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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/stadtplanung/stadtteilplanung/Die_suedliche_Pirnaische_Vorstadt.php 19.01.2016 10:00:13 Uhr 15.12.2017 01:33:50 Uhr

Die südliche Pirnaische Vorstadt mit dem ehemaligen Robotronareal

Luftbild des Pirnaischen Platzes von 1886
© Luftbild des Pirnaischen Platzes von 1886, Stadtplanungsamt Dresden
Historischer Plan der Südlichen Vorstadt von 1849
© Historischer Plan der Südlichen Vorstadt von 1849, Stadtplanungsamt Dresden

Die südliche Pirnaische Vorstadt mit ihrer unmittelbaren Nähe zur historischen Altstadt stellt einen wesentlichen Entwicklungsbereich der Dresdner Innenstadt dar. Der vor 1945 insbesondere im westlichen Teil sehr dicht bebaute Stadtteil wird heute geprägt durch große Freiräume, in welche die großen Bauten des ehemaligen Elektronik-Kombinats ROBOTRON sowie das Deutsche Hygienemuseum als Solitärbauten eingestellt sind.

Die in der Folge des städtebaulichen Ideenwettbewerbs „Östlicher Altstadtring/Pirnaische Vorstadt" 1994 bis 1998 auf Grundlage optimistischer Prognosen erarbeiteten Planungskonzepte haben nicht zu der erhofften Entwicklung geführt. Die entgegen der Anfang der 1990er Jahre prognostizierten Entwicklung eingetretene tatsächliche Situation mit einer deutlich zurückhaltenderen demografischen Entwicklung, den noch immer im Kernbereich der Innenstadt vorhandenen erheblichen Flächenpotentialen für innenstadtrelevante Nutzungen sowie veränderten Bedingungen auf dem Wohnungs- und Büromarkt führte in Folge nicht zur Umsetzung der Planung.
War in den 1990er Jahren die Funktion klar als Erweiterungsfläche für die Dresdner Innenstadt definiert, so ist heute zu konstatieren, dass Nutzungen wie Einzelhandel, zentrale Verwaltungseinrichtungen („Technisches Rathaus"), Gastronomie oder Kultur sich nur in geringem Maße bzw. nicht im Gebiet neu etabliert haben. Auch die Entscheidung zum Ausbau des Rudolf-Harbig-Stadions muss als neuerliche Entwicklung hinsichtlich seiner Wirkungen auf das Umfeld bewertet werden.

Als positive Entwicklung mit überregionaler Bedeutung ist das Deutsche Hygiene-Museum zu nennen, welches ein „Frequenzbringer" in dem eher als Transitraum zu charakterisierenden Gebiet fungiert.

Als großes Plus für das Gebiet sind die zentrale Lage in unmittelbarer Nähe zur Dresdner Altstadt und zum Großen Garten sowie die vorhandenen großen Freiräume wie der Blüherpark, die Bürgerwiese oder der Bereich um die Lingner- und Herkulesallee zu nennen.

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