gesamten Regierungsbezirk Dresden mit Energiedienstleistungen rund um Strom, Gas und Fernwärme ab. Die Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH an der Energie Sachsen Ost, kurz KBO, ist ein Zusammenschluss aus 163 ostsächsischen Kommunen und einem kommunalen Stadt-werk sowie dem sächsischen Städte- und Gemeindetag. Die KBO ist an dem Grundkapital der ENSO AG derzeit mit 15,85 Prozent beteiligt.

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