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https://www.dresden.de/de/rathaus/aemter-und-einrichtungen/unternehmen/stadtarchiv/neuigkeiten.php 08.12.2017 12:27:03 Uhr 13.12.2017 17:52:03 Uhr

Neuigkeiten

1. Dezember 2017: Buchpräsentation "in civitate nostra dreseden" im Stadtarchiv

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Buchpräsentation "in civitate nostra dreseden"; v.l.n.r. Carola Schauer, Thomas Kübler, Annekatrin Klepsch, Annemarie Niering
© Stadtarchiv Dresden, Elvira Wobst

Was haben das teuflische Treiben von Kurfürst Moritz, ein kopfloser Reiter in der Dresdner Heide, ein Café am Orte des Anbandelns, der Pudel und Wagner, ein Wasserklosett für Damen, Chicago an der Elbe, eine Brücke über die Grundstraße und ungewöhnliche Sichten auf den Schillerplatz gemeinsam? Sie sind Inhalt überwiegend unveröffentlichter Geschichte(n) aus dem Dresdner Stadtarchiv, die bisher in seinen Akten verborgen lagen. Anhand verschiedenster Archivalien präsentieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtarchivs neben bekannten Persönlichkeiten aus Musik-, Kunst- und Geschichtswissenschaft Kurioses, Neues und Vergessenes in der Publikation „in civitate nostra dreseden“. In der dazugehörigen Sonderausstellung können die Besucherinnen und Besucher gleichermaßen in diese "Verborgenen Geschichte(n)" eintauchen und die ausgewählten Exponate entdecken. Auf drei Etagen und einer großräumigen Ausstellungsfläche werden diese Besonderheiten zu sechs Themenbereichen wie Innovation, Kriminalität und Provokation gezeigt. Der Besuch der Sonderausstellung und die Veranstaltungsreihe sind kostenfrei. Die Publikation entstand mit freundlicher Unterstützung von Ancestry.com Deutschland GmbH.

Die Publikation „in civitate nostra Dreseden. Verborgenes aus dem Stadtarchiv“ kann direkt im Lesesaal (4. Etage) des Stadtarchivs gekauft oder per Mail an stadtarchiv@dresden.de bestellt werden.

Das Buch kostet 35,00 Euro. Bei Versand zuzüglich Versandkosten.

14. November 2017: Stadtarchiv erhält historische Unterlagen von der SHK-Innung Dresden aus dem 17. Jahrhundert (Innung Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik)

v.l.n.r. Thomas Kübler (Archivdirektor), Dr. Andreas Brzezinski (Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Dresden), Ronny Teich (Vorstandsmitglied der SHK-Innung), Frank Schöne (Geschäftsführer SHK-Innung)
v.l.n.r. Thomas Kübler (Archivdirektor), Dr. Andreas Brzezinski (Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Dresden), Ronny Teich (Vorstandsmitglied der SHK-Innung), Frank Schöne (Geschäftsführer SHK-Innung)
© Stadtarchiv Dresden, Elvira Wobst

Die Innung Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik (SHK) Dresden übergab einen besonderen Fund aus dem Nachlass von Installateur- und Klempnermeister Erwin Koch. Die Enkel Kochs, von 1958 bis 1973 Obermeister der Innung, fanden Unterlagen aus dem 17. und 18. Jahrhundert auf seinem Dachboden.

Zum Fund gehören eine Innungsordnung von 1689 und ein großes Siegel mit Johann Georg Kurfürst von Sachsen. Weitere 13 handgeschriebene Geburtsbriefe mit Siegel stammen aus einem unbekannten Nachlass. Ein Geburtsbrief bestätigt die eheliche Abstammung des Geborenen. Die Urkunde wurde in der frühen Neuzeit von den Zünften von jedem Auswärtigen verlangt, der ein Handwerk in der Stadt erlernen oder ausüben wollte.

Die Innung existiert seit 1679 (damals als Klempnerinnung). Nach wechselvoller Geschichte wurde sie 1990 mit dem Namen Innung Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik Dresden neu gegründet. Sie versteht sich als freiwillige Gemeinschaft gleichgesinnter Handwerker, die Erfahrungen austauschen und gemeinsame Aktionen zum Fortbestand ihres Handwerks durchführen. Fortbildung und Nachwuchsgewinnung stehen im Mittelpunkt ihrer Tätigkeiten. Aktuell hat die SHK-Innung Dresden knapp 200 Mitglieder.

10. Oktober 2017: Stadtarchiv erhält Pläne des städtischen Kanalsystems und der Markthallen aus Graz

Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Mitte) und Stadtarchivdirektor Thomas Kübler (5. v.r.) erhalten die Pläne
Übergabe in Graz: Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Mitte) und Stadtarchivdirektor Thomas Kübler (5.v.r.) erhalten von Siegfried Nagel, Oberbürgermeister der Stadt Graz (Mitte), die Pläne.
© Stadt Graz, Foto Fischer

Das Stadtarchiv erhielt die erfreuliche Nachricht, dass sich historisch bedeutende Unterlagen für die Stadt Dresden in Graz befinden. Am 10. Oktober 2017 übergab der Oberbürgermeister der Stadt Graz Herr Siegfried Nagl die Archivalien an Frau Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch und an Archivdirektor des Stadtarchivs Dresden Herrn Thomas Kübler.

Die Pläne des Kanalsystems der Stadt Dresden wurden bei einer Besichtigung der Bestände des ehemaligen Kanalbauamtes im Stadtarchiv Graz gefunden. Es handelt sich dabei um Plänbestände aus der Zeit um 1900. Im Januar 1912 wurde dem Grazer Stadtbauamt die Erstellung eines Generalkanalierungsprojektes übertragen. Die beauftragte Projektgruppe führte im August und September eine Studienfahrt unter anderen auch nach Dresden durch, um sich über dortige Kanalsysteme zu informieren. Vermutlich wurden bei der Studienreise die Pläne mitgenommen, um sie später wieder nach Dresden zu schicken.

Bei den Recherchen zum Hintergrund der Dresdner Kanalpläne im Stadtarchiv Graz wurden zudem zeitgenössische Kopien von Bauplänen verschiedener Dresdner Markthallen gefunden. Es handelt sich hier hierbei um Querschnitte und Grundrisse einzelener Stockwerke der Gebäude. Die Pläne kamen vermutlich ebenso bei einer früheren Studienreise nach Graz.

Da die Pläne nach dem Provenienzprinzip nicht zwingend in Graz archiviert werden müssen, werden diese an das Stadtarchiv Dresden übergeben. Die beiden Bestände zum Dresdner Kanalsystem und zu den Markthallen schließen Lücken in der Überlieferung.

11. August 2017: Stadtarchiv erhält historische Dokumente zur Geschichte des Filmtheaters Schauburg

v.l.n.r. Thomas Kübler, Annekatrin Klepsch, Stefan Ostertag, Benjamin Grill
v.l.n.r. Thomas Kübler, Annekatrin Klepsch, Stefan Ostertag, Benjamin Grill
© Elvira Wobst, Stadtarchiv Dresden.

Im Beisein der Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch, erhielt das Stadtarchiv Dresden am Freitag, 11. August 2017 historische Dokumente zur Geschichte des Filmtheaters Schauburg.

Das „Filmtheater Schauburg“ der Dresdner Neustadt befindet sich vor seinem 90-jährigen Geburtstag aktuell in der Sanierung. Bauarbeiter entdeckten dabei eine verschweißte Bleikapsel, die sich im Fundament des Gebäudes befand. Dem Geschäftsführer Stefan Ostertag und seinem Team war sofort klar, dass es sich dabei um eine Zeitkapsel mit Geschichten aus der Vergangenheit handeln muss.

Tatsächlich enthält diese Zeitkapsel neben historischen Münzen ein persönliches Dokument über die Entstehung der „Schauburg-Lichtspiele“ aus dem Jahr 1927. Darin beschreibt der Erbauer und Direktor, Arnulf Huyras (1897-1957), seine Idee zur Gründung der Schauburg sowie Details zur die Geschichte des Filmtheaters die bisher noch nicht bekannt waren. Arnulf Huyras, geborener Genfer, lebte ab 1914 in Leipzig und war als Leiter der Mitteldeutschen Ufa-Verleihbetriebe tätig. Durch seine Beschäftigung reiste er mehrfach nach Dresden und stand eng mit den Filmtheaterbesitzern in Kontakt, insbesondere mit Heinrich Apel, dem Inhaber des Hansa-Theaters auf der Görlitzer Straße 18. Nach Apels Tod wurde Huyras 1923 Teilhaber und „lernte die Neustadt schätzen und empfand die Bevölkerung als sehr sympathisch“. Nach Zerwürfnissen mit den anderen Teilhabern suchte Arnulf Huyras nach Bauland, um ein eigenes Kino zu eröffnen. Der Fleischermeister Gustav Urban verkaufte ihm das Grundstück an der Königsbrücker Straße 55, Ecke Bischofsweg. Am 15. Oktober 1927 war es dann soweit und Direktor Huyras eröffnete das erste frei stehende Theater in Dresden mit den Worten, „die besten Spielfilme aus aller Welt zu bringen und in der Neustadt eine Kulturgemeinde zu schaffen“.

Das Stadtarchiv sieht mit dem Erhalt der Dokumente eine bedeutende Institution der Dresdner Kinogeschichte vor 1945 überliefert. Die Inhalte der Zeitkapsel spiegeln zudem die Mühen eines bislang kaum bekannten Kinobesitzers wieder, der den dafür umso bekannteren Architekten Martin Pietzsch für die Realisierung seines Filmtheaters gewinnen konnte.

27. März 2017: Übergabe von Lebensbüchern an das Stadtarchiv

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Übergabe der Lebensbücher: Sabine Müller-Schwerin, Thomas Kübler, Raoul Schmidt-Lamontain
© Stadtarchiv Dresden, Elvira Wobst

Am 27. März 2017 wurden „Erinnerungsbücher Dresdner Senioren“ im Stadtarchiv Dresden auf der Elisabeth-Boer-Str. 1 präsentiert. Die biographische Spurensuche mit Lesung sowie musikalischer Umrahmung gab Einblicke in ein wertschätzendes Erinnerungs-Projekt. Im „Buch meines Lebens“ wurde, als Ergebnis intensiver Gespräche, Erinnertes aus dem Leben von Seniorinnen und Senioren niedergeschrieben und im Stadtarchiv vorgetragen.

Anschließend überreichte Sabine Müller-Schwerin - wie schon 2013 - im Beisein des Bürgermeisters für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften Raoul Schmidt-Lamontain die seitdem entstandenen Bücher in feierlicher Form an das Stadtarchiv. Musikalisch begleitete das Blockflötenensemble des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden die Veranstaltung.

Januar 2017: Dresden Trust wissenschaftlich aufbereitet

Präsentation des Bestandes Dresden Trust
Präsentation des Bestandes Dresden Trust, v.l.n.r. Thomas Kübler, Michael Noth, Eveline Eaton, Martina de Maizière
© Stadtarchiv, A. Niering

Die Vorsitzende des britischen Dresden Trust, Eveline Eaton, hat am 20. Januar 2017 gemeinsam mit dem Direktor des Dresdner Stadtarchivs Thomas Kübler im Stadtarchiv Dresden den wertvollen Archivbestand des Dresden Trust vorgestellt. Nach einem Jahr archivwissenschaftlicher Arbeit ist der Bestand erschlossen und ein  Findbuch macht ihn zugänglich.

Eveline Eaton übergab dem Stadtarchiv Dresden diesen besonderen Bestand am 23. Oktober 2015. Er dokumentiert die Arbeit des Dresden Trust von Anbeginn. Die Stiftung hat seit 1993 entscheidend an der Realisierung des Wiederaufbaus der Frauenkirche mitgewirkt und sich vor allem in Großbritannien für die Versöhnung von Briten und Dresdnern engagiert. Dem von Dr. Alan Russell als Antwort auf den ‘Ruf aus Dresden’ gegründeten Dresden Trust gelang es, u. a. mehr als eine Million Euro für die Anfertigung des goldenen Kuppelkreuzes der Frauenkirche aufzubringen. Mit dem Herzog von Kent übernahm ein prominenter Förderer aus der britischen Königsfamilie die Schirmherrschaft über die Stiftung. Der Bestand Dresden Trust zeigt eindrucksvoll die vielfältigen Dimensionen des Wirkens von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Im Bestand befinden sich zahlreiche Dokumente wie Programmzettel, öffentliche Statements sowie Fotos, welche die Zusammenarbeit zwischen Dresden und dem Dresden Trust zum Ausdruck bringen. Enthalten sind ebenfalls Pläne des goldenen Kuppelkreuzes sowie mehrere Filme. Besondere Archivalien sind die Gründungsurkunde der Stiftung und die Ansprache des Herzogs von Kent zur Montage des Kuppelkreuzes.

14. Dezember 2016: Stadtarchiv erhält Urkunden und Akten der Kupferschmiede aus dem 17. Jahrhundert

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Übergabe der Innungsurkunden und Akten der Kupferschmiede aus dem 17. Jahrhundert: Volkmar Rother, Thomas Kübler, Annekatrin Klepsch
©Stadtarchiv Dresden, Elvira Wobst

Volkmar Rother, letzter Innungsmeister der Kupferschmiede, übergab kürzlich ein historisch wertvolles Konvolut an Innungsunterlagen dem Stadtarchiv Dresden im Beisein der Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch.
Die Nachricht, dass sich noch bedeutende innungsgeschichtliche Dokumentationen in privaten Händen befinden, wurde im Stadtarchiv mit großer Begeisterung aufgenommen. Die mit Intarsien versehene Innungslade ist das Herzstück von drei überreichten Kisten mit Schriftstücken. Allein für das Öffnen der Truhe werden drei Schlüssel benötigt, um an den Inhalt zu gelangen. In der Lade befanden sich Akten und Bücher aus der Blütezeit der Kupferschmiede-Innung. Die älteste Überlieferung stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Im Stadtarchiv ist ein Teil der Urkunden und Akten der Kupferschmiede-Innung aus dem Zeitraum von 1670 bis 1884 archiviert. Die Zusammenführung der Unterlagen ist gleichsam für die historische Forschung ein Glücksfall, da nun eine dichtere Überlieferung vorliegt.

26. Oktober 2016: Best of - Satire im Regal für die Ewigkeit. Dresdner Kabarett Breschke & Schuch übergibt Unterlagen an Dresdner Stadtarchiv

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„Übergabe der Unterlagen an das Stadtarchiv Dresden“. Thomas Kübler (Stadtarchiv Dresden), Thomas Schuch, Annekatrin Klepsch (Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus), Monika Breschke, Manfred Breschke, v.l.n.r., Foto: Stadtarchiv Dresden, E. Wobst, 2016.
© Elvira Wobst

Das Dresdner Kabarett Breschke & Schuch begeistert seit 18 Jahren sein Publikum. Zeit genug, dachten sich die Protagonisten, sich zu sondieren und ihren satirischen Bestand an das Stadtarchiv Dresden zu übergeben.

Archivdirektor Thomas Kübler sieht mit den Dokumenten eine bedeutende Institution der Dresdner Theatergeschichte überliefert. Die Unterlagen spiegeln nicht nur die endlosen Mühen eines gemeinnützigen Kabaretts in der Kulturszene wieder, sondern sie dokumentieren auch eine kritische Sichtweise gegenüber der Lokalpolitik. Mit ihrem Satire-Stück „Sachsens Sumpf und Gloria“ aus dem Jahr 2008 „schredderten“ sich die Kabarettisten sogar ihre Hände blutig und erhielten nicht von allen Seiten Applaus. Seit dem Gründungsjahr 1998 stehen Inszenierungen unterschiedlichster Themen auf dem Spielplan. Manfred Breschke und Thomas Schuch sind seither jeweils Intendanz und Schauspieler in einer Person. Im Jahre 2000 erhielten Breschke & Schuch den „Ostdeutschen Kabarettpreis“ für die beste Ensemble-Leistung. Seit 2014 verleihen die Kabarettisten in eigener Regie den Dresdner Satire Preis.

Der Bestand von Breschke & Schuch umfasst 5,50 laufende Meter Material, die jetzt erst einmal zur Ruhe kommen. Darunter sind Fotos, Plakate, Spielpläne, Textbücher und Urkunden. Am 26. Oktober 2016 übergaben die drei Kabarettisten: Monika Breschke, Manfred Breschke und Thomas Schuch ihre Dokumente der Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch und dem Archivdirektor des Stadtarchivs, Thomas Kübler auf der Elisabeth-Boer Straße 1.

September 2016: Stadtarchiv erhält Nachlass von Paul Maria Willi, ehemaliger Direktor des Albert-Theaters

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„Übergabe der Unterlagen an das Stadtarchiv Dresden“. Thomas Kübler (Stadtarchiv Dresden), Janine Schütz (Sächsische Staatstheater/Historisches Archiv), Prof. Dr. Bernhard Post (Landesarchiv Thüringen), Bettina Post, Konstantin Müller, Alina Özyurt (Finderin), v.l.n.r., Foto: Stadtarchiv Dresden, A. Niering, 2016.

Das Stadtarchiv erhielt die überraschende und zugleich erfreuliche Nachricht, dass sich historisch bedeutende Unterlagen für die Stadt Dresden in Südtirol befinden und übergeben werden sollen. Frau Alina Özyurt und die Familie Post entdeckten den Nachlass von Paul Maria Willi im „Südtiroler Papiermüll“. 

Paul Maria Willi war in den Jahren von 1918 bis 1924 als Direktor im Dresdner Albert-Theater (bis 1950 am Albertplatz) tätig. Mit Gerhard Hauptmanns Legendenspiel „Griseldis“ eröffnete Paul Willi seine Direktion im Winter 1918. Nachdem er im Jahre 1924 in Dresden abberufen wurde, arbeitete Willi im gesamtdeutschen Raum und hielt sich vermutlich bis 1944 in Berlin auf. Zahlreiche persönliche und geschäftliche Korrespondenzen, Filmnegative sowie Rechnungsbelege, die sich in dem Nachlass befinden, dokumentieren den Alltag des Künstlers Paul Maria Willi. Der ehemalige Direktor des Dresdner Albert-Theaters verstarb im Jahre 1968 in Weingarten.

Wie lange und warum sich der ehemalige Theaterdirektor in Südtirol aufhielt, wird sich wohl erst nach der Erschließung und Auswertung der Unterlagen, herausstellen. Eine Unterstützung zur Auswertung des Nachlasses wurde bereits von der Leiterin des Historischen Archivs der Sächsischen Staatstheater, Janine Schütz, bekräftigt. Beide Archive arbeiten zukünftig noch enger im Bereich der Theatergeschichte zusammen.

Juli 2016: „Lernort Archiv“ Studierende der TU Dresden schreiben "Dresdner Stadtgeschichte(n)"

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Gemeinsames Bearbeiten von Quellen im Stadtarchiv: v.l.n.r. Stefan Beckert, Sebastian Müller, Isabella Kalte, Jonas Mortsiefer , Felix Ruppricht. Foto: Dr. Alexander Kästner.

Im Stadtarchiv Dresden können Schüler und Studierende Stadtgeschichte erleben und sich kritisch mit ihr auseinandersetzen. Dafür wurde ein archivpädagogisches Angebot mit Führungen und Modulen entwickelt. So sollen Interessierte Recherchekompetenzen erlangen und die Dresdner Stadtgeschichte anhand von Quellen rekonstruieren können.

Eine weitere Möglichkeit, das Stadtarchiv als Lernort zu nutzen, bietet die Bildungspartnerschaft. Im Sommersemester 2016 konnte diese Bildungspartnerschaft mit dem Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit der Technischen Universität Dresden fortgesetzt werden.

Dabei lernten die Studierenden die Archivarbeit im Rahmen einer archivpraktischen Lehrveranstaltung kennen. Die Studentinnen und Studenten einigten sich auf das Forschungsthema „Armut in Dresden“ in der Frühen Neuzeit. Die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für diese Forschung eigneten sich die Teilnehmer des Seminars durch Unterstützung des Stadtarchivs an. So erlernten sie beispielsweise das Transkribieren von Quellen oder paläographische Grundfertigkeiten.

Untersucht wurden jeweils fünf Themen. Dazu gehörte eine „historische Konstruktion des Bettlers“, das Themenfeld „Armut als gesellschaftliches Phänomen“ und die „Sozialgeschichte der Dresdner Armenvögte“ sowie Untersuchungen über das „Armenhaus zu Dresden“ und die „Dresdner Waisenhäusern“.

Ausgewählte Ergebnisse werden demnächst unter https://tu-dresden.de/gsw/phil/ige/fnz publiziert.

Das Seminar wurde unter der Leitung von Dr. Alexander Kästner (TU Dresden) und mit Unterstützung des Stadtarchivs Dresden durchgeführt.

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