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https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/abfall-stadtreinigung/abfallberatung/abfallvermeidung/plastikbeutel.php 12.10.2017 09:59:21 Uhr 18.12.2017 07:47:23 Uhr

Auf Kunststofftüten verzichten - Mehrwegtaschen nutzen

Jeder Deutsche verbraucht pro Jahr durchschnittlich 76 Kunststofftüten. Bundesweit sind es 6,1 Milliarden Stück, die zusammen 185 000 Tonnen wiegen – rund das Dreifache des Gewichtes der Waldschlösschenbrücke.
Kunststofftüten sind jedoch eine große Belastung für die Umwelt, ihre Herstellung verbraucht viele Rohstoffe, Chemikalien und Energie und sie benötigen mehrere hundert Jahre bis sie abgebaut sind.
Viele von ihnen landen, als Müllbeutel genutzt, in der Gelben Tonne oder im Restabfall. Der Rest wird weggeworfen und verschmutzt Straßen, Grünflächen oder Gewässer.       
Aus diesem Grunde hat die Europäische Union eine Richtlinie herausgebracht, bei der bis Ende 2025 jeder Europäer nur noch 40 Kunststofftüten pro Jahr verbrauchen soll.

Mehrwegtaschen statt Kunststofftüten
Mehrwegtaschen verwenden
© A. Urbat

So können auch Sie mithelfen und zum Umweltschützer werden:

  • Verwenden Sie Mehrwegtaschen aus recyceltem Kunststoff, Stoffbeutel, Körbe, Klappboxen, Fahrradtaschen oder Rucksäcke.
  • Für Spontaneinkäufe lohnt es sich, eine Stoffbeutel in der Tasche bzw. im Kofferraum griffbereit zu haben.
  • Lehnen Sie kostenlos angebotene Kunststofftüten an der Kasse ab.
  • Benutzen Sie bereits vorhandene Tüten so oft wie möglich.
  • Ihren Brötcheneinkauf können Sie in einem Bäckerstoffbeutel oder Leinensack transportieren.
  • Machen Sie andere auf das Problem zu vieler Kunststofftüten aufmerksam.

Abfallvermeidung und ökologisches Bewusstsein im Dresdner Einzelhandel – auf Informationstour mit der Dresdner Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen

Ladeninhaberin Frau Heller und Frau Jähnigen im Gespräch
Ladeninhaberin Frau Heller und Frau Jähnigen im Gespräch
© A. Urbat

Lose, Böhmische Straße 14

Der Lose-Laden in der Dresdner Neustadt will auf möglichst viele Abfälle verzichten. Daher werden Nüsse, Eier, Cornflakes, Nudeln, Gewürze, Tee, Süßigkeiten, Backzutaten, Drogerieartikel sowie Obst und Gemüse unverpackt angeboten.
Die Kunden können die Waren, nach ihrem individuellem Bedarf, selbst in Mehrwegbehältern abfüllen. Entweder bringen sie diese mit oder sie kaufen oder leihen sich welche im Lose-Laden aus.
Somit wird nicht nur auf die Plastiktüte zum Transport des Einkaufes nach Hause verzichtet, sondern auch auf die Umverpackungen der Waren.

Frau Jähnigen mit den KONSUM Vorstand, Herrn Seifert und Herrn Ulke
Frau Jähnigen und die Herren Seifert und Ulke (Vorstand KONSUM)
© A. Urbat

KONSUM-Markt, Alaunstraße 21

Der KONSUM-Markt setzt mit seinem großen regionalen Produktsortiment auf ökologische Nachhaltigkeit. Denn kurze Transportwege von den Herstellern zu den KONSUM-Märkten verringern den Ausstoß von CO2-Emissionen. Zudem benötigt somit jeder Markt nur noch ein kleines Lager vor Ort.
Eine Überlagerung der Waren wird vermieden. Fallen doch Waren an bei denen das Haltbarkeitsdatum erreicht ist, werden diese an die Dresdner Tafel e. V. gespendet. Nicht mehr frisches Obst, Gemüse und Backwaren erhalten die Tiere des Dresdner Zoos.
Eine weitere Maßnahme zur Reduzierung von Abfällen ist der Verzicht auf Plastiktüten. Ende 2015 wurden sie abgeschafft.

Frau Jähnigen und der REWE-Marktleiter Herr Lamke
Frau Jähnigen und der REWE-Marktleiter Herr Lamke
© A. Urbat

REWE-Markt, Königsbrücker Straße 62 

Seit dem 1. Juni 2016 hat REWE die Plastiktüten abgeschafft. Alternativ gibt es für die Kunden Baumwolltaschen, mehrfach wiederverwendbare Papiertaschen und Kartonkisten.

Die Märkte arbeiten außerdem so umweltverträglich wie möglich. Ein nur kleines Lager im Markt hilft, überlagerte Waren zu vermeiden. Gerade abgelaufene Lebensmittel gehen auch an die Dresdner Tafel e. V. Unvermeidbar anfallende Abfälle werden getrennt gesammelt, die Sortierung wird anschließend noch einmal kontrolliert.

Der Ausstoß von CO2-Emissionen wird durch die Nutzung regionaler Anbieter, die Optimierung von Lieferstrecken und den Einsatz von Elektroautos reduziert. Die Abluft der Kühlanlagen wird für die Heizung benutzt und es werden energiesparende LED-Lampen eingesetzt.

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