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Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de https://www.dresden.de/de/wirtschaft/tomorrowshome/kultur-und-kreativwirtschaft.php 23.09.2026 08:29:20 Uhr 17.10.2026 19:42:05 Uhr |
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Kultur- und Kreativwirtschaft in Dresden
Innovationstreiber, Wachstumsbranche und Standortfaktor
Die Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von knapp 1,5 Milliarden Euro und beschäftigte rund 23.000 Erwerbstätige. Damit zählt sie zu den wirtschaftlich relevanten Branchen der Landeshauptstadt – vergleichbar mit klassischen Industriezweigen, aber deutlich kleinteiliger organisiert. Unter Kultur- und Kreativwirtschaft werden diejenigen Unternehmen erfasst, die überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von entsprechenden Gütern und Dienstleistungen befassen.*
Stabiles Wachstum trotz multipler Krisen
Seit 2017 ist der Branchenumsatz von 1,1 auf knapp 1,5 Milliarden Euro gestiegen – ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund vier Prozent. Die Zahl der Gesamtbeschäftigten legte um knapp 21 Prozent auf rund 15.800 zu. Der Einbruch im Corona-Jahr 2020 fiel moderat aus und wurde rasch aufgeholt, was für eine hohe Resilienz der Branche spricht. Gegenläufig entwickelt sich jedoch die unternehmerische Basis: Mit rund 2.300 Unternehmen und Selbständigen lag ihre Zahl 2024 unter dem Ausgangswert von rund 2.500 im Jahr 2017. Wachstum bei Umsatz und Beschäftigung trifft also auf eine schrumpfende Zahl von Unternehmen.*
Wachstumsmotoren und Stärkefelder
Umsatzstärkster Teilmarkt ist die Software- und Games-Industrie mit 557 Millionen Euro. Sie wuchs gegenüber 2017 um knapp 72 Prozent, beschleunigt durch z. B. KI-Anwendungen. Es folgen der Pressemarkt mit rund 352 Millionen Euro, der Architekturmarkt mit knapp 158 Millionen Euro, die Designwirtschaft mit knapp 114 Millionen Euro und der Werbemarkt mit rund 103 Millionen Euro. Rückläufig entwickelte sich dagegen z. B. der Kunstmarkt. Die Teilmärkte unterscheiden sich in Marktlogik, Finanzierungsform und Krisenanfälligkeit erheblich.*
Standortfaktor und Förderung
Die Kultur- und Kreativwirtschaft steht seit langem im Fokus der wirtschaftspolitischen Entwicklungsstrategie der Landeshauptstadt Dresden. Sie wirkt als Innovationstreiber, als Impulsgeber für Unternehmensansiedlungen und als entscheidender Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte.*
Überregionale Einordnung
Der Zweite Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht für Sachsen bestätigt, dass die Branche durch ihre schöpferischen und dynamischen Prozesse wesentliche Impulse in den Bereichen Innovation, Image, Identität sowie Kultur und Gesellschaft gibt – Effekte, die weit über die eigene Wertschöpfung hinausreichen. Auch für Sachsen insgesamt hat das Wirtschaftsministerium die Branche 2024 ausdrücklich als „Impulsgeber für Innovation, Beschäftigung und regionale Wertschöpfung“ bezeichnet. Die rund 9.800 Unternehmen und 16.000 Kleinunternehmen des Freistaats erzielten 2023 einen Rekordumsatz von rund 4,8 Milliarden Euro und beschäftigten 81.000 Menschen.
Wie stark die Kreativwirtschaft eine Stadtökonomie prägen kann, zeigt Berlin. Laut dem Kreativ- und Digitalwirtschaftsbericht 2025 erzielte die Berliner Kreativwirtschaft im Jahr 2024 in der Einzelbetrachtung einen Umsatz von 41,1 Milliarden Euro bei rund 37.100 Unternehmen und knapp 195.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. In einer nettogereinigten Gesamtbetrachtung erwirtschaftete die Kreativ- und Digitalwirtschaft rund 15 Prozent des Berliner Gesamtwirtschaftsumsatzes.
Aber auch in flächenmäßigeren Bundesländern wie Rheinland-Pfalz verzeichnet die Branche mit rund 9.400 Unternehmen, 38.800 Beschäftigten und 6,5 Milliarden Euro Umsatz (2023) eine erhebliche Wirkungskraft und gilt dort ausdrücklich als „wichtiger Impulsgeber und bedeutender Motor wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklung“.*
*Hinweis: Detaillierte Daten und ungerundete Werte entnehmen Sie bitte der vollständigen Publikation.
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Monitoring-Bericht „Kultur- und Kreativwirtschaft Dresden 2017–2024" (2026)
Für Dresden: Die hier genannten Daten stammen aus dem Monitoring-Bericht „Kultur- und Kreativwirtschaft Dresden 2017–2024" (2026). Die Landeshauptstadt Dresden fördert den Verein WIR GESTALTEN DRESDEN – Branchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft e. V. im Wege der institutionellen Förderung. Im Rahmen dieser Förderung hat die Landeshauptstadt Dresden den Branchenverband um die Erstellung eines Monitoring-Berichts zur Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft gebeten. Der Verein hat zur Erfüllung dieser Aufgabe die FELDSTÄRKEN – Gesellschaft zur Förderung kreativer Branchen mbH (Köln) als externen Dienstleister beauftragt. Der Monitoring-Bericht ist u.a. in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Dresden entstanden.
Für Sachsen: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) / Goldmedia, Zweiter Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht für den Freistaat Sachsen, veröffentlicht im Dezember 2024 (Datenbasis u. a. für 2023).
Für Berlin: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Berlin / Goldmedia, Kreativ- und Digitalwirtschaftsbericht Berlin 2025 (Veröffentlicht 2025/2026; Datenbasis 2024).
Für Rheinland-Pfalz: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz / Kreativforen RLP, Branchen- & Wirtschaftsgutachten zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz.
Branchenübergreifende Zusammenarbeit - Cross Innovation in Dresden
"Cross Innovation": So nennt man es, wenn Kreativschaffende mit Unternehmen etwa aus Handel, Handwerk oder Industrie branchenübergreifend in Projekten zusammenarbeiten. Gelingt das, profitieren alle Seiten von der entstehenden Wirtschaftskraft.
Der dreiminütige Kurzfilm umreißt das Leistungsspektrum der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft und soll zu mehr Zusammenarbeit zwischen Kreativen und Unternehmen anregen. Entstanden ist das Werk unter Mitwirken des Amtes für Wirtschaftsförderung und dem Branchenverband Wir gestalten Dresden (WGD).
Lydia Göbel, Geschäftsführerin WGD: „Neue Produkte entwickeln, Markenerlebnisse inszenieren oder Zukunftstechnologien ansprechend erklären – das sind nur drei der unzähligen Bereiche, in denen Kreativschaffende ihre Innovationsmotoren anwerfen können. Als Branchenverband der Kultur- und Kreativwirtschaft sehen wir es als unsere Aufgabe, Kreative und Unternehmen fruchtbringend zusammenzuführen, um Synergien zu nutzen und Potentiale auszuschöpfen.“
Wir gestalten Dresden - der Branchenverband in Dresden
Seit 2013 unterstützte die Wirtschaftsförderung den Branchenverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Wir gestalten Dresden (WGD). Auf Grundlage der Stadtratsbeschlüsse zum Doppelhaushalt 2025-2026 wird WGD mit einer Institutionellen Förderung i. H. v. jeweils 140 000 Euro gefördert.
WGD bildet eine Schnittstelle zwischen Kultur- und Kreativwirtschaft, Politik, Stadtverwaltung und anderen Wirtschaftszweigen. Durch die Arbeit von WGD wurde ein großes Netzwerk an Unternehmen aufgebaut, die Sichtbarkeit dieses Branche in Dresden deutlich gestärkt und eine Professionalisierung vorangetrieben. Dies trägt auch zu einem kontinuierlichen Wachstum und einem Anstieg der Beschäftigtenzahlen bei.
So kooperieren die BUGA Dresden 2033 und WIR GESTALTEN DRESDEN strategisch für kreative Stadtentwicklung und langfristige Impulse in Dresden. Mit dem Weiterbildungsformat AI ACADEMY werden KI-Kompetenzen der Kultur- und Kreativwirtschaft gestärkt. Der erstellte Monitoring-Bericht ermöglicht eine faktenbasierte Diskussion und bildet eine wesentliche Grundlage für entsprechende Wirtschaftsförderstrategien. Darüber hinaus werden Unternehmen in Dresden beraten und regelmäßig individuelle Orientierungsgespräche angeboten.
Interessante Links
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Wir gestalten Dresden e. V.
Branchenverband der Kultur- und Kreativwirtschaft in Dresden: Dach und Stimme für die kreativen Köpfe Dresdens
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Kreatives Sachsen: sächsisches Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft
Mutmacher und Impulsgeber für Kultur- und Kreativschaffende in ganz Sachsen
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Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung
Damit gibt es für den Wirtschaftszweig auf Bundesebene erstmalig eine eigene Plattform. Ziel ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche und Verbesserung der Erwerbschancen von Kleinkünstlern.
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Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes
Das Kompetenzzentrum ist die zentrale Anlaufstelle für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland und ihr nahestehende Institutionen (z.B. Verbände).
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Fördernetzwerk Kultur- und Kreativwirtschaft
Das Netzwerk vereint bundesweit Fördereinrichtungen, fördert und organisiert den Austausch zwischen ihnen und unterstützt im Sinne des Peer-Learnings.