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23.04.2010

Landeshauptstadt Dresden verleiht Ehrenmedaillen

Oberbürgermeisterin Helma Orosz hat am heutigen Vormittag im Plenarsaal des Rathauses die Ehrenmedaille der Landeshauptstadt Dresden an Marian Sobkowiak und Joachim Schlese überreicht. Für diese beiden Preisträger hatte sich der Dresdner Stadtrat am 16. Dezember in nichtöffentlicher Sitzung entschieden. Die nach der Ehrenbürgerwürde höchste Auszeichnung der Landeshauptstadt Dresden dient der besonderen Würdigung von Personen, die sich laut Satzung „um das gesellschaftliche, politische, kulturelle, religiöse, soziale oder wirtschaftliche Leben in der Stadt Dresden in besonderer Weise verdient gemacht oder durch ihr Wirken das Ansehen der Stadt Dresden gemehrt haben“.

Der aus dem polnischen Gostýn stammende Marian Sobkowiak setzt sich seit vielen Jahren auf vielfältige Weise für Versöhnung, Toleranz und Verständigung zwischen Polen und Deutschen ein. 2009 wurde er hierfür bereits mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet. Vor allem Dresden und der Frauenkirche ist er eng verbunden. Unter anderem gehört er zu den Initiatoren einer großen Geste der deutsch-polnischen Versöhnung: der mit Spendengeldern aus Gostýn finanzierten Flammenvase für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche, die seit 1999 den Südturm der Kirche schmückt. Oberbürgermeisterin Helma Orosz würdigte in ihrer Rede Marian Sobkowiaks großes Engagement für die Versöhnung zwischen Polen und Deutschen und erinnerte dabei auch an die Dresdner Menschenkette zum 13. Februar diesen Jahres: Sie sei ein starkes „Zeichen (gewesen), dass wir uns der Versöhnungsbereitschaft, die uns entgegengebracht wird, würdig erweisen, ein Zeichen, dass wir alles dafür tun, dass diese Stadt nie wieder ein Hort rechter Gewalt sein wird.“

Mit Joachim Schlese ehrte die Stadt eine Persönlichkeit, die sich um das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Stadt Dresden in besonderer Weise verdient gemacht hat. Er ist Mitbegründer und langjähriger Leiter des Internationalen Dixieland Festivals Dresden, das in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum feiert. Das Festival gilt als das europaweit größte Oldtime Jazz Festival mit jährlich einer halben Million Besuchern aus der ganzen Welt. Durch sein großes persönliches Engagement und sein unermüdliches Bestreben, dem Festival immer von Neuem eine Zukunft zu geben, hat Joachim Schlese maßgeblich dazu beigetragen, das Festival über 40 Jahre hin stetig weiterzuentwickeln und bis heute lebendig zu erhalten. „Es ist auch dieses Festival, für das Dresden in der ganzen Welt bekannt ist, ein Festival, das Menschen aus aller Welt hier in Dresden zusammenbringt, ein Festival der Weltoffenheit“, so Oberbürgermeisterin Helma Orosz.

Die Laudationes im Rahmen des Festaktes sprachen Dr. Hans-Joachim Jäger, Erster Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e. V., für Marian Sobkowiak und Wolfgang Winn, Vorsitzender der Sächsischen Festival Vereinigung e. V., für Joachim Schlese. Grußworte sprachen neben der Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz auch Pfarrer Sebastian Feydt, Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche Dresden, und Prof. Dr. Klaus Georg Eulitz, Gründungsmitglied der „Blue Wonder Jazzband Dresden“, die zuletzt auch für einen swing-vollen musikalischen Abschluss des Festaktes sorgte. Beide Geehrten trugen sich nach der Verleihung in das Goldene Buch der Stadt Dresden ein.

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