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15.11.2011

Beutlerpark – weitere Rekonstruktionsarbeiten beginnen

Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft hat die Dresdner Garten- und Landschaftsbaufirma Nestler beauftragt, im ersten Halbjahr 2012 weitere Wegebau- und Pflanzarbeiten im Beutlerpark durchzuführen. Wenn das Wetter frostfrei bleibt, können die Arbeiten noch im November starten. Das Bauvorhaben kostet insgesamt etwa 135 000 Euro. Bereits 2008/09 hatte das Amt begonnen, steile Wegstücke im Park instandzusetzen. Nun steht weiteres Geld zur Verfügung, um die dringend erforderlichen Rekonstruktionsmaßnahmen fortzusetzen.

„Der Beutlerpark ist eine außerordentlich stark genutzte Parkanlage und steht als Kulturdenkmal nach Sächsischem Denkmalschutzgesetz seit 1994 unter Schutz", erklärt Amtsleiter Detlef Thiel. Die Besonderheit der Anlage liegt in seiner wechselvollen Geschichte, die sich in drei Phasen aufteilen lässt:

Die Schanze wurde im Jahr 1866 von den Preußen gegen den Angriff der Österreicher errichtet, hatte aber geringe militärische Bedeutung. Ende des 19. Jahrhunderts wurden auf Teilen des heutigen Parks Schrebergärten angelegt. Eine Bebauung erfolgte ab 1867 rings um die Schanze. Ein Bebauungsplan aus dem Jahre 1910 setzte das Schanzenareal als öffentliche Anlage fest.

Im Jahr 1912 verpflichtete sich die Stadt, auf dem Gelände einen öffentlichen Park zu errichten, bereits 1913 erfolgte dann die Übergabe des Parks an die Bevölkerung. Die Hohlformen der Schanze wurden zugeschüttet, der Graben teilweise einbezogen und mit Wasser gefüllt. Ein Rosengarten wurde als Sondergarten angelegt, er existierte jedoch nur kurze Zeit. Im Jahr 1926 starb Gustav Otto Beutler, der bis 1915 Oberbürgermeister von Dresden war. Ihm zu Ehren wurde der Schanzenpark in Beutlerpark umbenannt.

In den 50er Jahren wurde der Park umgestaltet. Bis 1955 wurde der Wassergraben verfüllt und die Traversen eingeebnet, eine Sandsteinbastion und Sitzplätze entstanden neu. Eine klare Formensprache veränderte die räumliche Parkstruktur.

Im Jahr 2007 erarbeitete der Landschaftsarchitekt Michael Müssiggang im Auftrag des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft eine denkmalpflegerische Zielstellung und plante auf dieser Grundlage die Rekonstruktionsmaßnahmen, zu denen neben Wegebau und Pflanzungen auch neue Bänke und eine Informationstafel zur Geschichte des Parks gehören.

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