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https://www.dresden.de/de/rathaus/dienstleistungen/betreuung-nach-betreuungsrecht.php 14.08.2017 16:49:12 Uhr 16.12.2017 23:34:07 Uhr

Betreuung nach Betreuungsrecht

Ein schwerer Unfall, eine plötzliche schlimme Krankheit – das sind Ereignisse, die sich niemand wünscht und doch jeden treffen können. Für Menschen, die aufgrund einer geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderung oder einer psychischen Erkrankung nicht in der Lage sind, ihre Angelegenheiten zu besorgen, werden nach Prüfung der Erforderlichkeit vom Betreuungsgericht Betreuer als gesetzliche Vertreter bestellt. Eine Alternative zu einem gerichtlich bestellten Betreuer kann eine Person des Vertrauens sein. Dafür bedarf es einer Vorsorgevollmacht.

Die Betreuungsbehörde berät und unterstützt Bevollmächtigte und vom Betreuungsgericht bestellte Betreuer auf ihren Wunsch bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben und vermittelt Fortbildungsangebote. Sie unterstützt das Betreuungsgericht auf Anforderung im Betreuungsverfahren und bemüht sich um die Gewinnung geeigneter Betreuer.

Die Betreuungsbehörde fördert die Aufklärung und Beratung über Vollmachten und Betreuungsverfügungen und beglaubigt diese öffentlich. Die Kosten pro Beglaubigung betragen 10 EUR. 

Gesetzliche Grundlagen für die Arbeit der Betreuungsbehörde sind:

  • §§ 1896 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB),
  • Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)
  • Gesetz über die Wahrnehmung behördlicher Aufgaben bei der Betreuung Volljähriger (BtBG)
  • Sächsisches Ausführungsgesetz zum Betreuungsgesetz (AGBtG).

Zur Förderung von anerkannten Betreuungsvereinen hat die Landeshauptstadt Dresden eine Richtlinie erlassen.

Zuständig:

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