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https://www.dresden.de/de/rathaus/dienstleistungen/sozialbestattung.php 31.05.2018 09:51:26 Uhr 18.08.2018 17:00:46 Uhr

Sozialbestattung

Der Begriff „Sozialbestattung“ bezieht sich auf eine Bestattung von Verstorbenen, für die Hinterbliebene oder vertraglich verpflichtete Dritte (zum Beispiel testamentarisch eingesetzte Erben, Verpflichtung aus einer Sterbeversicherung) für die Kosten der Bestattung weder aus dem Erbe noch auf Grund eigener finanziellen Mittel (Einkommen und Vermögen) selbst aufkommen können. In diesen Fällen kann das Sozialamt gemäß § 74 SGB XII bei Vorliegen der Voraussetzungen auf Antrag die erforderlichen Kosten für eine einfache ortsübliche Bestattung ganz oder teilweise übernehmen.

Eine Kostenübernahme für anonyme Bestattungen und für Totesfälle, bei denen keine Angehörigen ermittelt werden können, fällt nicht unter die Regelung des § 74 SGB XII. Dafür ist das Ordnungsamt der Landeshauptstadt Dresden (Abteilung Sicherheitsangelegenheiten) zuständig.

Wie beantragt man die Kostenübernahme für eine Sozialbestattung?

Der Antrag auf Übernahme der Kosten für eine Sozialbestattung ist an keine Form gebunden. Wir empfehlen die Verwendung der vom Sozialamt bereitgestellten Formulare. Diese beinhalten sowohl Angaben zur persönlichen und finanziellen Situation als auch Auskünfte zu den Einkommens- und Vermögensverhältnissen der/des zur Bestattung Verpflichtete . Weiterhin werden Angaben zum Nachlass der/des Verstorbenen, Bestattungsvorsorgeverträge sowie Angaben zu weiteren Erben bzw. im Falle einer Erbausschlagung zu Unterhaltspflichtigen und deren Einkommens- und Vermögensverhältnissen erforderlich.

Eine persönliche Vorsprache zur Antragstellung ist von Vorteil, jedoch nicht zwingend notwendig. In dem individuellen Beratungsgespräch beantworten die Sachbearbeiter/-innen Ihre Fragen zur Antragstellung oder zum weiteren Verfahren. So werden Missverständnisse in dem komplexen Sachverhalt vermieden und vorgebeugt.

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