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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2005/02/c_117.php 29.05.2015 00:39:02 Uhr 13.11.2019 06:07:36 Uhr
Meldung vom 16.02.2005

Baubeginn im Festspielhaus Hellerau

Die Bauvorbereitungen in Hellerau laufen seit Juli 2004. Jetzt geht es richtig los. Die Sanierung des Festspielhauses Hellerau soll im Jahr 2006 beendet sein.
Baufreiheit wurde bereits geschaffen. Die notwendige PAK- und Phenolsanierung (1) ist bereits abgeschlossen.
Gerüste wurden gebaut. Jetzt beginnt der Umbau. Beton wird saniert, das Gebäude wird neu abgedichtet, Fenster werden erneuert, Dach und Dachrinnen saniert. Dann folgt der Innenausbau. Bei der anstehenden Sanierung werden einige der veränderten Bereiche aus den Jahren 1935 bis 1938, vor allem im großen Saal und den östlichen und westlichen Seitenbühnen wieder in ihrer ursprünglichen Kubatur von 1911 zurückgeführt. Zur Nutzung als Spielstätte für Theater und Tanz werden Garderoben und Lagerräume im Kellergeschoss untergebracht. Besuchergarderoben und Sanitärräume sowie Kassenbereich befinden sich rechts und links vom Foyer.

Das Gebäude erhält eine neue Heizung und Lüftung. Die Lüftung wird auch für die Entrauchung des Festspielhauses genutzt. Auch die Sanitäranlagen werden erneuert. Zum Schluss erhält das Gebäude eine Elektro- und Brandmeldeanlage und die Technik für Bühne und Beleuchtung, Ton und Medien wird installiert.

An jedem Ort des Saales können nach dem Umbau Spielflächen entstehen und auch das Publikum kann an verschiedenen Stellen platziert werden. Am Ort des ehemalige Orchestergrabens wird ein höhenverstellbares Tafelbodensystem installiert, das durch absenken eine Bühnensituation schafft. Die Bühnentechnik ist in der offenen Dachkonstruktion integriert. Lastpunkte und Kettenzüge befinden sich im Raster drei mal drei Meter über der Saalfläche.

Die Planung des Baus kostet ca. 1.385.850 Euro, für die Durchführung werden ca. 6.114.150 Euro veranschlagt. Gesamtsumme: ca. 8 Mio. Euro.

Mit Stadtratsbeschluss vom Dezember 2003 gründete die Landeshauptstadt in Dresden-Hellerau das Europäische Zentrum der Künste Hellerau. Mit dem Kaufvertrag von Juli 2004 übernahm die Stadt Dresden das Gelände des Festspielhauses Hellerau vom Freistaat Sachsen. Grundlage dafür bildet die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Freistaat Sachsen, dem Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main der Stadt Dresden und der Forsythe Company. Mit dem Budget von 8 Mio. Euro soll das Festspielhaus Hellerau wieder bespielbar hergestellt werden. Das Hochbauamt der Landeshauptstadt koordiniert die Sanierung.

Das Architekturbüro Meier- Scupin aus München ist mit der Planung beauftragt. Die Bauüberwachung übernimmt das Büro Hahn und Kollegen aus Dresden. Sieben Firmen aus Dresden und Umgebung erhielten bereits Aufträge

Für das Rhythmikinstitut Jaques-Dalcroze, errichtete Heinrich Tessenow 1911 das Festspielhaus Hellerau. Dieser zweigeschossige Massivbau mit ungenutzten Dachraum wurde 1935 bis 1938 zur Polizeischule umgebaut. Zwischen 1945 bis 1991 war es Besitz der Sowjetarmee. Das Festspielhaus, das Gelände sowie die Gartenstadt Hellerau stehen unter Denkmalschutz.

(1) PAK = Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe sind Hauptinhaltsstoffe von Steinkohlenteer und daraus gewon-nenen Produkten. Teer als Abfallprodukt der Gaserzeugung und gleichzeitig begehrter Grundstoff wurde bis in die 70-er Jahre in sehr vielen bauchemischen Produkten und Baumaterialien eingesetzt. PAK sind eine Stoffgruppe mit mehreren hundert Einzelstoffen, sie treten in fast allen Fällen als Gemisch vieler Einzelstoffe auf. PAK auch in geringen Mengen verursachen Zusatzkosten bei der Abfallentsorgung und beim Abbruch. Bereits teerhaltige Anstriche oder Kleber können zu einer Belastung betroffener Bauteile im abfallrechtlichen Sinn führen. Quelle: www.katumwelt.de

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