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Meldung vom 09.04.2009

Brunneneinweihung Lingnerallee

Brunneneinweihung Lingnerallee Sanierung abgeschlossen Marktfrauenbrunnen Detlef Thiel, Amtsleiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft nimmt heute (8. April) den sanierten „Marktfrauenbrunnen“ im Blüherpark an der Lingnerallee in Betrieb. Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft begann 2008 den Brunnen zu sanieren. Die viereckige Brunnensäule aus Beton, der dazugehörige unterirdische Schacht sowie Wasserspeier und Ablauf wurden erneuert. Für die Wasserversorgung der Anlage wurde ein neuer Wasseranschluss hergestellt. Der Abfluss in das Netz der Stadtentwässerung ist noch funktionsfähig. Auf Grund seiner Nähe zum Wochenmarkt wurde der Brunnen mit der bronzenen Plastik „Marktfrau“ aufgewertet. Die „Marktfrau“, geschaffen von Bildhauer Matthias Jackisch und gegossen in der Kunstgießerei Gebrüder Ihle, ist jetzt das Besondere an diesem Brunnen. Die Kosten für die Instandsetzungsarbeiten liegen insgesamt bei rund 27 000 Euro. Die Freimaurerstiftung der Schwerter- und Apfellogen zu Dresden übernahm komplett die Kosten für die „Marktfrau“ in Höhe von 6500 Euro. Ebenso beteiligten sich die Marktbetreiber mit Geldspenden in Höhe von 1000 Euro bei der Finanzierung der Instandsetzungsarbeiten. Beiden dankt die Landeshauptstadt Dresden. Zur Geschichte dieses kleinen Brunnens konnten keine sicheren Quellen erschlossen werden. Es wird vermutet, dass der Brunnen 1931/32 entstand und zu den ehemaligen Tennisplätzen nahe dem heutigen Georg-Arnhold-Bad gehörte. Von dort aus erfolgte wohl auch die Wassereinspeisung, denn das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, in dessen Zuständigkeit sich der Brunnen seit 1995 befindet, konnte auch in den Plänen der DREWAG keine alte Trinkwasseranschlussleitung für den Brunnen finden. Da sich die Anlage, die seit Ende des 2. Weltkrieges mit Sicherheit nicht mehr in Betrieb war, in einem desolaten Zustand befand, entschied sich das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft für die erforderlichen Instandsetzungsarbeiten. Siegfriedbrunnen im Blüherpark Auch der „Siegfriedbrunnen“ wurde saniert und sprudelt wieder. Dieser befindet sich ganz in der Nähe des Marktfrauenbrunnens. Im Zusammenhang mit dem Verkehrsbauvorhaben Lennéplatz organisierte Wolfgang Klose, Projektsteuerer der Dorsch Consult Ingenieurgesellschaft Dresden, involvierte Firmen und Institutionen, sich an der Instandsetzung des nahe gelegenen Siegfriedbrunnens zu beteiligen. Die Tiefbauarbeiten (Rohrgraben in Handschachtung) übernahmen anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Pfahl- und Gemeindehauses der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ in Dresden Gemeindemitglieder dieser Kirche. Der Dresdner Springbrunnenanlagenbau Eberhard Grundmann übernahm die wassertechnische Installation direkt am Brunnen. Des Weiteren beteiligten sich folgende Firmen mit Sach- und Geldspenden: Stadtentwässerung Dresden, DVB AG, DREWAG, Baugrund Dresden, Ingenieurbüro Spiekermann, ARGE Lennéplatz, BIT Planungsgruppe Brücken-, Ingenieur- und Tiefbau und Obermeier Planen und Beraten GmbH. Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft bedankt sich bei den genannten Firmen und Institutionen sowie beim Landesamt für Denkmalpflege und beim Regiebetrieb Zentrale Technische Dienstleistungen für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung. Der Siegfriedbrunnen aus Beton und Kunststein wurde 1936 von Bildhauer Franz Weschke geschaffen. Der Künstler greift mit der Plastik ein Thema aus der Nibelungensage auf, nach dem Siegfried einen gefährlichen Drachen tötet, in dessen Blut badet und somit unverwundbar wird, bis auf eine Stelle auf dem Rücken, die durch ein Lindenblatt verdeckt war. Durch Intrigen wurde Siegfrieds Geheimnis verraten und er fand während einer Jagd den Tod.

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