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28.06.2018

Heinz-Steyer-Stadion soll Multifunktionsarena werden

Visualisierung Steyer-Stadion
Titelbildperspektive
© O+M Architekten / STESAD
Heinz-Steyer-Stadion: Ausbaukonzept Basisvariante mit temporären Tribünen
Ausbaukonzept mit temporären Tribünen
© O+M Architekten / STESAD

37 Millionen Euro sollen investiert werden

Das 1919 erbaute Heinz-Steyer-Stadion ist sanierungsbedürftig und entspricht nicht mehr den Anforderungen an ein modernes Stadion. Die erste Konzeptstudie für den Umbau des Heinz-Steyer-Stadions in eine moderne Multifunktionsarena stellte heute, Donnerstag, 28. Juni, Bürgermeister Dr. Peter Lames gemeinsam mit dem Leiter des Eigenbetrieb Sportstätten Dresden, Ralf Gabriel und Markus Kluge, Abteilungsleiter Stadtentwicklung/Stadtsanierung vom Planungsbüro Stesad GmbH vor.

Es soll eine moderne, multifunktionale Sport- und Veranstaltungsstätte entstehen, die ganzjährig eine sportliche und nichtsportliche Nutzung ermöglicht. Der Nutzungsschwerpunkt des Stadions liegt weiterhin auf den Sportarten Leichtathletik, American Football und Fußball sowie dem Schulsport. Geplant ist der Umbau zu einem Stadion mit 5 000 überdachten Sitzplätzen. Diese Kapazität entspricht den Anforderungen für den regulären Spiel- und Wettkampfbetrieb der nutzenden Vereine. Von allen das Heinz-Steyer-Stadion nutzenden Vereinen wurde bestätigt, dass Stehplätze heute nicht mehr nachgefragt würden und ausschließlich auf Sitzplätze orientiert würde. Die Ost-und Westkurve werden als nutzbare Rasenflächen entstehen. Durch mobile Tribünen im Kurvenbereich kann das Stadion auf mehr als 10 000 Sitzplätze erweitert werden. Das bietet die Möglichkeit innerhalb kürzester Zeit Sitzplätze zu schaffen, ohne hohe finanzielle Aufwendungen für den Vollausbau der Kurvenbereiche aufwenden zu müssen. Damit kann flexibel auf die Bedarfe der jeweiligen Veranstaltung, aber auch auf die unterschiedliche Entwicklung des Stadions reagiert werden.

Herzstück des Bauvorhabens wird der Neubau der Südtribüne. Hier sollen auf vier Etagen Sport-, Büro- und Tagungsräume und Veranstaltungsmöglichkeiten, Sportflächen und Umkleideanlagen, sanitäre Anlagen für innen und außen sowie die für die Betreibung des Stadions notwendigen Technikräume entstehen.

Das dafür konzipierte Raumprogramm ist für aktuelle und zukünftige Nutzer geplant. Es wird Heimstätte von u. a.: Dresdner Sportclub 1898 e. V. - Fußball, Citylaufverein Dresden e. V., Postsportverein Dresden e. V., Dresden Monarchs e. V., 1.FFC Fortuna Dresden e. V., FSV Lokomotive Dresden e. V., Dresdner Fecht-Club 1998 e. V., Inter­nationale Sachsen-Tour des Radrennsports e. V. so­wie von verschiedenen Gymnastikgruppen. Neben Vereinen werden auch Verbände wie der Stadtverband Fußball das Stadion nutzen. Dieser benötigt allein für Schulungsmöglichkeiten die Tribüne an mehr als 200 Tagen im Jahr. Und der neue Olympiastützpunkt Sachsen wird dann an ganz zentraler Stelle die Spitzensport-Athletinnen und Athleten betreuen. Integriert wird zudem die alte Fechterhalle. Der Fechtclub erhält endlich eine zeitgemäße Trainings- und Wettkampfstätte, um möglichst bald wieder an die früheren Erfolge anknüpfen zu können. Besonderen Wert wird auf die Multifunktionalität der Räume gelegt, um diese sowohl als Hospitality-Bereich als auch für Tagungs- und Schulungszwecke von der kleinen Versammlung bis zur Durchführung internationaler Sportveranstaltungen nutzbar zu machen.

Im Entwurf wird der Platz zwischen BallsportArena und Südtribüne neu erschlossen. Ein gemeinsamer Vorplatz öffnet das Stadion von der Weißeritzstraße aus mit einem zentralen Informationspavillon in Richtung Magdeburger Straße. Der zentrale Infopavillon wird gleichzeitig Besucherzentrum und Kartenvorverkauf für BallsportArena, EnergieVerbund Arena und Service für die Sportfreizeitflächen sowie Ausleihstelle für alle Arten von Sportutensilien für jedermann sein. Überlegenswert ist die Integration eines Fanshops. Von hier aus geht es zu Fuß zur Südtribüne als künftigem Hauptgebäude. Die Flächen des ehemaligen Eisstadions sowie des Fechtergebäudes sollen die notwendige Erschließung von der Magdeburger Straße her ermöglichen, die zukünftig die alleinige Zufahrt zum Stadion und zur Ballsportarena ist. Gleichzeitig ergeben sich daraus Platzkapazitäten für notwendige PKW-Stellplätze.

Die Kosten für den Neubau des Basisstadions mit Südtribüne und der als Hang angelegten Ost- und Westkurve belaufen sich auf etwa 37 Millionen Euro. Nachdem die ursprünglich geplante Bestandssanierung mit 4 000 Sitz- und 8 000 Stehplätzen kostenmäßig von ursprünglich 12 Millionen Euro auf weit über 25 Millionen Euro bei gleichzeitig unveränderter Funktionalität explodierte, wurde neu und multifunktionaler gedacht. Die Bauzeit ist inklusive dem Ausschreibungs- und Vergabeverfahren auf drei Jahre kalkuliert.

Der Neubau des Heinz-Steyer-Stadions bietet die einzigartige Gelegenheit, den Sportpark Ostra nachhaltig für die Zukunft zu rüsten, Potentiale zu aktivie­ren und das Umfeld attraktiv weiter zu entwickeln. So können die Freiflächen entlang der Westkurve, die vorerst als Funktions- und Reserveflächen dienen sollen, für den Bau einer Eis- und Rollsporthalle, eines Internates und einer Turnhalle oder Kleinspielfelder genutzt werden.


Die Visualisierungen (Bildrechte O+M Architekten / STESAD) können zur Berichterstattung verwendet werden.

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