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https://www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/migration/integrationspreis.php 26.07.2018 10:05:14 Uhr 20.09.2018 04:22:31 Uhr
Oberbürgermeister Dirk Hilbert mit den Preisträgern 2017
© Oberbürgermeister Dirk Hilbert mit den Preisträgern © Landeshauptstadt Dresden / Daniel Heine

Integrationspreis Dresden 2018

Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden Dirk Hilbert zeichnet mit dem Dresdner Integrationspreis erfolgreiches Engagement für die Integration von Migrantinnen und Migranten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt aus. Der Integrationspreis ist mit 5.000 Euro dotiert.
Der Preis wird zum Abschluss der Interkulturellen Tage am 6. Oktober 2018 in einem feierlichen Rahmen übergeben. Für den Integrationspreis 2018 war am 8. Juni 2018 Bewerbungsschluss. Folgende Initiativen haben sich beworben:

Verbund Sozialpädagogischer Projekte e.V. - Interkultureller Gemeinschaftsgarten Prohlis

Eine gelingende Integration von vielen Geflüchteten erfolgt aufgrund ihrer sozialen Lage und eingeschränkten Mobilität überwiegend am Wohnort. Der Stadtteil Prohlis, ohnehin einer der ärmsten in Dresden, hat mit dem Zuzug vieler Geflüchteter große Integrationsleistungen zu erbringen, die indirekt den anderen Stadtteilen zugute kommen. Der interkulturelle Gemeinschaftsgarten Prohlis schafft dafür eine wichtige Basis: Durch professionelle Anleitung und Vermittlung durch den Verbund Sozialpädagogischer Projekte e.V. ist eine ehemals brachliegende Fläche innerhalb nur eines Jahres zu einem Ort der Begegnung und des Miteinanders belebt worden. Menschen mit und ohne Migrationshintergrund aller Altersgruppen werden im gemeinsamen Handeln und Erleben zu einem positives solidarisches Miteinander befähigt. Die Orientierung liegt auf der Stärkung der Ressourcen und Interessen in kultureller und sozialer Vielfalt. Bürgerschaftliches Engagement wird gestärkt, nicht sprachbasierte, sondern handlungsorientiertes Miteinander ermöglicht positive Erfahrungen in der Begegnung. Ängste und Vorurteile werden abgebaut – daraus resultieren integrationsfördernde Impulse und Synergien zur Stärkung der Nachbarschaft. Durch die Überwindung einer einseitigen Förderung von Geflüchteten erfolgt die Annäherung auf beiden Seiten. Eine dringend notwendige professionelle Vermittlung bei Konflikten aufgrund unterschiedlicher kultureller Werte ermöglicht beidseitiges Lernen und Verstehen sowie Empowerment.

© Logo Gemeinschaftgärten Prohlis

Förderverein KulturLoge Dresden e.V. – "Kulturpatenschaften mit Geflüchteten"

Die KulturLoge Dresden ermöglicht Menschen mit geringem Einkommen den kostenfreien Zugang zu Kultur- und Sportveranstaltungen. Seit Juli 2015 konnten erfolgreich über 70 Kulturpatenschaften zwischen Geflüchteten und Ehrenamtlichen vermittelt werden. Zudem bestehen rund 40 Kooperationen mit Flüchtlingsinitiativen. Insgesamt konnten über 2.800 Eintrittskarten an geflüchtete Menschen mit ihren Patinnen und Paten sowie Betreuenden weitergegeben werden. Die Kulturpatenschaften eröffnen geflüchteten Menschen, die oftmals nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, die Chance das kulturelle Angebot Dresdens kennenzulernen. Sie geben geflüchteten Menschen auf vielfältige Weise Halt und Orientierung, in der für sie neuen Umgebung, geben. Die Kulturpatenschaften sollen neben dem gleichberechtigten Zugang zum kulturellen Leben in Dresden besonders geflüchteten Familien und Kindern die Möglichkeit geben soziale Kontakte mit der Stadtgesellschaft zu knüpfen. Der Zusammenhalt einer vielfältigen sächsischen Gesellschaft soll dadurch gestärkt werden.

© Logo Kulturloge

Ausländerrat Dresden e.V. – House of Music – Ein Projekt der Banda Internationale

Der eine Teil des Projekts beinhaltet Ensemble-/Bandworkshops an sächsischen Schulen und Jugendzentren. Dabei kommen die Kursteilnehmer in den Genuss von Gesangs-, Trommel- Beatbox- und weiteren musikalischen Workshops und erfahren dabei auch noch etwas über die Herkunftsländern und Fluchtgeschichten der Workshop-Leiter. Gern können die Schüler ihre eigenen Instrumente zum gemeinsamen Einstudieren mitbringen. Ein Instrumentenworkshop rundet das Angebot ab. Der zweite Teil beinhaltet den Aufbau und die Betretung der Kangaroo-Band, in der unbegleitete jugendliche Geflüchtete, u.a. aus Sierra Leone, Eritrea und Afghanistan, gemeinsam musizieren. In wöchentlichen Treffen können die Jugendlichen für einige Stunden Ihre Alltagssorgen vergessen und unter fachlicher Anleitung dem gemeinsamen Musizieren widmen. Wir wollen zeigen, wie einfach ein respektvolles Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft eigentlich ist. Die Banda Internationale wird weiterhin im Freistaat Sachsen wirken und Ihr Ziel – Integration durch Musik – Heimatmusik neu interpretiert – weiter verfolgen und auf feste Füße stellen. Das große Ziel ist die Etablierung eines „House of music“, ein Ort an dem Menschen aller Herkunft gemeinsam musizieren und sicher erleben können.

© Logo Banda Communale

Jüdischer FrauenVerein Dresden

Der Jüdische FrauenVerein sieht in seiner Zeitzeugen-Präsentation eine sehr geeignete Form, Nachhaltigkeit besonders bei der Nachwende-Generation zu erzeugen, um Verantwortung für die Zukunft zu entwickeln. Verhaltensweisen, wie Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und ein Verständnis, das über die landläufige Toleranz hinausgeht, werden mit dem Kennenlernen der Fluchtursachen der Jüdischen Migranten und Migrantinnen sollen im täglichen Miteinander der Integrationsbemühungen entstehen. Als "Lebendige Bibliothek" berichten die Zeitzeugen und Zeitzeuginnen über ihre Verfolgungsschicksale. Diese wurden in Interview-Form auf 40x40x160 - Acryl-Leuchtsäulen bildhaft dargestellt und unterstreichen die persönlichen Berichte derer, die Verfolgung, Ausgrenzung und subtile Gewalt allein als Folge ihrer jüdischen Herkunft erlebt haben, und deshalb seit 1990/91 - besonders aber nach 1997 - in die BRD, und damit auch nach Dresden geflohen sind. Unsere Exponate wurden als nachhaltig vom LHP der Landeshauptstadt eingestuft und materiell gefördert. Jedem einzelnen Exponat, also jedem einzelnen Lebensbericht, wohnt ein tiefes Bekenntnis des Flüchtlings zu der von ihm ersehnten freiheitlich-demokratischen Ordnung inne, wie sie von den jüdischen Migranten in Dresden vorgefunden werden.

© Logo Jüdischer Frauenverein

Evangelische Hochschule Dresden – "Willkommen in Johannstadt" - Netzwerk für gute Nachbarschaft und Integration

Das Netzwerk „Willkommen in Johannstadt“ (WiJ) steht für gelebte Integration. Hier versammeln sich Menschen, die ganz unkompliziert und selbstverständlich Menschen helfen - mit Herz, Verstand und ohne große Worte. Aus dem Impuls heraus, etwas für sich und andere zu tun, schaffen wir eine Vielzahl von Begegnungsangeboten für Ankommende und Alteingesessene in Form von selbstorganisierten Sprachkursen, Lernpatenschaften, Computer- und Jobtraining, Fortbildungen, regelmäßigen Newslettern, Patenvermittlung und -betreuung zur Unterstützung im Alltag und im Ankommen, die "Offenen Treffen" zur Vernetzung im Sozialraum, Lesecafé, privater Spendenvermittlung u.v.m. Die Menschen lernen sich in den einzelnen Angeboten gegenseitig kennen. Aus praktischem wird interkultureller Austausch, woraus persönliche Beziehungen bis hin zu Freundschaften entstehen. Frei nach dem Motto: Helfen macht Freu(n)de.

© Logo Johannstadt Willkommen

Refugee Law Clinic Dresden (RLCD)

Die Refugee Law Clinic Dresden (RLCD) ist ein Projekt des Zentrums für Integrationsstudien an der TU Dresden. Die RLCD bietet eine kostenfreie Rechtsberatung im Asyl- und Aufenthaltsrecht für geflüchtete Menschen in Dresden an. Die Beratung findet wöchentlich an drei Standorten in Dresden statt (davon eine auf dem Campus) und wird momentan durch 21 ehrenamtlich arbeitende Studierende sowie fünf studentische Hilfskräfte realisiert. Des Weiteren bietet die Refugee Law Clinic Dresden ein umfassendes Aus- und Fortbildungsprogramm für die (zukünftigen) ehrenamtlichen Berater*innen an, um das notwendige (Spezial-)Wissen zu vermitteln und die Qualität der Beratung zu gewährleisten. Auch in Zukunft sollen Berater*innen ausgebildet werden, der dritte Ausbildungsgang (ab Wintersemester 2018/19) ist in Planung. Die RLCD wird durch die am Zentrum für Integrationsstudien tätige wissenschaftliche Mitarbeiterin und Rechtsanwältin Elena Bogdanzaliew geleitet und supervisiert.

© Logo Refugee Law Clinic Dresden

Singasylum

Singasylum e.V. ist ein internationaler Chor aus Geflüchteten, Migranten und Deutschen, die sich wöchentlich treffen, um gemeinsam zu singen und Spaß zu haben. Singasylum ist offen für alle nicht-rassistischen Menschen, unabhängig von Alter, Nationalität und Religion. Neben dem Gesang nimmt der kulturelle Austausch eine wichtige Stellung ein. Wir möchten mit unserem Chor helfen, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen. Singasylum ist für seine Mitglieder zur Familie geworden. Diesen Zusammenhalt und die Freunde kann man bei unserem Auftritten und den Proben spüren. Wir stehen für Integration, Toleranz, Weltoffenheit und Zusammenhalt.

© Logo Singasylum

GSA-CAD GmbH & Co. KG

Die GSA-CAD GmbH & Co. KG aus Dresden integriert seit dem Jahr 2014 aktiv Migranten in den Berufen CAD-Zeichner/CAD-Konstrukteure, CAD-Koordinatoren und Projektleiter im Fachbereich CAD-Konstruktionen von gebäudetechnischen Anlagen (TGA). Ziel ist die Fachkräftesicherung am Standort in Dresden und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Darüber hinaus leistet das Unternehmen einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag mit dem Angebot von Arbeitsplätzen an Migranten. Sie werden umfassend bei der fachlichen und sozialen Integration aktive begleitet. Angefangen bspw. bei der Bereitstellung von Wohnraum, Hilfe bei Umzügen und Amtsangelegenheiten sowie der Klärung von aufenthaltsrechtlichen Fragen, werden Migranten auch innerbetrieblich in aktueller CAD-Software qualifiziert und in TGA spezifischen Themen umfangreich eingearbeitet. Der Aufbau eines Netzwerks, die Teilnahme an Diskussionen und Veranstaltungen zum gegenseitigen Austausch zum Thema Migration sowie die Mitgliedschaft im Verein für ein weltoffenes Sachsen zeigen auch breites öffentliches Engagement. Durch die aktive Integration und die Organisation von interkulturellen Workshops wurden neue Unternehmeswerte geschaffen. Die Migranten identifizieren sich merklich mit dem Unternehme und er Stadt Dresden. Dieses positive Wahrnehmung tragen die Migranten aufgrund ihrer Netzwerke über die Stadtgrenzen Hinaus und werben somit neue Fachkräfte an. Ein Gewinn für die ganze Region – bestätigt durch unseren Unternehmenswachstum.

© Logo GSACAD

Dresdner Verein für soziale Integration von Ausländern und Aussiedlern e.V. (VIAA e.V.) – Ehrenamtlicher Gemeindedolmetscherdienst für Dresden und Umland (GDD )

Das Projekt „Gemeindedolmetscherdienst für Dresden und Umland (GDD)“ des Dresdner Vereins für soziale Integration von Ausländern und Aussiedlern e.V. wurde 2006 ins Leben gerufen. Als Brücke zwischen den Kulturen dolmetschen seitdem Gemeindedolmetscher*innen (GD) ehrenamtlich in Bereichen des Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesens. Bis Ende 2017 fanden 18.326 Einsätze in 26.664 Stunden ehrenamtliche Arbeit statt. Aktuell sind das bei 60 GDs aus über 30 Sprach- und Kulturräumen ca. 400 Einsätze monatlich. Im Rahmen des Projektes werden die Muttersprachler*innen zu Experten für soziale Kommunikation ausgebildet und zertifiziert. Ausbildungsschwerpunkte sind u.a. Kommunikationstraining, Fachsprache und Institutionenkunde.

© Logo VIAA

Kita „Kleiner Globus“ - Inklusion leben, Brücken bauen

Dresden als Migrationsgesellschaft wird sprachlich und kulturell immer vielfältiger. Aus diesem Grund wurde im März 2015 unsere inklusive, mehrsprachige und Kindertagesstätte „Kleiner Globus“ in Trägerschaft des Ausländerrats Dresden e.V. gegründet. Unser Kita möchte sich insbesondere der Förderung von Mehrsprachigkeit und Sprachentwicklung widmen. Ein Großteil der Kinder mit Migrationshintergrund unserer Einrichtung (ca. 70 %) wird mehrsprachig erzogen und bringt ganz unterschiedliche kulturelle Hintergründe mit. In unserer Arbeit haben wird den Anspruch einen Ort der Weltoffenheit, Interkulturalität und Mehrsprachigkeit zu schaffen, an dem Vielfalt im Mittelpunkt stehen soll. Diese soll das pädagogische Handeln bestimmen sowie sichtbar, hörbar und fühlbar sein. Für Besuchenden, Angehörige, Mitarbeiter*innen und Kita-Kinder soll der Kleine Globus ein Ort der Wertschätzung und des Respekts aller Menschen sein, an dem das Handeln der pädagogischen Fachkräfte von einer offenen Haltung geprägt ist. In unserer Arbeit wollen wir uns an die Lebenssituation und Bedürfnislagen der Familien mit und ohne Migrationshintergrund anpassen und auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen reagieren. Wir, als multikulturelles und interdisziplinäres Team können Kinder und Eltern in ihrem unterschiedlichen Lebenswelten abholen und entsprechend unterstützen. Wissen erweitern, sich austauschen und abstimmen, gemeinsam aktuellen Herausforderungen begegnen - unsere Kita ist bereits vernetzt.

© Logo Kita Kleiner Globus

Jesus Gemeinde Dresden Ölzweig e.V. – Integration von Flüchtlingen in die christliche Gemeinde und die deutsche Gesellschaft

Die „Jesus Gemeinde Dresden“ hilft seit mehreren Jahren geflüchteten Menschen z.B. aus dem Iran, Afghanistan und Pakistan. Gemäß unserer Vision lieben wir die Menschen jeder Nationalität, unterstützen andere christliche Gemeinden, leben aktiv unseren christlichen Glauben und wollen dem Gott der Christen begegnen. Dies alles geschieht durch persönliche Kontakte und Beziehungen, die zu Freundschaften und zum Teil auch zu Ersatzfamilien werden. Durch das ehrenamtliche Engagement der Gemeindemitglieder werden Menschen mit Migrationshintergrund in allen Altersstufen in unsere soziale Netzwerke eingebunden. Entsprechend unserer spirituellen, personellen und finanziellen Ressourcen wird ihren Nöten begegnet. Konkrete Hilfestellung geschieht in den Bereichen: Sprache, Ausbildung, Arbeit, Spiritualität und tragfähige Beziehungen. Wir sehen in den Flüchtlingen nicht den Kostenfaktor, sondern ihre Würde und das Potential in ihnen, das sie gerne in die deutsche Gesellschaft einbringen wollen. Es ist für uns eine freudige Genugtuung zu beobachten, dass unsere Bemühungen bereits gute Früchte tragen.

© Jesus Gemeinde Dresden Ölzweig e.V.

SPIKE Dresden/Altstrehlen 1 e.V. – Integrative Angebote für Menschen mit Fluchterfahrung

Das Jugend-und Kulturzentrum SPIKE Dresden hat Anfang 2015 mit der Öffnung seiner Türen für Geflüchtete ungeachtet der zu erwartenden Anstrengungen sehr rasch und flexibel auf gesellschaftliche Bedarfe reagiert. In diesem bis heute andauernden erfolgreichen Prozess konnte eine hohe Kompetenz und Effizienz erreicht werden. Das ist unterem darin begründet, dass Ressourcen zur Verfügung gestellt und Synergien geschaffen und genutzt wurden. Es ist ein gut vernetzter und intensiv genutzter Anlaufpunkt mit einer großen Anzahl von auf die Bedarfe zugeschnittenen Angeboten entstanden, der nachhaltig arbeitet und wichtige Impulse für gelingende Integration setzt.

© SPIKE Dresden/Altstrehlen 1 e.V

KAMA Dresden – Kursangebote von Menschen mit Migrationserfahrung

Ob Arabischkurs, Kochworkshop, Dabketanz oder Literaturzirkel – Migrant*innen und Geflüchtete bringen viel Wissen mit. Das wollen wir sichtbar machen. Deshalb hat KAMA Dresden seit seiner Gründung dabei geholfen, dass Migrant*innen in mehr als 50 eigenen Kursen zu Wissensvermittlern wurden. Von ihrem Angebot profitierten bisher mehr als 500 Dresdnerinnen und Dresdner, die ihre Kurse besuchten. Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe. Allein die Idee zählt. Inhalt und Format ihrer Workshops bestimmen die Kursleiter*innen selbst. Wir helfen bei der Raumsuche, vermitteln Kurspat*innen, übernehmen die Werbung und finden Kursteilnehmenden. Wir treten ein für ein konsequentes Miteinander auf Augenhöhe, in dem die Stärken der Neudresdner*innen zählen.

© Logo Kama

Konditorei und Cafe B. Bierbaum - Arbeitsmarktintegration von Migranten

Seit Juli 2016 führt die Handwerkskammer Dresden gemeinsam mit Kooperationspartnern und Mitgliedsbetrieben das handwerksspezifische Programm „Wege in Ausbildung für Flüchtlinge" durch. Die Firma „Konditorei und Cafe B. Bierbaum" unterstützt die Handwerkskammer seit 2017 bei der Durchführung der dazugehörigen Maßnahmen, indem Praktikumsplätze aber auch Ausbildungsplätze für geeignete und interessiere junge Flüchtlinge zur Verfügung gestellt werden. Durch die umfangreiche und ganzheitliche Betreuung der Mitarbeiter und Auszubildenden, insbesondere jener mit Migrationshintergrund, sowie die nachhaltige Integration der Angestellten ins Unternehmen wird die Firma „Konditorei und Cafe B. Bierbaum" für den Integrationspreis 2018 vorgeschlagen.

© Logo Konditorei und Cafe B. Bierbaum

MUSAIK – Grenzenloses Musizieren e.V.

Mit dem sozialen Musikprojekt „Musaik – grenzenlos musizieren in Dresden“ wird für Kinder (mit und ohne Migrationshintergrund) das Viertels Dresden Prohlis die Möglichkeit geschaffen, sich aktiv mit Musik auseinanderzusetzen. Es werden dreimal wöchentlich als Nachmittagsangebot instrumentaler Gruppenunterricht bzw. Orchesterspiel angeboten, in denen die Teilnehmer*innen kostenfrei und ohne Vorkenntnisse ein Streich- oder Blasinstrument erlernen können, welches ihnen ebenfalls kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Ziel ist es, ein Streich- und ein Blasorchester aufzubauen. Die Lerninhalten werden altersgerecht und spielerisch vermittelt, wobei neben dem Instrumental- bzw. Ensemblespiel auch Bodypercussions, Singen und elementare Musiktheorie behandelt werden. Das Konzept inspiriert von dem venezolanischen Sozial Musikprojekt „El Sistema“. Über das gemeinsame Musizieren werden verschiedene Ziele verfolgt. Im Ensemblespiel werden Werte und Kompetenzen wie Toleranz, Rücksichtnahe, Verantwortungsgefühl, Kommunikationsfähigkeit und Zusammenarbeit erlernt und verinnerlicht. Die Vermittlung dieser Gemeinschaftsfördernden Werte ist ein elementarer Bestandteil des Projekts. Persönlichkeitsfördernde Ziele: Durch das Erlernen eines Instrumentes, der Partizipation im Orchester und Teilnahme an öffentlichen Konzerten werden Selbstvertrauen, Geduld, Ausdauer und Konzentration gestärkt.

© Logo MUSAIK – Grenzenloses Musizieren e.V.

IDA - In Dresden Ankommen – Buddy-Programm

Ziel des IDA Buddy-Programms ist die Vermittlung von Kontakten und Hilfsangeboten zwischen jungen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung. Wir fühlen uns als Initiative dafür verantwortlich, einen Beitrag zur sozialen, aber auch akademischen Integration von Geflüchteten zu leisten und zum gesellschaftlichen Miteinander in Dresden beizutragen. Nur wer einander kennenlernt, kann einander verstehen, voneinander lernen und so Vorurteile abbauen. Inzwischen ist aus den Tandems ein großes offenes Netzwerk geworden, dass sich ca. alle zwei Monate zu Veranstaltungen und zum Austausch trifft. Aus vielen ehemals Zufluchtsuchenden sind MultiplikatorInnen geworden, die sich nun selbst, zum Beispiel als Arabischlehrer an der TU oder in der Veranstaltungsorganisation, ehrenamtlich engagieren und anderen Menschen beim Ankommen in Dresden als Unterstützung zur Seite stehen. Wir von IDA stehen den Menschen in unserem Programm dabei tatkräftig als AnsprechpartnerInnen zur Seite.

© Logo IDA

Heinrich & Reuter Solutions GmbH - zusammen mit IT hilft gGmbH - Faire Mitarbeit in Festanstellung in bürgerverbindenen Projekten familie-und-beruf.online und Welcome-App

Migranten in Dresden sind eine Chance dem Fachkräfte-Mangel positiv zu begegnen. Die Heinrich & Reuter Solutions freut sich, in ihrem 10köpfigen festangestellten Team mit 2 syrischen Fachkräften eine echte Bereicherung zu erleben. Diese gleichwertigen Kollegen bringen nicht nur ihre Expertise ein - wir erleben jeden Tag, dass Integration durch Arbeit in einem Team der beste Weg ist. Neben der normalen IT-Arbeit sind die beiden syrischen Kollegen auch in zwei für den Fachkräftemangel aber auch die Bürgerschaft sehr relevanten Projekten der Firma HeiReS in Kooperation mit dem gemeinnützigen Schwesternutnernehmern IT hilft gGmbH involviert. Die Welcome App Germany - www.welcome-app-germany.de - erstarken wir gemeinsam durch Nachhaltige Weiterentwicklung vom in 2015 ersten "digitalen Flüchtlingshelfer" zu einer Plattform, die Unternehmen und Bürgerschaft mit Migranten und ausländischen Gästen aller Art einen gemeinsame Chance zur Bewältigung des Fachkräftemangels geben soll. Zudem entsteht dank Förderung des Landes Sachsen gerade unter der Trägerschaft von HeiReS in gemeinsamer Arbeit mit IT hilft gGmH eine moderne digitale Lösung zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Bürger Dresdens. Neben dieser mehr als schönen Form, auch etwas "zurückzugeben" durch Einbringung eigener Kompetenzen, liegt in der Erschließung von oft weiblichen Familienverantwortlichen auch eine weitere Chance zur Bewältigung des Fachkräftemangels.

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