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https://www.dresden.de/de/rathaus/stadtbezirksaemter/plauen/geschichte/c_05.php 06.05.2015 11:39:00 Uhr 16.09.2019 05:16:42 Uhr

Coschütz / Gittersee

Der alte Dorfkern von Coschütz war ein sackgassenartig erweiterter Rundweiler, ein um 1200 von deutschen Siedlern auf einem ehemals sorbischen Wohnplatz angelegtes Dorf, in dem ehemals auch Weinbau betrieben wurde.

1857 wurde im Plauenschen Grund der Grundstein der Felsenkellerbrauerei gelegt. Die Brauerei hatte ihren Sitz am Eiswurmlager. Das gleichnamige Bier wird nunmehr an der Cunnersdorfer Straße gebraut.

Anfang des 19. Jahrhunderts war Coschütz eine beliebte Sommerfrische der Dresdner. Die starke Entwicklung der Industrie in Dresden brachte auch für das Dorf Veränderungen. Die Bauern verkauften Felder als Bauland und seit etwa 1890 kam eine neue Wohnsiedlung zwischen Saarstraße und Karlsruher Straße hinzu.

Von 1937 bis 1940 wurde an der alten Kohlenstraße das Oberflächenwasserwerk Coschütz gebaut, das etwa die Hälfte des täglichen Trinkwasseraufkommens für die Landeshauptstadt Dresden liefert.

Der alte Siedlungskern von Gittersee war ein Platzdorf und ist heute noch auf der Potschappler Straße erkennbar. Im Jahr 1789 gründete der Hammerschmied Ulbricht im Weißeritztal auf der »Gitterseer Wiese« einen Eisenhammer, den 1823 Kammerrat Dathe auf Burgk kaufte, der wiederum eine Eisengießerei und eine Maschinenbauwerkstatt errichtete.

1809 begann der Kohlenbergbau im Meisch-, Moritz- und Emmaschacht. Alle drei Schächte wurden nach 52 Jahren stillgelegt. 1945 wurde in Gittersee für wenige Jahre der Steinkohleabbau wieder aufgenommen. Bis 1990 erfolge durch die Wismut noch Uranabbau.

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