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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2024/07/pm_020.php 09.07.2024 19:27:07 Uhr 13.07.2024 08:15:11 Uhr

Dresden trauert um Malte von Bargen, den Retter des Chinesischen Pavillons

Kulturbürgermeisterin Klepsch würdigt seine Verdienste 

Der Gründer und ehemalige Vorsitzende des Vereins Chinesischer Pavillon zu Dresden, Malte von Bargen, ist kürzlich im Alter von 94 Jahren verstorben. Zu seinen besonderen Verdiensten gehört es, den Chinesischen Pavillon, der 1997 durch einen Brand und durch Vandalismus schwer verwüstet wurde, gerettet zu haben. Dafür gründete er 2005 einen Verein, in dem sich viele Engagierte zusammenfanden und anfangs für den denkmalgerechten Wiederaufbau in erheblichem Umfang Förder- und Spendengelder einwarben. Später kam die Entwicklung eines Programmprofils hinzu. Malte von Bargen hat maßgeblichen Anteil daran, dass der Chinesische Pavillon nun erfolgreich sowohl als Ort des Kulturaustausches über das fernöstliche Land als auch für die Nachbarschaft dient. Der Chinesische Pavillon ist das einzige originale Gebäude seiner Art aus der Zeit des letzten Chinesischen Kaiserreichs in der Bundesrepublik Deutschland. 

„Dem Verdienst Malte von Bargens für die Sanierung und Revitalisierung des Chinesischen Pavillons bringe ich großen Respekt entgegen. Mit Engagement und Tatendrang ist er beispielgebend beim Aufbau des Vereins vorangegangen. Seinen Angehörigen sowie dem Verein wünsche ich Kraft für die kommende Zeit der Trauer und des Abschieds.“
Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch

Die Landeshauptstadt Dresden dankt dem Ehrenvorsitzenden des Vereins „Chinesischer Pavillon zu Dresden e. V.“ insbesondere dafür, dass durch sein beherztes Engagement ein schon fast aufgegebener Kulturort wiederbelebt wurde. Ein fortwährendes Andenken an Malte von Bargen dürfte durch ein vitales Kultur- und Nachbarschaftsleben im Chinesischen Pavillon am besten gewahrt bleiben. Der Verein wird durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden im Rahmen der Kommunalen Kulturförderung institutionell gefördert und hat für sein kulturelles Engagement im Stadtbezirk Loschwitz temporär eine Förderung als Kultur- und Nachbarschaftszentrum erhalten.