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https://www.dresden.de/de/kultur/erinnerungskultur-regionalgeschichte/Geschichte-und-Geschichtssymbol.php 21.01.2026 08:18:25 Uhr 21.01.2026 13:22:19 Uhr

13. Februar 1945: Geschichte, Geschichtssymbol und Gedenken heute

Zwischen dem 13. und 15. Februar 1945 wurde die Innenstadt Dresdens durch vier aufeinanderfolgende Luftangriffe fast vollständig zerstört. Aus Anlass der Bombardierung erinnern die Bürgerinnen und Bürger Dresdens jedes Jahr an die Opfer von Nationalsozialismus und Krieg, Hass und Zerstörung. 

Am Abend dieses 13. Februar brach die Katastrophe über Dresden herein: die Bomben fielen, die Häuser stürzten, der Phosphor strömte, die brennenden Balken krachten auf arische und nichtarische Köpfe, und derselbe Feuersturm riß Jud und Christ in den Tod; wen aber von den etwa 70 Sternträgern diese Nacht verschonte, dem bedeutete sie Errettung, denn im allgemeinen Chaos konnte er der Gestapo entkommen.

Victor Klemperer

Menschenkette

Jährlich, am 13. Februar wird in Dresden vielfältig an die verheerenden Folgen von Menschenverachtung, Diktatur und Nationalismus erinnert. Die Menschenkette in der Dresdner Innenstadt ist seit vielen Jahren an diesem Tag ein zentrales Element, um gegen Krieg, Gewalt und Zerstörung und um einer politischen Instrumentalisierung dieses Tages entgegenzutreten. Nach einem musikalischen Auftakt am frühen Abend auf dem Theaterplatz folgen Ansprachen der Stadtspitze sowie der Leitung der Technischen Universität Dresden. Anschließend formiert sich eine Menschenkette, die sich zur vollen Stunde über die Innenstadt erstreckt. Mehrere tausend Menschen umschließen dabei Hand in Hand, begleitet vom Glockengeläut der Dresdner Kirchen, die Innenstadt. 

Ordnungskräfte für Menschenkette 2026 gesucht

Jährlich wird in Dresden mit vielfältigen Veranstaltungen an die verheerenden Folgen von Menschenverachtung, Diktatur und Nationalismus erinnert. Die Menschenkette in der Dresdner Innenstadt ist an diesem Tag ein wichtiges Symbol und ein kraftvolles Zeichen gegen Krieg, Gewaltherrschaft und Zerstörung. Damit soll auch einer politischen Instrumentalisierung dieses Tages entgegengewirkt werden.

Zur Sicherung der Menschenkette am Freitag, 13. Februar 2026, sucht die Landeshauptstadt engagierte Freiwillige, die als Ordnerinnen und Ordner mitwirken können. 

Die Ordnerinnen und Ordner unterstützen die Versammlungsleitung beim Ablauf der Versammlung und wirken im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf deren Friedlichkeit hin. Sie ermöglichen das Bilden einer Menschenkette durch die Dresdner Altstadt und koordinieren alle, die sich darin einreihen möchten. Eine Einweisung für alle erfolgt am 13. Februar, 16 Uhr, im Landhaus, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden. Die Versammlung endet gegen 18.30 Uhr.

Es ist nicht Aufgabe der Ordnerinnen und Ordner, im Einzelfall Gefahren für die öffentliche Sicherheit abzuwehren. Die Befugnis hierzu steht nur den allgemeinen Ordnungsbehörden und der Polizei zu.

Ordnerschulung

Alle, die unterstützen können, sind herzlich zu einer der beiden Ordnerschulungen eingeladen.

  • Donnerstag, 29. Januar 2026, 17 Uhr, Vortragsraum im Erdgeschoss des Kulturrathauses, Königstraße 15, 01097 Dresden
    oder 
  • Dienstag, 3. Februar 2026, 17 Uhr, Vortragsraum im Erdgeschoss des Kulturrathauses, Königstraße 15, 01097 Dresden

Über folgenden Link können Sie sich als verbindlich anmelden:
Ordner/-in Menschenkette 13. Februar 2026 | Beteiligungsportal Landeshauptstadt Dresden

Sie können Ihre Fragen per E-Mail an erinnerungskultur@dresden.de oder telefonisch unter 0351-4888916 an uns richten.


Bitte beachten Sie, dass Ordnungskräfte zur Menschenkette mindestens 16 Jahre alt sein müssen.

Auseinandersetzung heute

Heute ist der Begriff Erinnerungskulturen im wissenschaftlichen wie öffentlichen Diskurs omnipräsent und ein relevanter Bereich der Stadtpolitik. Erinnerungskultur bezieht sich auf die Art und Weise, wie eine Gesellschaft mit ihrer Vergangenheit und ihrer Geschichte umgeht. Erinnerungskulturen sind dabei häufig diskursiv und kontrovers, immer jedoch auch vielstimmig. 

Für viele Dresdner Bürger, Initiativen und Institutionen ist das Erinnern an die Zerstörung Dresdens im Februar 1945 wichtig. Als Teil einer breiten und lebendigen Erinnerungskultur setzen sich zahlreiche Akteure aus unterschiedlichen Perspektiven und Überzeugungen heraus mit dem Erinnerungsort Dresden auseinander.

Geschichte

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