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Meldung vom 20.06.2005

Studenten werben für Schulprojekt in Dresdens Partnerstadt Brazzaville

Mit einem Kuchenbasar will der Fachschaftsrat der Erziehungswissenschaftler an der TU Dresden am Dienstag, 21. Juni 2005, Spenden für ein Schulprojekt in Dresdens Partnerstadt Brazzaville sammeln. Im Vorlesungsgebäude am Weberplatz wird ab 9 Uhr in den Pausen zwischen den Vorlesungen Kuchen verkauft. Der Erlös wird an den Dresdner Verein arche noVa e. V. gespendet, der gemeinsam mit einem Partnerverein in Brazzaville Schulgebäude sanieren wird.

Erst vor kurzem hatte eine Klasse des Romain-Rolland-Gymnasiums schon Werbung für die Städtepartnerschaft gemacht: Beim Haus- und Hoffest des „RoRo“ am 16. April 2005 hatte die Klasse 9/3 mit Wandzeitungen über das Schulprojekt und die Städtepartnerschaft informiert und mit Hilfe eines afrikanischen Spezialitäten-Büffets rund 150 Euro an Spenden eingeworben.

Noch in diesem Jahr soll mit der Sanierung eines Schulgebäudes in Brazzaville begonnen werden. Ein Antrag auf Kofinanzierung des Projektes aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit wird demnächst gestellt. Bei seinem Brazzaville-Besuch im November 2002 hatte Olaf Perner vom Verein arche noVa Kontakte mit verschiedenen Einrichtungen und Vereinen geknüpft. Zwei Wochen lang konnte er sich ein Bild von der Situation in der kongolesischen Hauptstadt (Republik Kongo) nach dem Bürgerkrieg machen. Ein Verein aus Brazzaville, der sich für die Instandhaltung von Schulen einsetzt, bat um Unterstützung. Mit bis zu 200 Schülern in einem Klassenraum sind die Schulen in Brazzaville hoffnungslos überfüllt. Um die schlechte Raumsituation in den Griff zu bekommen, wird in zwei Schichten unterrichtet, vormittags und nachmittags. Auch der bauliche Zustand der meisten Grundschulen ist katastrophal. So sind Dächer undicht und Fundamente unterhöhlt. Schulbänke gibt es nicht, die Schüler sitzen auf dem Beton- oder Sandfußboden. Der Verein arche noVa plant, gemeinsam mit den Partnern vor Ort insgesamt drei Schulgebäude zu sanieren.

Um alle drei Schulgebäude sanieren zu können, wird weitere Unterstützung benötigt: Unter dem Stichwort „Schulaufbau Brazzaville“ können Spenden auf das Konto des Vereins arche noVa e.V., Konto-Nummer 35 73 00 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 850 205 00 überwiesen werden. Wer weitere Informationen über das Projekt haben möchte, kann sich an Olaf Perner vom Verein arche noVa wenden, Telefon 0351/4867940. Schulen, Vereine und Initiativen oder Einzelpersonen, die sich gern für die Städtepartnerschaft mit Brazzaville engagieren möchten, können sich auch an das Referat für europäische und internationale Angelegenheiten der Stadtverwaltung wenden, in dem die Städtepartnerschaften betreut werden (Tel. 0351/4882341, E-Mail: europareferat@dresden.de).

Seit 1975 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Dresden und Brazzaville. Durch den Bürgerkrieg in der Republik Kongo ab Mitte der 90er Jahre wurden die Kontakte unterbrochen, die seit Anfang der 90er Jahre entstanden waren. Seit 1999 ist die Abteilung Internationale Beziehungen der Dresdner Stadtverwaltung jedoch dabei, neue Beziehungen zu Partnern in der Zivilgesellschaft der afrikanischen Stadt zu knüpfen. Nach einem von den Einrichtungen und Vereinen Ökumenisches Informationszentrum, Inkota, Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen, aha-anders handeln, Cabana und Presseamt organisierten entwicklungspolitischen Stammtisch zum Thema „Brazzaville-Dresden: (Wieder)Belebung einer Partnerschaft“ bildete sich eine Initiative, die sich um die Wiederbelebung der Städtepartnerschaft kümmert. Regelmäßig trifft sich dieser „Arbeitskreis Brazzaville“, um Projekte zu besprechen. Für dieses Jahr ist noch eine Ausstellung der Malschule Poto-Poto aus Brazzaville geplant, außerdem kommt ein Chor aus der Partnerstadt zu den Tagen der Begegnung nach Dresden, die im Vorfeld des Weltjugendtages im August stattfinden.

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