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https://www.dresden.de/de/rathaus/aemter-und-einrichtungen/unternehmen/stadtarchiv/neuigkeiten.php 04.01.2019 10:38:51 Uhr 26.03.2019 12:36:34 Uhr

Neuigkeiten

30. November 2018: Krimi, kriminell, Kriminalregister - Stadtarchiv präsentiert den zweiten Band des Dresdner Kriminalregisters

Buchpräsentation Kriminalregister - V.l.n.r. sind auf den Bildern zu sehen: Thomas Kübler, Mandy Ettelt, Professor Jörg Oberste.
Buchpräsentation Kriminalregister - v.l.n.r. Thomas Kübler, Mandy Ettelt, Professor Jörg Oberste.
© Foto: Elvira Wobst

Im Kriminalregister aus dem 16. Jahrhundert ist der Name Programm. So mancher Eintrag hält für Krimiautoren Inspirationen für spannende Geschichten über Kleinkriminelle und auch besonders rapide Verbrecher bereit. Doch nicht nur Hobby-Kriminalisten können aus den Inhalten der Bücher schöpfen. Diese Sammlung von Straffällen aus dem 16. Jahrhundert stellt ebenfalls für die Geschichtsforschung einen üppigen Fundus historischer Fakten dar. Das Kriminalregister präsentiert sich als zweibändiges Werk, dessen erster Band Straffälle von 1517 bis 1562 beinhaltet. Sein Folgeband beginnt mit Einträgen um das Jahr 1556 und datiert seinen spätesten Fall auf das Jahr 1580. Beide Bücher enthalten gemeinsam etwa 700 gerichtliche Angelegenheiten, die von einem Dresdner Bürger verübt wurden oder sich in Dresden zugetragen haben. All diese Strafangelegenheiten wurden vor dem Gericht der Stadt verhandelt. Danach übertrugen Gerichtsschreiber die Sachverhalte von losen Blättern in die großzügig angefertigten Bücher.

Der zweite und letzte Band des Kriminalregisters enthält wie sein Vorgänger, neben, aus heutiger Sicht geringfügigen Taten wie Fluchen, Trunkenheit und Ehebruch auch schwere Verbrechen wie Diebstahl, Mord und Totschlag. Von umtriebigen und wohl einschlägig bekannten Dieben wie Abraham Orgis, der seinen langen, raffsüchtigen Diebeszug mit dem Leben bezahlte, über unzufriedene Ehemänner, die ihren lieben Weibern an den Kragen wollten, ist im Kriminalregister so manche düstere Geschichte aus dem Leben in der Frühen Neuzeit überliefert. Die nun publizierte Edition des zweiten Kriminalbandes beschließt die 2006 begonnene Stadtbuchreihe des Stadtarchivs. Das aktuell vorgelegte Buch enthält ein für beide Bände zusammengestelltes Namens- und Ortsregister.

Am Montag, 3. Dezember 2018, 19 Uhr wird im Beisein der Kulturbürgermeisterin, Annekatrin Klepsch, das zweite edierte Kriminalregister im Stadtarchiv Dresden feierlich vorgestellt. Die Herausgeber Thomas Kübler und Professor Jörg Oberste sowie die wissenschaftliche Bearbeiterin Mandy Ettelt werden die Edition an diesem Abend mit einer kurzen Lesung vorstellen. Das Buch ist im Leipziger Universitätsverlag erschienen und am 3. Dezember 2018 im Stadtarchiv erhältlich. Der Eintritt ist kostenfrei.

7. September 2018: Dresden im Fokus - Fotografische Baudokumentationen und Luftbildaufnahmen von Jörg Schöner

Übergabe des Bestandes Jörg Schöner
Symbolische Bildübergabe: Professor Jörg Schöner; Annekatrin Klepsch; Thomas Kübler v.l.n.r.
© Foto: Elvira Wobst

Im Beisein der Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch, erhielt das Stadtarchiv Dresden am 7. September 2018 den wertvollen Archivbestand, von Professor Jörg Schöner.

Der fotografische Vorlass von Professor Jörg Schöner umfasst etwa 32.000 analoge und digitale Fotos der Jahre 1973 bis 2016. Die Bilder dokumentieren öffentliche Bauvorhaben des Freistaats Sachsen und der Stadt Dresden sowie Industrie- und Werbefotografie aus den Jahren vor 1989.

Jörg Schöner dokumentierte von 1992 bis 1995 den Wiederaufbau des Taschenbergpalais und von 1993 bis 2005 den Wiederaufbau der Frauenkirche. 1992 bis 1995 erfasste er einen Großteil der Liegenschaften des Freistaates. Im Rahmen der sächsischen Staatsbauvorhaben erstellte Professor Schöner baubegleitende Dokumentationen vom Sächsischen Landtag, von Hochschul- und Klinikbauten sowie dem Neubau und der Rekonstruktion aller sächsischen Ministerialgebäude. Zu seinem Portfolio gehören ebenfalls Fotos von den Sparkassengebäuden am Güntzplatz und Altmarkt, der Albertstadt mit der ehemaligen Heeresbäckerei, sowie von Kreuzkirche, Hofkirche und Synagoge. Zudem entwickelte Schöner ein digitales System zur Darstellung von Fassaden- und Gebäudeoberflächen in Originalgröße. Diese Methode unterstützt Restauratoren bei Aufmaßarbeiten und bildet die Grundlage der Zustandsdokumentation des rekonstruierten Historischen Grünen Gewölbes und dem Monitoring-Programm am Dresdner Zwinger. Die Dokumentation des Grünen Gewölbes war dekoratives Umfeld von Ausstellungen der SKD in Shanghai, Doha und Seoul. Vervollständigt wird der Bestand durch die Übergabe seines Luftbildarchivs der Jahre 1992 bis 2011, in dem besonders die Veränderungen der Dresdner Innenstadt dokumentiert wurden.

Jörg Schöner wurde am 6. August 1944 in Dresden geboren. Er absolvierte eine Fotografenausbildung und diplomierte extern 1983 mit einer Dokumentation der Altstadt von Görlitz an der HfGB Leipzig. Seit 1995 ist er Mitglied im Bund Freischaffender Fotodesigner und lehrte von 1996  bis 2013 am Lehrstuhl für Darstellungslehre der TU Dresden Fotografie für Architekten. Aktuell arbeitet Jörg Schöner an der Herausgabe eines Bildbandes über seine Reisen durch Georgien und den Kaukasus. Ein Thema, das ihn seit fünfzig Jahren beschäftigt. Die Gegenüberstellung der Görlitzer Altstadt damals und 2014/15 ist Inhalt für die Ausstellung „Görlitz-Auferstehung eines Denkmals“. Sie wurde bisher in Görlitz, Berlin, Wiesbaden, Dresden und Leipzig gezeigt.

Fremdes wird bekannt. Ein neues Schülerprojekt im Stadtarchiv

Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in die Dresdner Stadtgeschichte des 16. Jahrhunderts
Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in die Dresdner Stadtgeschichte des 16. Jahrhunderts
© Juliane Berhorst

Dresden war als Residenzstadt im 16. Jahrhundert ein Ort der Begegnung mit Fremden. "Innen" und "außen", "bekannt" und "fremd" lagen eng beisammen, und die Grenzen zwischen ihnen waren fließend. Als Fremde galten die, die an das Tor der Stadt gelangten, sei es die Bäuerin aus der Umgebung, der weit gereiste Kaufmann, Kriegsflüchtlinge, Hausierer, Handwerker auf Stellungssuche oder Bettler. Das Stadtarchiv Dresden hat ein archivpädagogisches Programm entwickelt, um die Facetten vom Fremdsein und Migration in Dresden mit den Schülerinnen und Schülern historisch zu erkunden. Im Rahmen des von der Homann-Stiftung geförderten Projekts "Fremde in Dresden. Zur Geschichte der Aus- und Einwanderung in Dresden“ veranstaltete das Stadtarchiv mit einer neunten Klasse des Gymnasiums Dreikönigsschule und das Stadtarchiv mehrere Projekttage von März bis Mai.

Ziel war es, die Herausforderungen und Chancen von Migration anhand historischer Dokumente, wie Stadtplänen, Urkunden und Bürgerakten zu entdecken, zu hinterfragen und zu diskutieren. Anhand der Themenbereiche Ernährung, Architektur und Krankheit erhielten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Dreikönigsschule Einblicke in die Lebenswelt des 16. Jahrhunderts, als noch das Stadttor die zu überwindende Grenze einer Stadt war. Zu den einzelnen Themenbereichen entstanden Schülertexte, die auf einer Internetseite veröffentlicht werden sollen.

Damit soll stadtgeschichtliches Wissen und zugleich die Herausforderungen und Chancen von Migration in der Vergangenheit aufgezeigt werden. Darüber hinaus bieten die Module die Möglichkeit, sowohl Recherchekompetenzen zu erlernen als auch eine kritische Betrachtungsweise von Dokumenten zu erlangen. Die archivpädagogischen Module werden vom Stadtarchiv weiterhin für folgende Zielgruppen: Allgemeinbildende Schulen, Allgemeinbildende Förderschulen, insbesondere Schulen mit hohem Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund angeboten.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite: http://www.dresden.de/de/rathaus/aemter-und-einrichtungen/unternehmen/stadtarchiv/nutzung.php und eine Anmeldung für das Projekt „Fremde in Dresden“ ist unter der Telefonnummer 0351/4881515 möglich.

19. Juli 2018: Peter Bartels übergibt historische Festschrift zum 25. Deutscher Mietertag im Jahr 1930

„Übergabe der Festschrift“. Thomas Kübler, Marco Iwanzeck, Peter Bartels, v.l.n.r
„Übergabe der Festschrift“. Thomas Kübler, Marco Iwanzeck, Peter Bartels, v.l.n.r
© Stadtarchiv Dresden, Elvira Wobst

Peter Bartels, Vorstandsvorsitzender des Mietervereins Dresden und Umgebung e. V., übergab am 19. Juli 2018 dem Stadtarchiv Dresden eine Festschrift zum 25. Deutscher Mietertag im Jahr 1930 sowie weitere private baubezogene Unterlagen. Die Festschrift gibt einen wunderbaren Überblick über die bauliche Entwicklung in Dresden in den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Der Mieterverein Dresden und Umgebung e. V. ist der älteste belegte Zusammenschluss von Mietern. Die Gründung geht auf das Jahr 1868 zurück, so dass am 5. Dezember 2018 das 150-jährige Jubiläum gefeiert werden kann.

14. Mai 2018: Der Verein Fotoaktiv 57 übergibt sein Foto-Lebenswerk an das Stadtarchiv Dresden

Übergabe der Fotobestände an das Stadtarchiv; v.l.n.r. Hainer Michael, Thomas Kübler, Herbert Boswank, Stefan Dehmel, Christian Schreiterer
Übergabe der Fotobestände an das Stadtarchiv; v.l.n.r. Hainer Michael, Thomas Kübler, Herbert Boswank, Stefan Dehmel, Christian Schreiterer
© Stadtarchiv Dresden, Annemarie Niering

Der Dresdner Fotoaktiv 57 e.V. übergab am 14. Mai 2018 seinen umfangreichen Bestand an Fotos, Digitalisaten und Vereinsunterlagen aus über 60 Jahren Vereinstätigkeit dem Stadtarchiv Dresden. Schon im Februar 2018 übernahm das Stadtarchiv das Foto-Lebenswerk des Dresdner Fotografen Günther Ackermann, dass 30 Jahre Zeitgeschichte abbildet. Im September 2018 wird Professor Jörg Schöner seinen Fotobestand dem Stadtarchiv überlassen. Mit der Übergabe der Bilder vom Dresdner Fotoaktiv 57 e.V. rückt die unmittelbare Zeitgeschichte in den Fokus der Überlieferung von nunmehr 500.000 Fotos zur Stadtgeschichte im Stadtarchiv Dresden.

Der Dresdner Fotoaktiv 57 e.V. ist seit 60 Jahren aktiv, fotoaktiv und einer der ältesten Fotovereine Dresdens und somit ein Teil der neueren Fotografiegeschichte der Stadt. Der Bestand umfasst mehrere Ausstellungen, die Zeitzeugnisse der geschichtlichen Entwicklung von Dresden sind. Die Bilder zeigen Vergangenes, Verändertes aber auch Neues. Weiterhin sind es Werke einer analogen und digitalen Zeit sowie des Experimentellen und der Perspektiven. Die Mitglieder des Dresdner Fotoaktiv 57 e.V. haben beschlossen, diese historisch wertvollen Werke dem Stadtarchiv Dresden zu übergeben, um sie für zukünftige Generationen zu erhalten und auch zugänglich zu machen.

Interessierte und Fotobegeisterte können schon jetzt Einblicke über den Fotobestand erhalten. Im Zwischenarchiv auf der Elisabeth-Boer-Straße 7 ist die aktuelle Ausstellung des Dresdner Fotoaktiv 57 e.V. bis zum 5. Oktober 2018 zu sehen.

23. Februar 2018: Stadtarchiv Dresden erhält Bildarchiv von Günther Ackermann

Der Diplom-Fotograf Günther Ackermann übergab am 23. Februar 2018 dem Stadtarchiv Dresden sein um-fangreiches Bildarchiv, das er als freischaffender Bildreporter der Dresdner Morgenpost in den Jahren von 1990 bis 2000 aufbaute. Die Bilder enthalten im wesentlichen Themen aus der Stadt und dem Umland. Das Spektrum reicht vom Baugeschehen über gesellschaftliche Ereignisse und städtischem Leben bis zum Tourismus in der Stadt.

Der Bildbestand umfasst circa 70.000 Negative und ist voll erschlossen und nutzbar. Die Übernahme des Bildarchivs durch das Stadtarchiv gleicht einem Glücksfall, da das gesamte Material wäh-rend der Elbeflut von 2002 im Keller des SZ-Hochhauses verwahrt wurde. Durch schnelle Schockfrostung und der Restaurierung der Fotos und Filme konnte der Bestand ohne größere Verluste gerettet werden. Mit der bildlichen Überlieferung Dresdens von 1990 bis 2000 liegt dem Stadtarchiv ein außerordentlicher zeitgeschichtlicher Bestand vor.

„Übergabe des Bildarchivs“. Marco Iwanzeck, Thomas Kübler, Günter Ackermann v.l.n.r
„Übergabe des Bildarchivs“, v.l.n.r Marco Iwanzeck, Thomas Kübler, Günter Ackermann
© Stadtarchiv Dresden, Foto: Johannes Wendt

5. Januar 2018: Stadtarchiv Dresden präsentiert Fotos von Matthias Neumann in der Messe Dresden

Ausstellung: Fotos Matthias Neumann in der Messe Dresden
Ausstellung: Fotos Matthias Neumann in der Messe Dresden
© Foto: Annemarie Niering

Zur Kunstmesse "NEUE ArT", die vom 5. bis 7. Januar in der Messe Dresden stattfand, präsentierte das Stadtarchiv Dresden eine Auswahl von Fotografie von Matthias Neumann. Besondere Aufmerksamkeit widmete Matthias Neumann dem Blauen Wunder und den anliegenden Stadtteilen Loschwitz und Blasewitz. Unter Lebensgefahr stieg er unerkannt auf die Spitze der Brücke, um zu fotografieren. Die Aufnahmen zeigen die Enge der Elblandschaft, aber auch den nagenden Verfall der Bausubstanz. Matthias Neumann verwendete eine 6×6 Mittelformatkamera bei seinen Dokumentationen. Die Fotos konservieren einen Zustand der Stadt und gleichzeitig waren sie sein Anprangern, Politisieren und Mahnen.

Der in Dresden geborene Matthias Neumann lebte mit seiner Frau Therese Neumann bis 1984 in Dresden. Nach der Ausreise in die BRD konnte sich der studierte Werkzeugmaschinenkonstrukteur als Kameraassistent beim ZDF in Mainz einen Namen machen und blieb bis 2006 als Kameramann bei ARD und SWR in Mainz tätig. Die Rückkehr des Ehepaares erfolgte 2008, woraufhin im selben Jahr Matthias Neumann nach schwerer Krankheit verstarb.

1. Dezember 2017: Buchpräsentation "in civitate nostra dreseden" im Stadtarchiv

Buchpräsentation "in civitate nostra dreseden"; v.l.n.r. Carola Schauer, Thomas Kübler, Annekatrin Klepsch, Annemarie Niering
© Stadtarchiv Dresden, Elvira Wobst

Was haben das teuflische Treiben von Kurfürst Moritz, ein kopfloser Reiter in der Dresdner Heide, ein Café am Orte des Anbandelns, der Pudel und Wagner, ein Wasserklosett für Damen, Chicago an der Elbe, eine Brücke über die Grundstraße und ungewöhnliche Sichten auf den Schillerplatz gemeinsam? Sie sind Inhalt überwiegend unveröffentlichter Geschichte(n) aus dem Dresdner Stadtarchiv, die bisher in seinen Akten verborgen lagen. Anhand verschiedenster Archivalien präsentieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtarchivs neben bekannten Persönlichkeiten aus Musik-, Kunst- und Geschichtswissenschaft Kurioses, Neues und Vergessenes in der Publikation „in civitate nostra dreseden“. In der dazugehörigen Sonderausstellung können die Besucherinnen und Besucher gleichermaßen in diese "Verborgenen Geschichte(n)" eintauchen und die ausgewählten Exponate entdecken. Auf drei Etagen und einer großräumigen Ausstellungsfläche werden diese Besonderheiten zu sechs Themenbereichen wie Innovation, Kriminalität und Provokation gezeigt. Der Besuch der Sonderausstellung und die Veranstaltungsreihe sind kostenfrei. Die Publikation entstand mit freundlicher Unterstützung von Ancestry.com Deutschland GmbH.

Die Publikation „in civitate nostra Dreseden. Verborgenes aus dem Stadtarchiv“ kann direkt im Lesesaal (4. Etage) des Stadtarchivs gekauft oder per Mail an stadtarchiv@dresden.de bestellt werden.

Das Buch kostet 35,00 Euro. Bei Versand zuzüglich Versandkosten.

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