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Meldung vom 19.04.2016

Asyl in Dresden - Aktuelle Informationen

Das Grundrecht auf Asyl ist ein zentrales Merkmal unseres demokratischen Rechtsstaates. Alle deutschen Kommunen haben die gesetzliche Pflicht, für eine menschenwürdige Unterkunft der Flüchtlinge Sorge zu tragen. Auch die Landeshauptstadt Dresden steht in der Verantwortung, einen Beitrag für die Unterbringung und Betreuung dieser Menschen zu leisten.

Ankünfte in dieser Woche:

In der 16. Kalenderwoche weist die Landesdirektion Sachsen insgesamt 58 Personen an die Landeshauptstadt Dresden zu. In der vergangenen, der 15. Kalenderwoche hat die Landeshauptstadt Dresden 49 Personen aufgenommen.

Entwicklung seit Anfang 2016:

Seit 1. Januar 2016 bis einschließlich der 16. Kalenderwoche hat die Landesdirektion Sachsen insgesamt 1.038 Personen an die Stadt Dresden zur Unterbringung zugewiesen. Diese stammen vor allem aus Syrien (414 Menschen) und Afghanistan (239 Menschen).

Unterbringung von Asylsuchenden:

Für die Unterbringung von Flüchtlingen werden laufend Objekte im Stadtgebiet vorbereitet. Am Donnerstag, 21. April, findet im neuen Übergangswohnheim für Asylsuchende in der Altenberger Straße 83 ein Tag der offenen Tür statt. Oberbürgermeister Dirk Hilbert wird die Besucher begrüßen. Von 16 Uhr bis 18 Uhr erhalten Interessierte die Möglichkeit, sich die Einrichtung anzusehen sowie Fragen an die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, an die im Ortsamtsbereich Blasewitz zuständige Regionalkoordinatorin für Flüchtlingssozialarbeit, an den Betreiber des Wohnheims und an die Vertreter des Netzwerks „Seidnitzer Nachbarschaft“ zu stellen.

Im Ergebnis eines Stadtratsbeschlusses wurde das Übergangswohnheim in der Altenberger Straße 83 im Erdgeschoss in den vergangenen Wochen zu Wohnzwecken umgebaut. Das Übergangswohnheim ist das erste in Dresden-Blasewitz. Maximal 48 Menschen können hier untergebracht werden. Das Wohnheim wird aller Voraussicht ab der 18. Kalenderwoche mit Männern belegt. Zum Stand 18. April 2016 hat die Landeshauptstadt Dresden im Ortsamtsbereich Blasewitz insgesamt 181 Flüchtlinge in Wohnungen untergebracht. Im gesamten Stadtgebiet sind durch die Landeshauptstadt Dresden aktuell insgesamt 5 356 Personen in Wohnungen, Wohnheimen und Interimsunterkünften untergebracht.

Spende für die Dresdner Volkshochschule:

Die f6 Cigarettenfabrik Dresden GmbH & Co. KG finanziert mit 25 600 Euro insgesamt fünf Sprachkurse für Asylsuchende und Flüchtlinge. Die Kurse werden in Zusammenarbeit mit der VHS Dresden realisiert und schaffen ein Angebot für 100 Asylsuchende, um ihnen die Integration zu erleichtern.

„Wir sind dem Unternehmen für diese Spende außerordentlich dankbar. Das Engagement ist beispielhaft und unterstreicht einmal mehr die Verbundenheit der Firma zu unserer Stadt. Genau so werden wir gemeinsam die Herausforderung Integration meistern, als Stadtgemeinschaft. Auf weitere Initiatoren freuen wir uns gern. Investition in Bildung ist Zukunft", sagte Dirk Hilbert zur Übergabe..

100 Flüchtlinge aus Afghanistan, Eritrea, Syrien, dem Iran, dem Irak, Libyen, Pakistan und anderen Ländern können durch die Spende an der Volkshochschule Deutsch erlernen. Die fünf Kurse finden einen Monat lang wochentags mit täglich je fünf Unterrichtseinheiten statt. Die Volkshochschule Dresden ist seit über zehn Jahren Träger für Integrationskurse und bietet inzwischen über 260 „Deutsch als Fremdsprache“-Kurse mit unterschiedlichen Lerninhalten im Jahr an.

Kommunale Unternehmen der Stadt engagieren sich für junge Flüchtlinge:

Über 70 junge Asylbewerberinnen und -bewerber im Alter zwischen 18 und 27 Jahren werden zurzeit in sogenannten Vorbereitungsklassen mit berufspraktischen Aspekten (VKA-Klassen) an zwei beruflichen Schulzentren in Dresden auf eine reguläre berufliche Ausbildung vorbereitet. Ziel dieser VKA-Klassen ist es, zunächst im Unterrichtsfach DaZ (Deutsch als Zweitsprache) die deutsche Sprache sicher zu erlernen und im soziokulturellen Umfeld der Region anzukommen.

Auf diesem Wege der Vorbereitung unterstützen kommunale Unternehmen, wie die DREWAG/ENSO, Stadtreinigung Dresden, Dresdner Verkehrsbetriebe, Cultus gGmbH und die Stadtentwässerung Dresden, die beruflichen Schulzentren.

Im Projekt „Vorbereitung junger Asylsuchender auf eine berufliche Ausbildung (VAbA)“ übernehmen die Unternehmen die Patenschaft für zwei VKA-Klassen an den beruflichen Schulzentren Technik „Gustav Anton Zeuner“ und Elektrotechnik Dresden. Spezielle Tools ergänzen und begleiten den Unterricht der Fachklassen. Hierzu zählen Aktionen, wie Lehreinheiten in den VKA-Klassen selbst, Schnuppertage und Schülerpraktika in den Unternehmen, aber auch eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten, die vom Sport- bis zum Grillnachmittag reichen und auch Angebote für die eigenen Mitarbeiter sind. Die sächsische Staatsministerin für Kultus, Brunhild Kurth, und Oberbürgermeister Dirk Hilbert gaben am 18. April gemeinsam den offiziellen Projektstart in der historischen Siebscheibenhalle der Stadtentwässerung Dresden.

Wie können Bürger helfen?

Um direkte Spenden für Flüchtlinge zu ermöglichen, hat die Stadt ein Sonderspendenkonto eingerichtet. Auf Grundlage eines Beschlusses des Bundesministeriums der Finanzen wird für Spenden auf diese Sonderkonten der vereinfachte Zuwendungsnachweis anerkannt. Spender können ihre Spende so gegenüber der Steuerbehörde mit dem Einzahlungsbeleg der Bank nachweisen.

Das Sonderspendenkonto lautet:

Empfänger: Landeshauptstadt Dresden
IBAN: DE62 8505 0300 0225 7573 70
BIC: OSDDDE81XXX
Verwendungszweck: Spende für Flüchtlinge
oder
Spende für Flüchtlingskinder

Das Sozialamt und Jugendamt nutzen die eingegangenen Spenden für Wörterbücher, Kleidung, Rucksäcke und Spielsachen.

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