Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/leben/gesundheit/beratung/sucht/kulturjahr-sucht/Projekte.php 16.10.2017 09:20:12 Uhr 16.12.2017 10:15:20 Uhr

Projekte

BLEIB SAUBER

Der Schriftzug bleib sauber und eine Hand die darauf zeigt
Bleib Sauber image
© Martin Gebauer

Performative Interventionen im Öffentlichen Raum

Konzept: Isaac Spencer

Tanz/ Performance: Rachel Tess und Isaac Spencer

Das Projekt “BLEIB SAUBER” ist eine performative Installation, welche in zwei unterschiedlichen öffentlichen Räumen der Stadt Dresden stattfindet. An vier aufeinanderfolgenden Tagen im Oktober jeweils von 8 – 18 Uhr werden Rachel Tess und Isaac Spencer die Symptome der Crystal Meth –Abhängigkeit darstellen – vor dem Hintergrund des städtischen Alltagslebens. Die Installation ist eine anhaltende, unerbittliche und bildliche Wiedergabe einiger der veränderten Verhaltensmuster, welche durch Suchtmittelmissbrauch verursacht werden – insbesondere der von Crystal Meth hervorgerufenen zwanghaften, sich wiederholenden Handlungen / Bewegungen und lethargischen Phasen.

Kooperationspartner:

Alexander Pötzsch Architekten | MARC Milvus Artistic Research Center | Kunsthaus Dresden

Music for the children - Thema Sucht

3 junge Menschen spielen Gitarre
MAICO
© Scott Tyrrell

Künstlerischer Workshop

Idee und Umsetzung: Marco Lösche und Marcus Bernhardt

In dem Projekt „Maico - Music for Children“ wird das Thema Sucht an einer Dresdner Schule behandelt. Ziel des dreitägigen Workshops ist es vor allem, sich mit der Droge Crystal Meth auseinanderzusetzen. Es geht vorrangig darum, dass die Schülerinnen und Schüler sich Alternativen bewusst machen, um das eigene Leben ohne Sucht zu gestalten. Die Kinder werden einen Liedtext verfassen, Melodien entwickeln und beides unter Anleitung aufnehmen. Höhepunkt des Projektes wird ein selbst produziertes Video sein, welches über YouTube für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Unterstützung bekommen die Kinder von einem Sozialarbeiter/Musiker und einem Musikproduzenten sowie einer Lehrperson.

Der Youtube Kanal wird unter dem Namen „Maico – Music for Children“ geführt und von Marco Lösche und Marcus Bernhardt in Kooperation mit den jeweiligen Schulen gepflegt und aktualisiert.

Die Ergebnisse werden auf der Website www.maico-music-for-children.com, sowie im Youtube- Kanal zu finden sein. Außerdem werden wir die Ergebnisse auf einem USB Stick zur Verfügung stellen, welcher dann über uns erworben werden kann. Weitere Verbreitungsoptionen, wie das Erstellen von Imagefilmen auf Facebook müssen individuell entschieden werden, in Abhängigkeit der Ergebnisse.

LAUTES TAUB

eine Collage aus einem Van und Details von Gesichtern
LAUTES TAUB Imagebild
© Magdalena Weniger, Jana Köder

Performative Interventionen im Öffentlichen Raum

Konzept und Umsetzung: Magdalena Weniger | Jana Maria Köder

Video: Konrad Behr

Grafikdesign: Ina Weise

Lichtdesign: Martin Mulik

Der Konsum von synthetischen Drogen u.a. Crystal ist ein aktives „sich Einmischen“ in unseren natürlichen Stoffwechsel, die Wahrnehmung der eigenen Wirklichkeit durch die Sinne wird dadurch zielgerichtet verfälscht. Die Arbeit LAUTES TAUB fragt innerhalb ihrer Umsetzung: Welchen Einfluss hat die Körpererfahrung der Substanz auf die Wahrnehmung unserer individuellen wie gemeinsamen Realität? Wie choreographiert die Substanz das Handeln unseren Alltag in Bsp. Spannung, Entspannung, Wiederholung etc.? Mit Bild, Sprache und Bewegung wollen wir diese Zustände und Aufstände der drogenbeeinflussten Leben verdeutlichen. Unsere mobile Performance im engen Raum eines VANs „zoomt“ einem Fernrohr gleich auf die reale Wirklichkeit, um sie gleichzeitig gemeinsam zu hinterfragen.

Enter2Esc

4 Frauenportraits
Enter2Esc Imagebild
© Daniela Laura Rodriguez Bello

Theaterstück/ Stückentwicklung

CAPTAIN KITCHEN INC

Judith Nebel | Katharina Lattke | Daniela Laura R. Bello |Anna Maria Damm

Projektleitung: Juliane Leuckfeld

Bei dem Projekt “Enter2Esc” handelt es sich um eine Stückentwicklung des Ensembles CAPTAIN KITCHEN INC zum Thema Entzug und den physischen und psychischen Hürden, die ein solcher mit sich bringt. Formal angelehnt an Videospiele wie ESCAPE THE ROOM GAMES oder Computer-Rollenspiele, wird Abhängigkeit als Krankheit und der Umgang mit Betroffenen, speziell im Prozess der Entwöhnung, untersucht und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Der Zuschauer wird dabei immer wieder eingeladen an diesem Prozess teilzunehmen und die Hauptfigur bei der Lösung der einzelnen Aufgaben bzw. Bekämpfung der – inneren und äußeren – Widrigkeiten zu unterstützen. Im Verlauf des Stücks wir die Heldin an ihren Aufgaben wachsen oder verzweifeln, sich in Illusionen von Unverwundbarkeit verlieren oder eben doch einen Rückfall erleiden. Jedes bestandene Level bringt sie aber auch dem Clean-sein und sich selbst ein Stück näher.

Street Art gegen Sucht

Workshop mit Wettbewerb

Idee und Konzept: Andrej Krabbe / Heiko Dachsel SUBDesign GmbH

Umsetzung: Stephan Ruderisch, André Krommer, Falk Teuchert

Kooperation:DCA – friends of dresdencontemporaryart

Sprayer gestalten unter aktiver Einbeziehung der Zielgruppe Wände und Motive zum Thema Sucht, dabei findet eine individuelle und aktive Auseinandersetzung mit dem Thema statt. Eigene Erfahrungen im Umgang mit Drogen werden künstlerisch verarbeitet. Die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema erfolgt über eine moderne und angesagte Kunstform. Dazu werden kleinere Events mit Musik (Hip Hop) und attraktiven Aktivitäten (Streetart, Sprayer Profis und Laien) organisiert. Diese Aktionen und vor allem ihre Resultate werden über Pressearbeit und eine Postkartenaktion, bei der die attraktivsten Motive abgedruckt werden (interaktiver Wettbewerb) entsprechend öffentlichkeitswirksam ausgewertet.

Eine lange Wand in einem Skatepark in Kaditz
Street Art gegen Sucht
© Andrej Krabbe

RANDOM PLASTIC

Malerei von Murat Önen
Random Plastic Imagebild / Murat Önen
© Murat Önen

Ausstellung (Malerie/ Grafik/ Installation)

Projektleitung: Albrecht Wassersleben

Umsetzung: Theresa Rothe, Josefine Schulz, Murat Önen

Wir sind Kreative und Macher*innen innerhalb der subkulturellen Szene Dresdens, insbesondere der Clubkultur. Ziel des Projektes ist es, eine Sensibilität für die Themen Umgang mit Drogen, Verhalten im Drogeneinfluss und Auswirkungen auf das soziale Umfeld zu schaffen, einen achtsamen Umgang mit Mitmenschen zu ermöglichen, Privatsphäre sichern, eine gewaltfreie Atmosphäre zu schaffen auch auf sexueller Ebene sowie generelle Gleichberechtigung zu fördern. Neben den geschaffenen Kunstwerken, der dazugehörigen Ausstellung mit Vernissage werden ca. 5 Werke auf Karten gedruckt, auf deren Rückseite Texte über die jeweiligen Themen stehen. Unsere Intention ist es über einen künstlerischen und ästhetischen Weg über das Verhalten unter Drogeneinfluss und dessen negativen Auswirkungen aufzuklären und die obengenannten Themenpunkte zu verbildlichen.

Geplanter Zeitraum der Ausstellung(en): November 2017

Ansichtssache

Künstlerischer Workshop

Idee und Umsetzung:

Sara Scharmacher | Desislava Tsoneva | Katrina Munder

Für das Projekt Ansichtssache haben eine Filmemacherin, eine Kunstpädagogin und eine Sozialpädagogin ihre Köpfe zusammengesteckt und ein kunstpädagogisches Suchtpräventionskonzept für Jugendliche entwickelt. In diesem wird aufklärerische Drogenarbeit mit künstlerisch-kreativer Auseinandersetzung in Trickfilmen verbunden. Das Pilotprojekt wird im Rahmen eines einwöchigen Workshops in der zweiten Herbstferienwoche im soziokulturellen Zentrum Putjatinhaus im Dresden Kleinzschachwitz stattfinden.

geplanter Zeitraum: November 2017 | Putjatinhaus Meußlitzer Str. 83, 01259 Dresden

Unkostenbeitrag: 1 Euro

Anmeldung unter trickfilmkoffer@gmail.com
Detail eines Workshops
Ansichtssache
© Katrina Munder

Eine biochemische Verbindung

Zwei Frauen mit verschiedenen Figurentheater Elementen
Eine biochemische Verbindung Imagebild
© Julia Wolf

Künstlerischer Workshop

Idee, Konzept und Durchführung: Sophia Küster und Julia Wolf

Gemeinsam möchten Sie sich mit den Teilnehmer*innen auf Forschungsreise zum Thema „Crystal Meth“ begeben. „Mit Crystal hab ich Urlaub im Kopf. Alle Sorgen sind vergessen. Bei einem Jugendlichen wird durch die Crystal-Erfahrung die gesamte Persönlichkeit durchgeschüttelt.“ Doch was bewegt Jugendliche dazu, zu einer gefährlichen Droge wie Crystal zu greifen? Schon Jugendliche und junge Erwachsene sind heutzutage auf verschiedenen Ebenen massiv mit dem Thema der eigenen Leistung konfrontiert. Wo will ich hin? Was muss ich erreichen? Auf spielerische Weise werden sich die Teilnehmer*innen mit den Themen der eigenen Leistungsfähigkeit, der Problematik der Abhängigkeit und den biochemischen Vorgänge des Gehirns beim Konsumieren von Crystal Meth auseinandersetzen. Beim Erschaffen und Bespielen von Figuren und Objekten werden Prozesse: Funktionsweisen des Hirns und dessen Mechanismen, Gefühle und Stimmungen, sowie mögliche Spät- und Nachfolgeschäden beim Konsum von Crystal sichtbar gemacht. Mit den Teilnehmer*innen wird auf eine gemeinsame öffentliche Aufführung im Zeitraum von September-Dezember hingearbeitet und wird im öffentlichen Rahmen präsentiert.

Das figurentheater objektresonanz bewegt sich zwischen Kunst und Pädagogik. Sophia Küster und Julia Wolf schaffen und kreieren graphische und organische Objekte und Figuren die zum Leben erweckt werden. Sie erschaffen mit dem ästhetische Minimalismus der Objekte und der klaren Formensprache, eine Auseinandersetzung zu biographischen und alltagskulturellen Themen im Figurentheaterspiel.

Workshop: September bis Dezember 2017

Ort: Zentralwerk Dresden

Anmeldung unter: IMAGOLO@posteo.de

GRAVITY

Fotoprojekt von Rob Bensky

Künstlerisches Mentoring: Kristin Dittrich

In Zusammenarbeit mit ehemaligen Süchtigen entsteht aus Fotos, Bildern und Kurztexten die Collage “Gravity“. Es ist eine Art fotografisches Interview, das aber keine persönlichen Lebensgeschichten erzählt. In assoziativen Bildern, die aus 3 Sequenzen bestehen, bekommt der Betrachter Raum zum Verweilen und zur Sensibilisierung mit dem Thema Drogen und Sucht. Die Sequenzen mit dem Titel “Ich bin ein Alien“, “Welche Farbe hatte mein Rausch“ und “Hoffnung“ befassen sich mit dem Einstieg, der aktiven Sucht und der Zeit danach.

Die Betroffenen geben Einblicke in ihr Leben, in das sich “falsch, fremd, anders und ungenügend fühlen“. In die Zeiten des Rauschs, Ernüchterung und Absturz, die oft nur noch bruchstückhaft in Erinnerung sind. Das wichtigste ist die Zeit danach, das Clean bleiben. Dabei hat sich gezeigt, dass Hoffnung eine der stärksten universellen Kräfte für eine Veränderung ist. Es sehr schwer ist, einen Ausstieg zu erreichen wen nicht gesehen wird, das es möglich ist ein zufriedenes und selbstbestimmtes Leben ohne Drogen zuführen. Die Bilder und Texte der cleanen Süchtigen sollen dazu neue Impulse geben.

www.rob-bensky.com

Rob Bensky betreibt seit 2011 in Dresden ein Atelier für künstlerische Fotografie. Seine Arbeit besteht sowohl aus kurzen dokumentarischen Bildfolgen, als auch aus konzeptionell langfristigen Projekten.

Zwei Fotos eines Mannes, der mit einem Smiley anonymisiert ist und Luftballons in der Hand hält
© Rob Bensky

HIGH?- ein Frühlingsopfer

in Waben aufgeteiltes Foto eines liegenden Menschen
© Peter R. Fiebig

Künstlerische Interventionen im Öffentlichen Raum

Konzept|Performance: Wagner Moreira
Produktion| Performance: Helena Fernandino
Performance: Ahmad Abdlli, Diego Furian, Steffi Grunzel, Robert Huschenbett, Olimpia Scardi

Fotografie: Uwe Nimmrichter

Verschiedene künstlerische Interventionen in öffentlichen Räumen in Dresden.

Mittels Bewegung, Sprache, Tanz, Theater und Performance wird Wagner Moreira mit einem Team von Musikern, Tänzern, Schauspielern und einem Fotografen das Thema Sucht durch ihre Kunst in den öffentlichen Räumen bringen. Akustische und visuelle Bilder sollen die Aufmerksamkeit für das Thema erregen. Stolz und Täuschung mischen sich stark, die Akteure stecken sich selbst in Schubladen, werden in Schubladen gesteckt und lassen gleichzeitig ihre Etiketten und Stigmata wegfallen.

„High? -Ein Frühlingsopfer“ sind Aktionen in sensibler Art und lädt Passanten, Zuschauern und Künstler zu Assoziationen ein. Ein metaphorisches Opfer der scheinbaren coolen und bunten Seite der Droge lässt sich von der musikalischen Textur „Le Sacre du Printemps“ (dt.: Die Frühlingsweihe) häufig auch „Das Frühlingsopfer“ , das Igor Strawinski vor dem Ersten Weltkrieg im Jahre 1913 für das Balletts Russes von Sergei Djagilew komponiert hat, erzeugen. Die nur scheinbar gute Seite der Drogen als Falle und Betrug bei Nutzung soll keinen schonen, denn jeder kann davon betroffen werden.

www.high-fruehlingsopfer.de

“Neben der Spur“

Eine Performance über Abwege

Konzept| Performance: Daniela Lehmann
Komposition| musikalische Leitung: Max Loeb Garcia
Automobilmechanik: Georg Tscharntke
Cello: Wolfgang Lessing

Entrückt, verrückt, daneben, bewegt sich die Tänzerin in der Landschaft aus Metall und Gummi, aufgebaut aus vielen Autoreifen und einem Autowrack. Wir folgen den sensiblen Bewegungen der Tänzerin, wie sie verspielt Alltagsaugenblicke ihrer Umgebung einfängt. Winken, schwere Taschen tragen, Kinderlachen und hektisches Rennen werden von ihr mit Leichtigkeit in den Tanz integriert. Ein Cellist und ein E-Gitarrist sind musikalischer Teil des Tanzschauspiels. Die frechen Bewegungen und gefälligen Klänge mutieren jedoch zu einem abwegigen Reigen, der von Widrigkeiten beeinflußt scheint.

Im besten Fall ist 'das Neben der Spur Sein' die notwendige Pause, das Innehalten vor einem wichtigen Schritt, einem wirksamen tun. Ein Ort in dem es Raum und Zeit gibt sich dem zu widmen, was wirklich dran ist. Im ungünstigsten Fall irrt der Einzelne dort orientierungslos umher und fühlt sich nicht tüchtig genug, kaputt und allein. Wie gehen wir mit Haltlosigkeit und dem Gefühl der Überforderung um? Wie orientieren wir uns und was gibt uns Sicherheit und Vertrauen?

www.danielalehmann.de

in Waben aufgeteiltes Foto: zwei Beine und ein Arm
© Daniela Lehmann

Addiction to...

in Waben aufgeteiltes Foto: zwei Körper. Frau hängt über Schulter des Mannes.
© JuWie Dance Company

Choreografie/ Tanz Jule Oeft, Tobias Weikamp
Musik Daniel Williams
Kostüm Melanie Riester
Lichtdesign/ Bühnenbild Severin Beyer
Video Christian Dahley

Was bist du bereit zu tun, um deine Sehnsucht zu stillen? Wann wird aus deiner Sehnsucht eine Sucht? Was treibt dich, was (be)zwingt dich? Die künstlich geschafenen Refugien des Alltags, die wir suchen, um zu entspannen, zu vergessen. Wie fndet man sie? Zwei Menschen im Tanz, im Kreislauf des Verlangens – wo ist der Ursprung, wann die Begegnung? Gibt es ein Ende?

Tobias Weikamp und Jule Oeft beschäftigen sich mit verschiedenen Facetten der ‘Sucht’. Neben körperlichen Aspekten (Verlangen, Erfüllung, Verzicht), den Fragestellungen warum wir zur Sucht neigen und wo Sucht anfängt, legen die beiden Tänzer einen Schwerpunkt auf den Begrif der ‘Sehn-Sucht’. Welche Sehnsuchtserfahrungen vereinen uns? Welche Grenzen werden durch das Sehnen errichtet, welche werden überwunden?

Von der Beobachtung alltäglichen Lebens, bis zu gewollten Grenzüberschreitungen, die durch Konsum von Genuss- & Suchtmitteln angestrebt wurden, ist ein dynamisches Bild nie enden wollenden Suchens entwickelt worden. Ungestillte Sehnsucht – bis zum Moment der Erfüllung und der unmittelbar darauf folgenden erneuten Suche nach Wiederholung oder Überholung.

Performativ wird dieser Kontrast im Tanz, im Bühnenszenario und Sounddesign umgesetzt. Die Performance will eine Einladung in einen Experimentierraum sein, in dem jeder einen Tanz mit den eigenen Sehnsüchten wagen kann. Gibt es eine kollektive Sehnsucht nach dem ‘verlorenen Paradies’ die uns antreibt und gleichsam einschränkt?

CRYSTAL-KLAR

Erleben, Auseinandersetzen und Bearbeiten – ein Klassenzimmerstück und eine Werkstatt zum Thema „Crystal – Sucht und Missbrauch“

Text, Regie, Konzeption, Theaterpädagogik: Dirk Strobel
Dramaturgie, Theaterpädagogik: Walter Henckel
Schauspiel (Ben): Morten Gensch

Ben sucht Menschen, die er für Tanz begeistern kann. Ben ist Choreograf. Er kommt ins Klassenzimmer und ins Erzählen: von den Anforderungen des Berufs, dem Stress, dem möglichen Erfolg, den Ängsten, den Chancen, dem Applaus und den Verletzungen. Und über seinen Freund, Janek, der auch davon träumte, ein großartiger Tänzer zu werden und ansonsten doch nur Spaß haben wollte. Zielstrebig war er, diszipliniert, selbst wenn es ihm nicht gut ging. Alle staunten über ihn – Talent und Willenskraft, Anmut und Schönheit! Bis Janek zusammenbrach. Da war es klar – kristallklar – wie Janek es geschafft hatte, immer oben auf zu sein, wo andere noch unten waren. „Ich habe das unter Kontrolle.“ Ben wollte das glauben, und Ben fühlt sich schuldig – nicht nur, weil er Janek nichts angemerkt hat, sondern, weil er alles wusste und nichts unternommen hat, und weil jenseits der Klarheit eben doch etwas ganz Dunkles liegt.

Es geht um die Lust am Versuchen, die Risiken und den Druck, der dazu führt, dass Drogen als einfaches Hilfsmittel benutzt werden. Ben kennt wohl jeder, und jeder könnte Janek sein. Auch wenn einiges erhellt wird, das Dunkel – ein Warum - wird bleiben und lädt nach der Inszenierung ein, zu diskutieren und selbst in Spiel zu kommen.

Deswegen schließt an die 45-minütige Inszenierung eine theaterpädagogische Werkstatt (3 Unterrichtstunden) an, die mit der Methode Forumtheater das Thema aufgreift und überleitet in die konkrete Auseinandersetzung mit der Lebenswelt der Jugendlichen. Im Zentrum steht dabei die Stärkung der Lebenskompetenzen, vor allem der Selbstwirksamkeit und der Fähigkeit, mit Konflikten umzugehen.

Die spielerische und anschauliche Herangehensweise mittels Forumtheater kommt vor allem auch denen zugute, die nicht sprachlich gewandt sind, weil eben erlebbar gespielt wird. Das macht den Zugang niedrigschwellig und lustvoll - Forumtheater ist Teilhabe und gemeinsames Arbeiten am individuellen Leben.

Rahmendaten

Zielgruppe: je eine Schulklasse ab Klasse 7 im Bereich Oberschule, Gymnasium und Berufsschule
Ort: in der Schule (Klassenzimmer und ein weiterer Raum)
Dauer: 4 Unterrichtsstunden
Eigenbeitrag: 80,00 Euro

Buchung/Ansprechpartner Dirk Strobel, Tel.: 0351-32010281
E-Mail: dirk.strobel@tpz-sachsen.de

0
© Dirk Strobel

“Welche Droge passt zu mir?“

in Waben aufgeteiltes Foto: stehender Mensch, eine Gardinge umklammernd
© René Rothe

Theaterstück für eine Frau von Kai Hensel

Eine Koproduktion von: Ensemble La Vie e.V., München und projekttheater Dresden

Es spielt: Hanna Karina Schiwietz
Regie und Ausstattung: René Rothe
Dramaturgische Beratung: Paul Voigt
Produktionsassistenz und Video: Josef Zschornack

Hanna klärt uns über Drogen auf. Denn Drogen sind nicht reserviert für Loser und Spinner. Schon Seneca, Hannas philosophischer Gewährsmann, sagt: »Nur Kleinmütige und Schwächlinge wählen den sicheren Pfad. Der Held geht über den Gipfel.« Hanna ist Hausfrau, Mutter eines siebenjährigen Sohnes. Die Ehe mit ihrem Mann, leitender Ingenieur in den Aluminiumwerken, funktioniert reibungslos. Obwohl die Schulden für das Eigenheim noch nicht abgetragen sind, drängt der Mann auf ein zweites Kind. Hanna kann schon den weichlichen Sohn manchmal kaum ertragen. Eine innere Unruhe treibt sie um. Was ist meine Sehnsucht, was meine tiefste Angst? Hanna ist eine intelligente Frau von 32 Jahren. Sie will die innere Kluft zu ihrer Familie mit Liebe füllen. Eine Tür versperrt den Weg zu sich selbst, aber Hanna hält den Schlüssel in der Hand. Das macht sie stark und unter Drogen sogar glücklich. Inzwischen ist Hanna ungewollt schwanger - von ihrem angolanischen Dealer. Sie steigert sich hinein in eine Welt düsterer Visionen. Aber Hanna weiß sich auf dem richtigen Weg...

Hensel stellt diese Frau in den Kontext eines Seminars für „extreme Lebenswelten“, „Selbsterfahrungskursen“ o.ä. , in denen Menschen die Möglichkeit geboten wird, Tabus zu brechen und an ihre Grenzen zu gehen und diese zu überschreiten. Sie referiert über Drogen und deren Auswirkungen auf die emotionale und physische Realität. Sie ist Überzeugungstäterin. Die Drogen gehören zum Leben dazu solange man den Konsum im „Griff“ hat. Sie erläutert uns begeistert die Wirkungen der Drogen, ihre eigenen Erfahrungen und die Wege der Beschaffung ihrer Mittelchen. Erst mit der zunehmenden Dauer des Abends werden die Nebenwirkungen beschrieben, offenbaren sich Ausfallerscheinungen, bröckelt die heile „Drogenwelt“ allmählich. Das Drama einer Frau, welche zerrieben zwischen gesellschaftlicher Rollenerfüllung und eigenen Träumen und Wünschen ihren Weg sucht.

“Meine Liebe Alkohol“

Ausstellung von Eric Jacob

Alkohol ist eine farblose, leicht entzündliche, stechend riechende Flüssigkeit. Er gelangt schnell in den Blutkreislauf, wirkt entspannend und steigert das Selbstwertgefühl, kann den Konsumenten jedoch aggressiv und reizbar machen. Alkohol zu trinken ist in der heutigen Gesellschaft etwas Alltägliches geworden, aber es fehlt das Bewusstsein, in welchen Maßen er getrunken wird.

Was geschieht, bevor wir Alkohol trinken?

Was passiert mit unserem Körper, wenn wir Alkohol konsumieren?

Was bleibt davon übrig, wenn der Alkohol im Körper abgebaut ist?

Der Dresdner Künstler Eric Jacob setzt sich mit seiner Kunstausstellung „Meine Liebe Alkohol“ auf expressive Art u.a. mit diesen Fragen auseinander. In den Gemälden und Installationen sollen Betrachter der Ausstellung an eigene Erfahrungen erinnert werden, neue Kenntnisse vermittelt bekommen, aber vor allem ihren eigenen Alkoholkonsum kritisch reflektieren.

Die Ausstellung wird in den Räumlichkeiten des projekttheater dresden gezeigt. Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei.

Vernissage: 7. Februar 2017 um 19:00 Uhr Finissage: 16. April 2017 um 19:00 Uhr

in Waben aufgeteiltes Bild: Meine Liebe Alkohol
© René Rothe

Drucken

Partner