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Meldung vom 04.10.2006

Grippeschutzimpfung 2006/2007

Das bislang sommerliche Herbstwetter lässt Gedanken an nasskalte Wintertage und grippale Infekte kaum aufkommen. Auch waren Influenza-Viren in der vergangenen Saison nicht Gegenstand spektakulärer Berichte. Und trotzdem, es wird im Winter 2006/07 wieder Influenzaerkrankungen geben. Niemand kann vor der Saison das Ausmaß der Erkrankungs- oder gar Todesfälle vorhersagen, keiner kann wissen, wie viele Menschen wegen einer schweren Influenza im Krankenhaus behandelt werden müssen. Sicher ist, die Influenzaviren verändern sich kontinuierlich. Nur wer sich jährlich mit dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Impfstoff immunisieren lässt, kann darauf vertrauen nicht oder nicht schwer zu erkranken. Auch wer bisher immer gesund war, kann eine Influenza mit bedrohlichem Krankheitsverlauf bekommen.

Der günstigste Zeitraum sich impfen zu lassen, sind die Monate Oktober und November. Die Impfung kann aber auch noch später durchgeführt werden. In Sachsen hat die Auslieferung der Impfstoffe begonnen. In Deutschland wird es ausreichend Impfstoff geben. Für Risikogruppen ist die Impfung kostenfrei. Wer sich beim Arzt nur impfen lässt, muss keine Praxisgebühr entrichten.
Im Gesundheitsamt Dresden werden ab Montag, 9. Oktober 2006, 9 bis 11 Uhr Influenza-Impfungen durchgeführt. Weitere Impfsprechstunden sind jeweils Dienstag und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr und Dienstag von 9 bis 11 Uhr sowie zusätzlich an den Montagen 16. und 23. Oktober jeweils von 9 bis 11 Uhr. An den anderen Montagen sowie mittwochs und freitags finden Impfungen und Reiseberatungen nach terminlicher Absprache statt. Die Impfstelle des Gesundheitsamtes befindet sich auf der Bautzner Straße 125 und ist unter 03 51/ 8 16 50 12 telefonisch zu erreichen.

Der Impfstoff ist ab dem vollendeten 6. Lebensmonat zugelassen und in der Regel sehr gut verträglich. Es handelt sich um einen „Totimpfstoff“, d.h. eine Erkrankung im Sinne einer Influenza kann durch die Impfung nicht ausgelöst werden. Allerdings werden andere virale Infekte (s.g. grippale Infekte) durch die Impfung nicht verhindert.

Um vielen Menschen den Impfschutz zu ermöglichen, hat die Sächsische Impfkommission (SIKO) bereits ab der Saison 2005/06 die Influenza-Impfung für alle Personen ab dem 50. Lebensjahr empfohlen.
Weiterhin sollten Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens eine Influenza-Impfung erhalten. Das trifft zu für Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen und Patienten mit chronischen Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten. Geimpft werden sollen Menschen mit einer Stoffwechselkrankheit (z.B. Zuckerkrankheit), mit Multipler Sklerose und mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten(z.B. HIV-Infektion).
Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen haben ein besonders hohes Risiko, auch sie sollten geimpft sein.

Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass auch alle Personen, die mit den genannten Risikopatienten entweder beruflich oder privat Kontakt haben eine Influenza-Impfung erhalten sollten. Das betrifft medizinisches Personal und Pflegepersonal, Familienangehörige sowie andere Personen mit direktem Kontakt zu Risikopatienten, wie z.B. Tumor- und Leukämiepatienten, HIV-Infizierten. Wichtig ist die Impfung von medizinischem Personal und Pflegepersonal. Bei diesem Personenkreis geht es neben dem eigenen Schutz auch um den Schutz der anvertrauten Patienten!

Die Influenza-Viren werden vorwiegend durch Speicheltröpfchen beim Sprechen, Niesen oder Husten von Mensch zu Mensch übertragen. Wer also täglich mit vielen Mitmenschen Kontakt hat sollte sich gegen Influenza Impfen lassen.

Im vergangenen Jahr wurde immer wieder über menschliche Erkrankungsfälle mit dem Vogelgrippe-Virus (aviäre Influenza) berichtet. Die Impfung mit dem saisonalen Influenza-Impfstoff schützt den Geimpften nicht vor einer Infektion mit aviären Influenzaviren. Trotzdem wird für beruflich exponierte Menschen (Infektionsgefährdung durch Vögel, z.B. in Mastbetrieben) eine Influenza-Impfung empfohlen. Dies kann unter Umständen die Abgrenzung zu Vogelgrippe-Erkrankungen erleichtern.

Auch bei Fernreisen ist mit Influenza-Erkrankungen zu rechnen. Deshalb wird die Impfung für Reisende mit erhöhtem Gefährdungsrisiko (z. B. Kreuzschiffreisen, längere Bahn- und Busreisen über 24 Stunden, organisierte Touristengruppen, Mekka-Pilger und alle Tropen- und Subtropenreisenden ganzjährig) empfohlen.

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