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https://www.dresden.de/de/kultur/kulturentwicklung/kulturentwicklungsplan.php 15.01.2021 08:07:47 Uhr 16.01.2021 12:32:58 Uhr

Kulturentwicklungsplan

Der Kulturentwicklungsplan der Landeshauptstadt Dresden formuliert wichtige Ziele und Perspektiven für die Dresdner Kultur. Der aktuelle Kulturentwicklungsplan wurde 2008 vom Dresdner Stadtrat beschlossen. Das Amt für Kultur und Denkmalschutz hat 2016 mit einer Neufassung begonnen. Im Rahmen von Bürgerforen konnten die Dresdnerinnen und Dresdner an diesem Prozess teilnehmen.

Mit der Neufassung des Kulturentwicklungsplans (KEP) setzt das Amt für Kultur und Denkmalschutz einen Meilenstein für die kulturelle Entwicklung der Landeshauptstadt Dresden. Darin werden Perspektiven für die Kulturlandschaft formuliert und Strategien entwickelt, um die Herausforderungen des Gesellschaftswandels in einer wachsenden Stadt wie Dresden zielgenau anzugehen. 

Der Kulturentwicklungsplan enthält zwei große Bausteine: Die Leitlinien, als übergeordnete Entwicklungsschwerpunkte, an denen sich das Handeln von Kulturpolitik und -verwaltung orientieren soll, sowie die Ziele innerhalb der einzelnen Kultursparten, aus denen sich konkret umzusetzende Vorhaben ableiten. Weitere Teile des KEP sind notwendige Entwicklungen innerhalb der Kulturverwaltung sowie das Einzelkonzept zur kommunalen Kulturförderung. Letzteres analysiert die gegenwärtige Situation freischaffender Künstlerinnen und Künstler bzw. freier Träger und nennt Ziele, Strategien und Instrumente für die künftige Ausgestaltung der antragsgebundenen Kulturfinanzierung in Dresden.

Übergeordnetes Anliegen des neuen Kulturentwicklungsplanes ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt durch Kultur zu stärken sowie die Kultur- und Kunstinstitutionen weiterzuentwickeln. So soll der Ausbau kultureller Bildung dazu beitragen, die gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern. Neue Kultur- und Nachbarschaftszentren in den Stadtteilen sollen bessere Bedingungen für lokale Vereine und Kulturinitiativen schaffen und die Bürger vor Ort erreichen. Die Rahmenbedingungen für freie Kulturschaffende sollen sich durch Honoraruntergrenzen, die Erschließung neuer Räume sowie neue Förderrichtlinien verbessern. Weitere Schwerpunkte bilden eine moderne Erinnerungskultur und die Stärkung künstlerischer Qualität und Exzellenz im Kulturbereich. Mit der Erarbeitung eines Nachhaltigkeitskonzeptes sollen Maßnahmen für zukünftiges ressourcenschonendes Wirtschaften im Kultursektor eingeleitet werden. Digitalisierung als gesellschaftlicher „Metatrend“ soll in der zukünftigen Kulturentwicklung eine stärkere, auch kritisch-begleitende Rolle einnehmen.

Bürgerforen

Seit 2017 arbeitet die Kulturverwaltung gemeinsam mit Kulturschaffenden, Institutionen, Verbänden, Vereinen und Bürgerinnen und Bürgern an einem neuen Kulturentwicklungsplan. In neun stadtteilbezogenen Bürgerforen kamen Dresdens Einwohner mit ihren kulturellen Anliegen zu Wort.

Parallel fanden Fachforen zu speziellen Themen wie Gesellschaftswandel, Digitalisierung, Inklusion und der Entwicklung einzelner Kunstsparten wie Literatur, Medienkunst und Darstellende Künste statt. Auch die Strategie „Fair in Dresden“ zur Weiterentwicklung der Dresdner Kulturförderung entstand in diesem Prozess.

Im Zuge von Kulturentwicklungsplanung und Kulturhauptstadtbewerbung fanden im Jahr 2017 insgesamt elf Bürgerforen statt. Bei neun Veranstaltungen stand die Stadtteilkultur im Mittelpunkt. Dazu wurden in allen Dresdner Ortsamtsbereichen Bürgerforen durchgeführt. Jeweils eine Veranstaltung war zudem dem Thema interkulturelle Arbeit sowie den Herausforderungen des Gesellschaftswandels gewidmet. Alles in allem beteiligten sich 457 Dresdnerinnen und Dresdner an den elf Bürgerforen. Gegenwärtig findet die Auswertung der Anregungen statt, die die Bürgerinnen und Bürger dabei gegeben haben. Die Ergebnisse sollen im neuen Kulturentwicklungsplan Berücksichtigung finden. Einen Überblick über die wichtigsten Themen, die bei den Veranstaltungen besprochen wurden, geben die nachfolgenden Zusammenfassungen.

Amt für Kultur und Denkmalschutz

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