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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/stadtplanung/stadtteilplanung/promenadenring.php 16.01.2017 11:18:26 Uhr 22.10.2017 21:27:07 Uhr

Der Promenadenring um die Dresdner Altstadt

Foto zeigt Karte Rahmenplan welche den Promenadenring grafisch darstellt
© Amt für Geodaten und Kataster und Stadtplanungsamt, Rahmenplan Promenadenring
Luftbild vor 1990 mit Blick auf die Grunaer Straße
© Stadtplanungsamt, Grunaer Straße 5 vor 1990
Luftbild von 1886 mit Blick auf den Pirnaischer Platz
© Stadtplanungsamt, Pinaischer Platz 1886
Visualisierung des  Promenadenring, Standort Wallstraße mit Sicht zum Dr. -Külz- Ring
© Stadtplanungsamt, Grafik Promenadenring Wallstraße
Visualisierung des Promenadenring, Standort Dr. Külz Ring mit Sicht in Richtung Budapester Straße
© Stadtplanungsamt, Visualisierung der Planung

Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Dresden von einer Festungsmauer umgeben. Ihr Verlauf ist bis heute im Stadtgrundriss erkennbar, historische Bauwerke wie die Kasematten unterhalb der Brühlschen Terrasse sind noch vorhanden.

Mit dem geplanten Promenadenring soll in Zukunft ein großzügiger Boulevard entstehen, der diese historischen Spuren im städtebaulich-räumlichen Gefüge erhält und durch miteinander verbundene begrünte Stadträume sichtbar und erlebbar macht.

Geschichte der Stadtmauer

Das mittelalterliche Dresden gewann vom 13. bis zum 15. Jahrhundert seine Konturen. Es war geprägt von einer inneren und einer äußeren Befestigungsmauer sowie einem umlaufenden Wassergraben. Mit der Auswahl Dresdens zur Residenzstadt der Albertinischen Linie der Wettiner setzte ab 1485 eine intensive Bautätigkeit ein. So wurden die Stadtmauern durch gewaltige Festungswerke ersetzt.

Mit dem Anfang des 19. Jahrhunderts hatten die Festungsanlagen ihre wirtschaftliche und sicherheitsbedingte Bedeutung verloren und wurden abgebrochen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Struktur der historischen Stadt zur Rahmenkonstante für den Wiederaufbau. Die Bereiche der ehemaligen Wallanlagen wurden jetzt von Bebauung frei gehalten und für neue, weitläufig dimensionierte Verkehrsflächen genutzt. Diese in Grünflächen eingebettet, waren jedoch als öffentlicher Raum zum Verweilen und Flanieren kaum nutzbar.

Der Promenadenring als lebendiger Stadtboulevard

Die Zeit nach der politischen Wende 1990 war von kritischer Reflexion geprägt. Das städtebauliche Bild und die großräumigen Verkehrszüge der Innenstadt wurden hinterfragt und es entstand ein zunehmendes Bewusstsein für stadtklimatische Zusammenhänge und Verweilqualität des öffentlichen Raumes. All dies spiegelt sich heute in den vertieften Planungsansätzen für den Dresdner Promenadenring.

Sichtbare Geschichte am Boulevard

Entstehen soll ein großzügiger Stadtboulevard mit Alleen und Wasserflächen als herausgehoben gestalteter Freiraum. Der Ring soll als Spur des Verlaufs der alten Stadtbefestigung im städtebaulich-räumlichen Gefüge der Stadt erhalten bzw. zusammenhängend sichtbar gemacht werden.

Der Promenadenring soll in seiner Gesamtheit als zusammenhängender Raum zwischen den Bebauungskanten der Altstadt und der ehemals gründerzeitlichen Stadterweiterung durch zweireihige Baumalleen, befestigte und wassergebundene Flächen mit Bänken, Bäumen, einem Wasserband sowie nächtlicher Beleuchtung erlebbar werden.

Neben der Heilung stadträumlicher Defizite, wie der nur diffus wahrnehmbaren Grenze des Altstadtkerns und der gestörten Verflechtung mit den angrenzenden Stadträumen, bergen die Freiflächen das Potenzial eines ökologisch wertvollen Freiraums und dessen Vernetzung mit den angrenzenden Grünräumen von Elbe, Großem Garten, Bürgerwiese und Herzogin Garten.

Impulsprojekt für die Innenstadtentwicklung

Der Ring um die Altstadt wird zum Promenadenring umgestaltet. Er definiert die Außenkante der historischen Altstadt und sichert die baukulturelle Kontinuität über diesen Bereich hinaus. Die durchgängige Entwicklung des Promenadenrings ist eine stadtentwicklungspolitische Aufgabe ersten Ranges.

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